Die besten Geräte zur EM
9 Spitzen-LCD-TVs im Test
Die neuen LCD-TVs bieten eine solche Fülle von Konfigurationsmöglichkeiten, dass es nicht mehr einfach ist, die wirklich beste Bildeinstellung zu finden. Nicht nur der Laie steht manchmal hilflos mit der Bedienungsanleitung in der Hand vor dem LCD und fragt sich, was mit dem „Film Judder Canceller“, dem „Wide Color Gammut Panel“ oder der dynamischen Kontrasterweiterung gemeint ist - und wie sich diese technischen Raffinessen sinnvoll einsetzen lassen. Um die Verwirrung komplett zu machen, denkt sich jeder Hersteller eigene Fantasienamen für ähnlich arbeitende Bildverbesserer aus.
Auf einige technische Leistungsmerkmale sollten Sie auf jeden Fall achten, wenn Sie sich ein neues LCD-Modell kaufen wollen. Wichtig sind vor allem die Panel-Auflösung, die digitalen Schnittstellen sowie die Bild- und Ton-Formate. Wenn Ihr neuer Fernseher nicht in Kürze bereits veraltet sein soll, greifen Sie zu einem TV mit der vollen HD-Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten. Hier sind Sie auf der sicheren Seite, beispielsweise wenn Sie in Zukunft auch HD-Material ansehen möchten. Diese Auflösung sollte der LCD im 1080p-Bildmodus darstellen können. Das „p“ steht für „Progressive-Scan“-Darstellung - das Bild kommt in flackerfreien Vollbildern auf das Panel.
Wenn Sie - sofort oder später - zusätzlich HDTV und HD-Filme ansehen möchten, sollte Ihr neuer Flachbildschirm weitere technische Voraussetzungen erfüllen. HD-Filme werden mit einer Bildfrequenz von 24 Bildern pro Sekunde auf die HD-Scheiben gespeichert. Ihre Neuerwerbung sollte deshalb unbedingt den Bildmodus 1080p/24 beherrschen. Der TV kann so den Film mit der Original-Bildfrequenz von der Blu-Ray-Disk empfangen (sofern der Player das Signal so weitergeben kann) und mit einem Vielfachen davon wiedergeben (meist 72 oder 120 Hz). Arbeitet der Fernseher dagegen nur mit der bei uns üblichen Norm von 1080p/50 (50 Hz beziehungsweise 50 Bilder pro Sekunde), muss er die originale 24er-Frequenz auf die 50er-Frequenz umrechnen. Das führt zu Bildruckeln, besonders bei langsamen Kameraschwenks.
Wenn Sie nicht nur auf beste Bildqualität Wert legen, sondern auch optimalen Ton für Ihre HD-Filme wollen, muss der LCD-TV zusätzlich über eine HDMI-Schnittstelle verfügen, die die Spezifikation 1.3 erfüllt. Nur ein HDMI-1.3-Anschluss ist in der Lage, unkomprimierte HD-Tonformate wie Dolby True HD und DTS-HD Master Audio auszugeben. Alle früheren Versionen der Schnittstelle schaffen nur die Wiedergabe von verlustbehafteten komprimierten Tonsignalen. Bei den analogen Schnittstellen fielen uns keine Mängel im Testfeld auf: Alle Geräte hatten mindestens zwei Scart-Buchsen und einen Komponenten-Eingang mit RGB-Signal für die beste analoge Wiedergabe.
Wie unser Test zeigte, rüsten die Hersteller ihre LCD-TVs vermehrt mit TV-Tunern aus. Überlegen Sie sich aber gut, ob Sie einen Fernseher mit integriertem TV-Tuner kaufen. Die integrierten Tuner sind oft schlechter als externe Boxen. Und die Hersteller lassen sich die Tuner teuer bezahlen. Auch bei einem Umzug kann etwa der integrierte Satelliten-Tuner überflüssig werden, wenn in der neuen Wohnung nur ein Kabelanschluss installiert ist.
Die Bildqualität der aktuellen LCD-TVs ist im Vergleich zu unserem Test vor rund eineinhalb Jahren deutlich besser geworden - zumindest was die besten Geräte in diesem Vergleich angeht. Sie bieten ein Bild, das nur noch zu wenig Kritik Anlass gibt. Andererseits waren einige der Testkandidaten nicht viel besser als die Geräte von damals. Beim Kauf eines neuen Flachbildschirms sollten Sie deshalb weiterhin nicht den schönen bunten Bildern vertrauen, die Sie in den Elektronik-Märkten auf den Geräten sehen. Diese Präsentationen entsprechen nicht der Bildqualität im Fernsehalltag. Bringen Sie die Verkäufer dazu, Ihnen die Modelle mit normalen DVDs und vor allem mit TV-Signalen vorzuführen - damit Sie zu Hause keine unliebsamen Überraschungen erleben.


