20.06.2008, 13:42

Thomas Rau

Die neue Notebook-Generation

Asus M51VA mit Intel Centrino 2

Offiziell hat Intel die neue Plattform Centrino 2 noch nicht vorgestellt. Doch viele Notebook-Hersteller haben bereits fertige Produkte in der Schublade. Uns erreichte das Asus M51VA zum Test.
Ursprünglich wollte Intel Centrino 2 (Codename Montavina) bereits auf der Computex Anfang Juni vorstellen. Dann war Ende Juni als Starttermin vorgesehen. Doch nun verschiebt sich Centrino 2 weiter: Man rechnet jetzt Mitte Juli mit dem offiziellen Centrino-2-Start.
In unserem Testmodell Asus M51VA sitzt ein Core 2 Duo T9600 – das zeigt zumindest das Freeware-Tool CPU-Z an. Der Prozessor arbeitet mit einem Penryn-Kern und ist im 45-Nanometer-Verfahren gefertigt: Bei der CPU-Architektur ändert sich bei Centrino 2 gegenüber der Vorgängerversion also wenig. Die mobilen Penryn-Prozessoren hatte Intel schon im Januar 2008 als Update für die Centrino-Plattform Santa Rosa vorgestellt.

Der T9600 im Asus-Notebook taktet laut CPU-Z mit 2,8 GHz: Der bisherige Takt-Spitzenreiter war der T9500 mit 2,6 GHz. Ein weiterer Hinweis, dass der Core 2 Duo T9600 zu Centrino 2 gehört, ist der Takt des Front-Side-Bus: Er beträgt 1066 MHz – bisher liefen Centrino-Notebooks mit maximal 800 MHz FSB. Unverändert bleibt dagegen die Größe des L2-Cache: Er beträgt beim T9600 wie bei den bisherigen mobilen Core-2-Duo-Spitzenmodellen 6 MB, die sich beide Kerne teilen.
Prozessorleistung
Im Cinebench erreichte der neue Mobil-Prozessor 930 Punkte. Zum Vergleich: Der Core 2 Duo T9300 mit 2,5 GHz schafft 835 Punkte. Das Leistungsplus des T9600 entspricht also ziemlich genau seiner 12 Prozent höheren Taktrate.

Die Systemleistung eines Notebooks bestimmt aber nicht nur der Prozessor: Auch der Chipsatz und die an ihn angebundenen Komponenten wie Arbeitsspeicher, Festplatte und Grafikkarte tragen natürlich viel zum Laptop-Tempo bei. Asus baut 4 GB RAM ins M51VA sowie eine 320-GB-Festplatte und die Grafikkarte ATI Mobility Radeon HD3650.
Den Chipsatz im Asus M51VA weist das Analyse-Tool Everest als PM45 aus – Codename Cantiga. Ihm stehen im Asus-Laptop 4 GB DDR2-800 zur Seite. Auch hier macht Centrino 2 einen Sprung nach vorne: Bisher unterstützten die Centrino-Chipsätze maximal DDR2-667. Auf dem Asus M51VA ist Windows Vista mit Service Pack 1 installiert: Das weist in der Systemübersicht den gesamten installierten Arbeitsspeicher von 4 GB aus. Vista arbeitet aber trotzdem weiterhin nur mit 3072 MB.
Im System-Test Sysmark 2007 erreichte das Centrino-2-Notebook 128 Punkte. Das ist sehr schnell – doch bereits aktuelle Notebooks mit Penryn-Prozessor übertreffen diesen Wert oder kommen zumindest in seine Nähe. Im Arbeitsalltag wird in den meisten Fällen ein Tempoplus durch Centrino 2 kaum spürbar sein.
Akkulaufzeit
Das Asus M51VA lief insgesamt 3:31 Stunden ohne Netzstrom. Ein guter Wert, da Asus einen großen Akku einbaut (75 Wh). Insgesamt nimmt das Asus M51VA im Akkubetrieb rund 21,3 Watt auf – das geht in Ordnung für ein Notebook mit einer Mittelklasse-Grafikkarte wie der Mobility Radeon HD3650. Ohnehin machen Prozessor und Chipsatz nur rund 20 Prozent der Leistungsaufnahme bei einem Notebook aus – hier darf man sich auch von Centrino 2 keine (Stromspar-)Wunder erwarten.
Im Vergleich mit ähnlich ausgestatteten Notebooks arbeitet das M51VA aber sehr effizient: Im Akkubetrieb erreicht es 253 Punkte im Performance Rating, das anzeigt, wie schnell das Notebook seine Aufgaben ohne Netzstrom erledigt. Betrachtet man die Leistung pro Watt liegt das Centrino-2-Notebook etwas besser als vergleichbare Mobilrechner.
Zu Centrino gehört neben Prozessor und Chipsatz auch ein WLAN-Modul. Im Asus M51VA sitzt das 11n-Modul Intel Wi-Fi-Link 5300 im bekannten Mini-Card-Format. Es handelt sich aber offensichtlich nicht um „Echo Peak“: Dieses Kombi-Modul für WLAN und Wimax hatte Intel bereits letztes Jahr auf dem IDF angekündigt. Doch in Europa wird Wimax gegen UMTS/HSDPA einen schweren Stand haben: Viele Wimax-Notebooks wird man deshalb hier wohl nicht sehen.
Fazit: Der erste Blick auf Centrino 2 zeigt, dass Intel nur leicht an der Temposchraube gedreht hat. Kein Wunder: Konkurrent AMD arbeitet selbst in der neuen Puma-Plattform noch mit dem in die Tage gekommenen K8-Kern und kann leistungsmäßig nicht mit dem Core-2-Duo-Penryn mithalten. Auch bei der Leistungsaufnahme setzt Centrino 2 den erfolgreichen Weg der Centrino-Plattform fort.

Bis zum offiziellen Centrino-2-Start bleiben aber andere Fragen offen: Ist die neue integrierte Grafiklösung von Intel endlich spieletauglich? Wie gut ist die Unterstützung beim Abspielen von HD-Filmen? Wird es Centrino-Notebooks mit Wechsel-Grafik geben, bei denen man ohne Neustart zwischen integrierter Grafik und Grafikkarte umschalten kann? Gerade in diesen Bereichen hat AMD Intel mit Puma herausgefordert.
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