Ratgeber

Die besten Business-Notebooks

Freitag, 28.10.2011 | 12:05 von Thomas Rau
Die besten Business-Notebooks im Test
Vergrößern Die besten Business-Notebooks im Test
© Dell
Notebook ist nicht gleich Notebook: Wer seinen Laptop im Beruf nutzt, sollte auf andere Kriterien achten als ein Privatanwender. Der PC-WELT-Ratgeber erklärt, was ein gutes Business-Notebook ausmacht.
Es ist es gar nicht mehr so einfach, Unterschiede zwischen einem Notebook für Geschäftsanwender und einem Laptop für Privatkunden zu erkennen. Denn manchmal gibt es die gar nicht mehr: Zahlreiche Anwender, vor allem Selbstständige oder Mitarbeiter kleiner Unternehmen, wollen nämlich ihr Notebook beruflich wie privat nutzen.
 
Dennoch sollten Sie an Ihr Business-Notebook bestimmte Ansprüche stellen: Es ist Ihr wichtigstes Werkzeug für den Arbeitsalltag. Wenn es ausfällt, zu langsam ist oder ihm bestimmte Ausstattungsmerkmale fehlen, ist das für einen Privatanwender nur störend. Als beruflicher Notebook-Nutzer verlieren Sie dadurch unter Umständen bares Geld.


 
Deshalb sollten Sie Merkmale wie Verarbeitung, Erweiterbarkeit und Haltbarkeit unbedingt in Ihre Kaufentscheidung einbeziehen. Stabilität und Sicherheit haben für ein Business-Notebook einen höheren Stellenwert als hohe Rechenleistung und üppige Hardware-Ausstattung: Dem tragen diese Laptops mit einem soliden Gehäuse, Dockinganschluss, umfassenden Schutz für Daten und Hardware sowie weitreichenden Garantiebedingungen Rechnung.
 

Business-Notebook von HP: Probook 6545b
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© HP

Ausstattung eines Business-Notebooks

Die üblichen Auswahlkriterien wie Prozessorleistung und Ausstattung helfen bei der Entscheidung für ein Business-Notebook kaum weiter. Die aktuellen CPUs von AMD und Intel finden Sie sowohl bei Privat- wie Geschäftsanwender-Notebooks, Ausstattungsmerkmale wie DVD-Brenner, Blu-ray-Laufwerk oder die Größe der Festplatte dienen ebenfalls nicht als Unterscheidungsmerkmal. 


Als Faustregel gilt, dass Business-Notebooks zum gleichen Preis meist schlechter ausgestattet sind als Consumer-Notebooks, etwa mit einer niedriger getakteten CPU oder einer kleineren Festplatte. Außerdem arbeiten sie oft mit einem integrierten Grafikchip: Das erhöht die Akkulaufzeit und reduziert den Aufwand für die Kühlung des Notebooks.

Betriebssystem eines Business-Notebooks

Selbst das Betriebssystem ist kein eindeutiges Unterscheidungsmerkmal: Selbstständige oder kleine und mittlere Unternehmen (KMU) benötigen nicht unbedingt ein Business-Notebook mit Windows 7 Professional. Die meisten Hersteller bieten daher für diese Zielgruppe auch günstige Profi-Laptops mit Windows 7 Home Premium an. Für größere Unternehmen muss es dagegen die Pro-Variante sein, weil die Laptops sich damit einfacher in ein Firmen-Netzwerk einbinden lassen.
 
Notebook-Hersteller, die vor allem auf Geschäftskunden abzielen, wie Dell, HP, Lenovo oder Toshiba bieten deshalb eigene Produktlinien an, die sich an KMUs wenden. In diesen Modellen verzichten sie auf einige Merkmale, die ihre Laptops für große Unternehmen auszeichnet. Dafür sind diese Business-Notebooks aber günstiger.
 

Hersteller KMU-Serie Serie für große Unternehmen
Dell Vostro Latitude
HP Probook Elitebook
Lenovo Essential Thinkpad
Toshiba Satellite Pro Tecra, Portégé


Viele Hersteller bieten beispielsweise nur für ihre Unternehmens-Notebooks grundsätzlich eine drei Jahre lange Garantie. KMU-Modelle haben oft nur ein Jahr Garantie. Zusätzliche Garantieleistungen kosten extra. Aber auch bei Unternehmens-Notebooks kosten Spezial-Garantien extra, beispielsweise ein Vor-Ort-Support oder Service innerhalb festgelegter Reaktionszeiten.

Auf der nächste Seite lesen Sie, worauf Sie bei der Netzwerk-Ausstattung, dem Bildschirm und dem Betriebssystem eines Business-Notebooks achten müssen.

Freitag, 28.10.2011 | 12:05 von Thomas Rau
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (2)
  • mobifriend 14:01 | 02.11.2011

    Zu der Qualität der Fujitsu Siemens Notebooks kann und will ich nicht sagen. Nur soviel, dass es sicherlich ein Unding ist, wenn im Business-Bereich die Bildschirm-Scharniere nach 24 Monaten nicht mehr funktionieren ... Ansonsten gibt es aber doch jede Menge guter Gründe für die teurere Business-Variante im wirklichen Büro-Alltag. Dockingstation: Notebook einsetzen und ALLE Anschlüsse sind sofort verfügbar, ohne Kabelsalat auf dem Schreibtisch und mit nur einem Handgriff. Da muss man nicht mühsam die USB-Stecker für Tastatur, Maus, für den Drucker, den Bildschirmstecker und die Stromversorgung usw. an das Notebook fingern. Ein Griff und das Notebook arbeitet auf dem aufgeräumten Schreibtisch als Desktop-PC-Ersatz. Ein weiterer Griff und man ist wieder mobil. Sicherlich sind viele Peripheriegeräte eines Business-Notebooks identisch mit denen der Consumer-Varianten, es gibt aber in der Summe doch gewaltige Unterschiede, besonders bei der erwünschten Stabilität und Zuverlässigkeit. Und das XP wegen der Bequemlichkeit der Admins zum Einsatz kommt, mag auch nur für einen kleinen Teil der Admins zutreffen. Viel eher sind es Sachzwänge, die wegen fehlender Lauffähigkeit bestimmter Softwarekomponenten unter Windows 7 - dann bitte auch 64-bit - und nicht garantierter Kompatibilität von Geschäftsanwendungen an XP-Professional festhalten lassen. Ein Business-Notebook hat halt in den wenigsten Fällen neben dem OS nur Browser, eine Office-Suite und ein Tool zur Datensicherung als Ausstattung, da wird es sicherlich noch mehr geben... Und eines sollte man nicht vergessen: Was passiert, wenn das Notebook mal kaputt ist? Business-Notebooks der namhaften Hersteller können auch als älteres Modell noch binnen kurzer Zeit (max. 5 bis 10 Werktage) durch den Hersteller repariert werden. Auf die Reparatur eines Consumer-Notebook - sofern überhaupt möglich - muss man schon mal mehrere Wochen warten. Für den persönlichen HighScore ist das bestenfalls ärgerlich, für's Geschäft kann dies das Aus bedeuten. Aus persönlicher Erfahrung deshalb für's Business immer ein Business-Notebook.

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  • Zucchi 18:52 | 28.10.2011

    Traum und Wirklichkeit

    Also einige hier angebene Funktionen sind ja sicherlich sehr sinnvoll für Firmennotebooks, aber andere, wie z. B. der Zusatzakku sind bei Laufzeiten von 3,5 Stunden ohne Netzanschluss, wie sie mein 0815 Privatnotebook problemlos schafft, so nötig wie ein Loch im Kopf und andere, wie die hier angegebene "bessere Gehäusequalität" halte ich schlicht und einfach für erfunden. Das sehe ich hier bei uns in der Firma, wo den Angestellten sündhaft teure Siemens Fujitsu Notebooks gekauft werden, bei denen nach ca. 2 Jahren der Bildschirm wie ein Kuhschwanz wackelt, was ich bei meinem letzten Privatnotebook in den letzten 5 Jahren trotz schlechter Behandlung nicht geschafft habe. Da wird viel Geld für nichts verlangt. Auch die Docking Station ist absolut unnötig, wenn man eine vernünftige LAN und ein paar USB Schnittstellen und einen vernünftigen Monitor hat. Gedruckt kann dann übers Firmennetzwerk. Ein CD/DVD Brenner kann nützlich sein, wenn man für Kunden Softwareimages brennen muss. Hat aber auch jedes 0815 Notebook. Was sicher unumgänglich ist (und nicht mehr als 100 Euro Aufpreis kostet) ist WINDOWS 7 Professional, wobei manch geizige Firma aber noch gern WINDOWS XP nutzt, weil das weniger kostet und der Administrator keine Lust hat, das Netzwerlk aufzurüsten. Damit handelt er sich dann zwar einige Risiken ein, die verdrängt er aber erfolgreich so lange, bis es zur Katastrophe kommt, bei der dann alle nur noch froh sind, dass es nicht noch schlimmer gekommen ist.

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