Die perfekte Kamera

Zehn neue Systemkameras im Vergleichstest

Dienstag den 15.05.2012 um 09:33 Uhr

von Verena Ottmann

Unter den Topmodellen befinden sich vor allem Panasonic-, Olympus-, Samsung- und Pentax-Kameras.
Vergrößern Unter den Topmodellen befinden sich vor allem Panasonic-, Olympus-, Samsung- und Pentax-Kameras.
Eine Systemkamera ist ideal für jeden, der erstklassige Bilder möchte, aber das Gewicht und die Größe einer Spiegelreflexkamera scheut. Wir haben zehn neue Modelle getestet.
Keine Digitalkameraklasse hat in den letzen Jahren so viel Zuwachs erhalten wie die Systemkameras. Zwar sind die Geräte sehr teuer im Vergleich zu Spiegelreflexkameras (DSLRs) der Einstiegs- bis Mittelklasse oder den Kompaktmodellen. Dafür vereinen sie die Vorteile der Konkurrenzformate: Dank Wechselobjektiven sind sie flexibel wie DSLRs, dabei aber handlich wie kompakte Kameras. PC-WELT hat sich die aktuellen Modelle von Nikon, Olympus, Panasonic, Pentax, Samsung und Sony angesehen. Auffällig ist, dass jeder Hersteller eigene Vorstellungen von der perfekten Systemkamera hat: Jedes Konzept hat dabei bestimmte Vor- und Nachteile, die es bei der Kaufentscheidung für eine Systemkamera abzuwägen gilt.
Der Systemkameramarkt in Deutschland: Laut einer Studie
der GfK ist der Systemkameramarkt fest in der Hand von Panasonic
und Sony. Doch auch Neueinsteiger Nikon hat sich innerhalb
kürzester Zeit ein ordentliches Teil des Kuchens abgeschnitten. Das
Diagramm zeigt die Marktanteile gemäß der verkauften
Stückzahlen.
Vergrößern Der Systemkameramarkt in Deutschland: Laut einer Studie der GfK ist der Systemkameramarkt fest in der Hand von Panasonic und Sony. Doch auch Neueinsteiger Nikon hat sich innerhalb kürzester Zeit ein ordentliches Teil des Kuchens abgeschnitten. Das Diagramm zeigt die Marktanteile gemäß der verkauften Stückzahlen.

Olympus und Panasonic: Allrounder mit viel Auswahl
Vor gut drei Jahren haben Panasonic und Olympus ihre ersten Systemkameras vorgestellt. Damals war die Lumix DMC-G1 von Panasonic zwar das erste marktreife Modell, aber noch so groß wie eine DSLR. Olympus präsentierte kurze Zeit später die PEN E-P1 – die erste Systemkamera im Kompaktformat. Seitdem sind bei beiden Herstellern zahlreiche Modelle dazugekommen, und auch Panasonic hat sich mittlerweile für die kompakte Bauweise entschieden. Die Geräte differenzieren sich nun über die Ausstattung: Für jeden Anwenderwunsch gibt’s das passende Modell.

Das aktuelle Line-up der beiden Hersteller besteht aus leichten, schicken Einsteigerkameras wie der Panasonic Lumix DMC-GF3 oder der Olympus PEN E-PL3. Die Kameras wiegen mit Kit-Objektiv nur 424 respektive 425 Gramm und sind besonders kompakt. Wer mehr Funktionen und ein hochwertigeres Gehäuse sucht, kann anspruchsvolle Modelle wie die Panasonic Lumix DMC-GX1X mit höherer Auflösung und die Olympus PEN E-P3 mit Touchdisplay wählen.

Sony und Samsung: Anspruchsvolle Profigeräte
Samsung und Sony haben sich in letzter Zeit vor allem auf Systemkameras der Oberklasse konzentriert. So arbeiten die Samsung NX200 und die Sony NEX-7 mit einer Auflösung jenseits der 20 Megapixel, was bisher nur Spiegelreflexkameras vorbehalten war. Der Bildsensor der beiden Modelle ist im APS-C-Format gehalten, misst also 23,5 x 15,7 Millimeter. Diese Sensorgröße kommt ebenfalls in Spiegelreflexkameras zum Einsatz, da die Chips besonders lichtempfindlich und rauscharm sind. Entsprechend gut wirkte sich die Sensorgröße beim Test auf die Rauschergebnisse der Samsung NX200 und die NEX-7 aus: Hier traten erst ab ISO 1600 stärkere Bildfehler auf.

Bei der gemessenen Auflösung zeigte sich jedoch wieder, dass ein hoch auflösender Sensor allein keine gute Bildqualität macht: Beide Systemkamera-Boliden kamen mit dezentriertem Kit-Objektiv, das den Wirkungsgrad negativ beeinflusste. Dadurch nutzte die Samsung NX200 von ihren 20 Megapixeln gerade mal 4 Megapixel. Die Sony NEX-7 arbeitete mit 5,6 von 24 Megapixeln. Dagegen ist der Full-HD-Videomodus der beiden Geräte ein Feature, das noch seinesgleichen sucht: Sie arbeiten mit 50 respektive 60 Vollbildern statt der üblichen 25 oder 30.

Dienstag den 15.05.2012 um 09:33 Uhr

von Verena Ottmann

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