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So finden Sie die richtige Spiegelreflexkamera

18.04.2009 | 10:09 Uhr |

Digitale Spiegelreflexkameras erleben weiterhin einen ordentlichen Preissturz. Sets mit Kamerabody und Objektiv sind bereits für deutlich unter 800 Euro erhältlich und damit auch für Hobbyfotografen attraktiv. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie das für Sie passende Modell finden.

Digitale Spiegelreflexkameras haben gegenüber ihren kompakten Kolleginnen einige Vorteile: Der Autofokus reagiert auch bei schlechten Lichtverhältnissen sehr schnell. Das macht die Kameras in Verbindung mit der meist kurzen Auslöseverzögerung superschnell - ideal für hochwertige Momentaufnahmen. Außerdem haben Spiegelreflexmodelle größere Bildsensoren als Kompaktkameras, weshalb sie selbst bei hoher Lichtempfindlichkeit nur geringes Bildrauschen produzieren. Der Hauptvorteil der Spiegelreflextechnik ist jedoch, dass sie dank Wechselobjektiven besonders flexibel ist: Denn damit können Sie für jedes Motiv das passende Objektiv wählen und das optimale Bild machen.
Wir haben uns aktuelle Spiegelreflexkameras angesehen und listen Ihnen die zehn Modelle mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis auf. Außerdem sagen wir Ihnen, worauf Sie beim Kauf achten müssen - denn nicht jede DSLR ist auch für jeden Einsatzzweck geeignet.

Preisklasse: Alles für Einsteiger bis Profis
Waren vor ein paar Jahren Spiegelreflexkameras vor allem teuer, haben sich durch den starken Preisverfall mittlerweile drei Preisklassen gebildet. Einsteiger-DSLRs bekommen Sie mit Objektiv bis 700 Euro. Sie zeichnen sich durch besonders einfache Bedienung aus, haben viele Automatikmodi, Motivprogramme und andere Hilfsmittel, die das Fotografieren erleichtern. Andererseits sind Gehäuse und Verschluss oft aus Kunststoff gefertigt - was nicht jedermanns Geschmack ist und oft billig wirkt. Spiegelreflexkameras der mittleren Leistungsklasse befinden sich im Preissegment zwischen 800 und 2000 Euro. Hier stehen Ihnen deutlich mehr manuelle Funktionen zur Verfügung, und das Gehäuse ist hochwertiger. Ab 2500 Euro dürfen Sie für eine Profi-DSLR rechnen. Kameras in dieser Klasse bieten noch mehr Funktionen und stellen selbst anspruchsvollste Fotografen zufrieden.

Auflösung: 10 bis 12 Megapixel reichen aus
Aktuelle Spiegelreflexkameras machen Fotos mit 6,1 bis 24,6 Megapixeln. Allerdings finden sich die höher auflösenden Modelle hauptsächlich im Profisegment. Für Hobbyfotografen reichen um die 10 Megapixel völlig aus. Vor Bildrauschen brauchen Sie bei derartigen Auflösungen keine Angst zu haben: Da die Bildsensoren bei DSLRs deutlich größer sind als bei Kompaktmodellen, verursacht das Mehr an Pixel nicht automatisch auch zusätzliches Bildrauschen.

Kit-Objektiv: Nicht immer das Nonplusultra
Eine Spiegelreflexkamera alleine macht noch kein gutes Bild. Es kommt auch auf die Qualität des Objektivs an. DSLRs sind meist im Kit erhältlich, es liegt also ein Objektiv bei. Allerdings müssen Sie bei diesem häufig Abstriche bei der Bildqualität machen, etwa eine extreme Verzeichnung und einen Helligkeitsabfall am Bildrand. Doch selbst wenn Kit-Linsen oft ihre Macken haben: Das Set rechnet sich, verglichen mit den Einzelpreisen für Kamerabody und Objektiv.
Oft bieten die Hersteller auch verschiedene Kits an, die beiliegenden Objektive unterscheiden sich im Brennweitenbereich: Je länger die Brennweite ist, desto näher können Sie ein Motiv heranzoomen. Je kürzer Sie die Brennweite wählen, desto weitwinkliger ist das Objektiv und desto breiter wird der Bildausschnitt. Aber selbst wenn Sie als Spiegelreflex-Einsteiger mit Ihrem Kamera-Kit und dem beiliegenden Objektiv zufrieden sind, sollten Sie sich über ein zweites oder drittes Objektiv Gedanken machen. Sie werden sehen, dass Ihnen das Knipsen dann noch mehr Spaß macht.

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