61448

Digitales Papier - Paper-PC von Clairefontaine

07.09.2005 | 11:40 Uhr |

Normale Notizen sind passé, wenn man dem französischen Hersteller Clairefontaine glauben darf. Die Zukunft liegt im digitalen Stift!

Der Paper-PC von Clairefontaine besteht aus einem Kugelschreiber (erhältlich von Nokia, Maxell, Logitech oder Sony Ericsson) mit Infrarotkamera und verschieden großen Blöcken aus Spezialpapier. Die Kamera scannt meine Notizen ein, während ich schreibe, und legt sie als Bilddateien im Internet ab. Dazu muss der Stift - wir hatten das Nokia-Modell - per USB an einem PC angeschlossen sein - entweder per Kabel oder über die beiliegende Docking-Station, die gleichzeitig den Akku lädt. Nach der Übertragung kann ich von jedem Internet-PC aus meine Notizen einsehen.

Aber wieso sollte ich den Paper-PC benutzen? Erstens ist der Stift viel zu dick, um damit länger zu schreiben. Zweitens: Was nützen mir meine Notizen, wenn ich sie nur handgeschrieben als Bilddatei bekomme? Gut, ich kann das Bild auf meinen Rechner speichern. Aber wieso nehme ich dann nicht gleich einen Block oder- noch besser - mein Notebook, wo ich das Geschriebene als Textdatei vorliegen habe und es auch weiterverwenden und bearbeiten kann. Denn das geht mit dem Paper-PC auch nicht: Einmal gemacht, kann ich eine Notiz nicht mehr verändern.

Eines muss man dem Paper-PC aber lassen: Die Bedienung ist einfach und macht bis auf die Dicke des Stifts Spaß. Damit das Ganze überhaupt funktioniert, muss ich auf der Herstellerseite ein Konto anlegen und den Stift anhand seiner ID dort registrieren. Zum Aktivieren des Schreibers tippe ich das dafür vorgesehene Kästchen auf meinem Block an. Der Stift vibriert leicht, und schon kann's losgehen. Obwohl die Kugelschreibermine nur blau schreibt, kann ich mittels Tippen auf das entsprechende Kästchen auf dem Block die Schriftfarbe und die Dicke des Schreibers ändern. Allerdings hinterlässt das lauter unschöne blaue Pünktchen von der Kugelschreibermine.

Fazit: Der Paper-PC ist ein witziges Gimmick für Technik-Freaks. Für den täglichen Einsatz würde ich jedoch einen richtigen Block oder gleich ein Notebook nehmen. Auch, weil das Set mit 350 Euro nicht ganz billig ist.

0 Kommentare zu diesem Artikel
61448