1528364

Android, iOS, Windows 8

Die besten Spiele-Tablets

27.06.2014 | 15:40 Uhr |

Angry Birds war gestern. Aktuelle Tablets sind fit für Effekt-Kracher, die früher nur auf Konsole und PC möglich waren. Wir haben die besten Spiele-Tablets im Test.

Die meisten Tablet-Besitzer nutzen ihren Bildschirm-Rechner fürs Surfen und Mails – und zum Spielen. iPad & Co. haben sich deshalb zu den wahren mobilen Spielekonsolen entwickelt. Immer mehr Spiele-Apps nutzen die Leistung der Tablet-Prozessoren für detailreiche Texturen und beeindruckende Effekte - genau passend zum Trend zu immer größeren und hochauflösenden Bildschirmen. 

Wie beim PC oder Notebook ergibt sich die Grafikleistung des Tablets aus dem Zusammenspiel zwischen CPU und GPU. Anders  als bei einem Rechner, in dem sich meist Prozessor und Grafikkarte diese Aufgabe teilen, sitzen sie im Tablet auf einem Baustein. Eine Übersicht über Tablet-Prozessoren und deren Grafikeinheiten finden Sie in der Tabelle.

Prozessor

Grafikkern

zu finden in

Apple A4

PowerVR SGX 535

Apple iPad

Apple A5

PowerVR SGX 543MP2 (2 Grafikkerne)

Apple iPad 2 , Apple iPad Mini

Apple A5X

PowerVR SGX 543MP4 (4 Grafikkerne)

Apple iPad 3

Apple A6X

PowerVR SGX 554MP4 (4 Grafikkerne)

Apple iPad 4

Apple A7

Power VR G6430

Apple iPad Air, Apple iPad Mini Retina

Intel Atom Z2760

Intel GMA/ PowerVR SGX 545 (4 Grafikkerne)

Acer Iconia W510 , Asus Vivotab TF810C

Intel Atom Z2420

Intel GMA/ Power VR SGX540

Asus Fonepad

Intel Atom Z3770

Intel HD Graphics (4 Grafikeinheiten)

HP Omni 10

Nvidia Tegra 3

ULP Geforce: 12 Shader-Units (4 Vertex, 8 Pixel)

Google Nexus 7 , Acer Iconia A510

Nvidia Tegra 4

Geforce (72 Grafikkerne)

Tegra Note 7. Microsoft Surface 2

Samsung Exynos 4212 / 4412

Mali 400 (4 Grafikkerne)

Samsung Galaxy Note 10.1
Samsung Galaxy Tab 3 8.0

Samsung Exynos 5250

Mali T604 (4 Grafikkerne)

Google Nexus 10

Snapdragon S4 Pro

Adreno 320

Sony Xperia Tablet Z
Google Nexus 7 (2013)

Snapdragon 600

Adreno 320

LG Gpad 8.3

Snapdragon 800

Adreno 330

Samsung Galaxy Note 10.1 2014, Samsung Galaxy Pro 8.4, Samsung Galaxy Note Pro 12.2, Amazon Kindle Fire HDX

Rockchip RK3066 / RK3188

Mali 400

Intenso Tab 824 , Technisat Technipad 10
Medion Lifetab S7852, HP Slate 7

Mediatek MT8125

Power VR SGX 544MP

Lenovo Yoga Tablet 8 / 10, Acer Iconia A3-A10

  3D Mark Ice Storm Unlimited: Alle Plattformen im Vergleich

Viele Benchmarks zeigen, wie mächtig Tablet-Grafikkerne inzwischen geworden sind. Einer der besten ist der Benchmark 3D Mark von Futuremark, der für alle Plattformen verfügbar ist.

3D Mark bietet verschiedene Tests. Ice Storm Unlimited erlaubt einen Vergleich der Grafikleistung einer Tablet-CPU - unabhängig vom Tablet, in dem er sitzt. Denn der Benchmark läuft offscreen: Die GPU berechnet die Bilder nur im Speicher und gibt sie nicht auf dem Bildschirm aus. Unterschiedliche Displayauflösungen beeinflussen das Ergebnis also nicht.

3D Mark Ice Storm: Anspruchsvoller Grafiktest für Android und Windows
Vergrößern 3D Mark Ice Storm: Anspruchsvoller Grafiktest für Android und Windows
© Futuremark

Absolut spieletauglich für die 720-Auflösung und viele Effekte sind Tablets mit Prozessoren, deren Test-Ergebnis mindestens bei rund 8000 Punkten liegt. Das trifft zu auf den Qualcomm Snapdragon 800 in den aktuellen Galaxy Tabs von Samsung, auf den A7 im Apple iPad Air und Mini Retina, auf den Tegra 4 im Gigabyte Note 7 sowie auf die Atom-CPUs aus der Bay-Trail-Familie in aktuellen Windows-Tablets wie dem HP Omni 10.

Alle anderen Tablets - vor allem solche aus der Preisklasse unter 200 Euro - genügen nur für Spiele in niedriger Auflösung und weniger Effekten: Sie arbeiten meist mit einem Prozessor von Mediatek, Allwinner oder Rockchip.

3D Mark Ice Storm Unlimited

Ergebnis (Punkte)

HP Omni 10 (Intel Atom Z3770)

16540

Samsung Galaxy Tab Pro 8.4 (Snapdragon 800)

15360

Gigabyte Tegra Note 7 (Nvidia Tegra 4)

15328

Samsung Galaxy Note Pro 12.2 (Snapdragon 800)

15208

Samsung Galaxy Note 10.1 2014 (Snapdragon 800)

15089

Apple iPad Air (Apple A7)

14919

Apple iPad Mini Retina (Apple A7)

13250

Microsoft Surface 2

13120

Toshiba Encore WT8 (Atom Z3740)

12855

Amazon Kindle Fire HDX (Snapdragon 800)

12747

Apple iPad 4 (Apple A6X)

10909

Google Nexus 7 2013 (Snapdragon S4 Pro)

10447

LG G Pad 8.3 (Qualcomm Snapdragon 600)

7746

Acer Iconia A1-830 (Atom Z2560)

6114

Samsung Galaxy Tab 3 10.1 (Atom Z2560)

5792

Asus Memopad 10 (Rockchip RK101)

4258

Lenovo Yoga Tablet 10 (Mediatek MT8125)

2560

GFX Bench 2.7: Noch mehr Effekte in Full-HD-Auflösung
Vergrößern GFX Bench 2.7: Noch mehr Effekte in Full-HD-Auflösung

Gfx Bench: Auf dem Weg von 720p zu 1080p

Der GL Benchmark steht inzwischen in Version 3.0 zum Download bereit. Neu in dieser Version ist der Test "Manhattan", der sich bereits an Version 3.0 der Grafikschnittstelle OpenGL ES orientiert. 3D Mark und die anderen Tests des Gfx Bench nutzen dagegen noch Version 2.0 der offenen Grafik-Schnittstelle, die bei Android und iOS verwendet wird. 

Der Test "Manhattan" überfordert derzeit selbst die schnellsten Tablets. Daher haben wir mit dem Test "T-Rex" getestet. Er nutzt Open GL ES 2.0, fordert die Tablets aber dennoch mit hochaufgelösten Texturen und Effekten wie Bewegungsunschärfe. "T-Rex" lässt sich offscreen oder onscreen durchführen. Im Onscreen-Modus muss das Tablet also den Test in seiner tatsächlichen Auflösung durchführen, während Offscreen die Bilder in 1080p-Auflösung nur im Speicher ausgibt.

Gfx Bench 3.0

T-Rex HD Offscreen (Bilder pro Sekunde)

T-Rex HD Onscreen (Bilder pro Sekunde)

Apple iPad Air

27

21

Apple iPad Mini Retina

27

21

Samsung Galaxy Note 10.1 (2014)

26

17

Samsung Galaxy NotePRo 12.2

26

17

Samsung Galaxy Tab Pro 8.4

25,9

16,9

Amazon Kindle Fire HDX 8.9

22

15

Gigabyte Tegra Note 7

18,9

29,5

Apple iPad 4

17

12

Apple iPad 4 (iOS 7)

17

12

Toshiba Encore WT8

15

21

LG Gpad 8.3

14

13

Sony Xperia Tablet Z

13

13

Microsoft Surface 2

11

24

Samsung Galaxy Tab 3 10.1

7

12

Acer Iconia A1-830

7

14,5

Apple iPad 3 (iOS 7)

6,9

4,6

Apple iPad 3

6,7

4,6

Medion Lifetab S7852

6,2

8,2

Asus Memopad 10

5,1

6,2

Samsung Galaxy Note 8.0

4,8

6,5

Apple iPad Mini

3,4

6,7

Asus Memopad Smart ME301T

3,3

5,3

Acer Iconia A3-A10

2,7

2,7

Archos 79 Xenon

2,4

4,9

Toshiba Excite AT10

2,2

5,3

Lenovo Yoga Tablet 8

4,8

Die Ergebnisse beweisen, dass die Grafikleistung aktueller Prozessoren maximal für Spielen in Full-HD ausreicht, wenn es um extrem anspruchsvolle Game-Apps geht. Im Offscreen-Modus schaffen die schnellsten Tablets wie das Samsung Galaxy Pro Note 12.2 oder das Apple iPad Air knapp 30 Bilder pro Sekunde. Müssen Sie den Test aber in ihrer richtigen Auflösung berechnen, sinkt das Ergebnis auf rund 20 Bilder pro Sekunde.

Die besten Spiele-Tablets: Fazit

Kleines Tablet mit Top-Grafikleistung: Im Samsung Galaxy Tab Pro 8.4 steckt der Qualcomm-Prozessor Snapdragon 800.
Vergrößern Kleines Tablet mit Top-Grafikleistung: Im Samsung Galaxy Tab Pro 8.4 steckt der Qualcomm-Prozessor Snapdragon 800.
© Samsung

Es ist wie bei den PCs: Die schnellsten Grafikprozessoren stecken in den teuersten Tablets. Deshalb lassen sich effektstarke Games nur auf den aktuellen Samsung Galaxy Tabs (ProNote 12.2, Pro 8.4, Note 10.1 2014), dem iPad Mini Retina oder dem iPad Air problemlos spielen. Sie sind auch für künftige Spiele geeignet, da die meisten Spiele-Apps derzeit noch auf so aufwändige Effekte verzichten, wie sie 3D Mark und Gfx Bench verwenden.

Preisgünstigen Spiele-Spaß ermöglicht das Tegra Note 7 mit dem Nvidia Tegra 4
Vergrößern Preisgünstigen Spiele-Spaß ermöglicht das Tegra Note 7 mit dem Nvidia Tegra 4
© Gigabyte

Sparen und spielen: Das geht mit dem Tegra Note 7 und seinem Prozessor Nvidia Tegra 4. Es ist das einzige Tablet, das weniger als 200 Euro kostet, und trotzdem mit den Top-Prozessoren der Apple- und Samsung-Tablets mithalten kann. Allerdings besitzt es nur ein kleines 7-Zoll-Display und eine Auflösung von 1280 x 800 Bildpunkten.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1528364