05.11.2008, 10:55

Arne Arnold

Sicherheits-Check

Die Testergebnisse im Einzelnen

Die PC-WELT prüft die Tools folgendermaßen: Die Spezialisten Guido Habicht und Maik Morgenstern vom Sicherheitslabor AV-Test starten 30 gefährliche Schädlinge und überprüfen genau die Aktionen jedes Antimalware-Tools - von der Erkennung über die Meldung bis hin zur Reinigung. Außerdem müssen die Tools zeigen, dass sie harmlose Programme nicht melden. Ein Antimalware-Tool benötigt wenigstens dies: Malware-Wächter, Quarantäne und Ausnahmenliste. Außerdem wird der Service unter die Lupe genommen. Hier sind eine gute Hilfe und Hersteller-Website gefragt. Die Tools sollten verständliche Meldungen bringen und sich insgesamt ohne Einarbeitungszeit bedienen lassen. Je weniger Ressourcen ein Tool verbraucht, desto besser.
Norton Antibot: Testsieger
Norton Antibot kommt ohne jeden Schnickschnack. Es gibt lediglich eine Statusseite, eine Quarantäne sowie ein Optionen-Menü, in dem sich nur fünf Einstellmöglichkeiten befinden. Der Sicherheitsleistung schadet diese Einfachheit nicht.
Sicherheit: Antibot blockte erfolgreich 80 Prozent der Malware und entfernte 60 Prozent ohne jeden Rückstand. Sehr gut: Norton Antibot lieferte keinen einzigen Fehlalarm. Diese Kombination brachte dem Tool den Testsieg ein. Tipp: Wer bereits Schutz-Tools von Norton besitzt, etwa Norton Antivirus, kann sich Norton Antibot kostenlos herunterladen.
Fazit: Norton Antibot kommt als schlankes Tool, das eine gute Sicherheitsleistung zeigte und eine klare Bedienerführung bietet - ein verdienter Sieger.
Threatfire: Heimlicher Testsieger
Threatfire ist unserer Preis-Tipp: Das Programm ist für die private Nutzung kostenlos, und die Sicherheitsleistung ist sehr gut - allerdings leistete sich die Software einen Patzer, der den Sieg kostete. Sicherheit: Beim Blockieren und Reinigen zeigte Threatfire eine Spitzenleistung. Die lieferte das Tool allerdings teilweise nicht durch Verhaltensanalyse, sondern durch signaturbasierte Erkennung. Getrübt wurde der sehr gute Eindruck durch einen Fehlalarm: Den gab es ausgerechnet beim Sicherheits-Tool Zone Alarm. Gut gefielen uns die meist verständlichen Warnmeldungen. Eher kompliziert ist aber die Konfiguration des Tools.
Fazit: Threatfire empfiehlt sich fortgeschrittenen, sicherheitsbewussten Anwendern, die zusätzlich zur ihrer Antiviren-Software noch ein verhaltensbasiertes Analyse-Tool einsetzen wollen.
Prevx 2: Komplizierte Bedienung
Prevx 2 präsentiert sich als Spezialprogramm für Profis. Die Konfiguration des Tools, die Bedienung der zusätzlichen Module und die Interpretation der Log-Dateien gelingt nur echten Spezialisten.
Sicherheit: Prevx 2 lag beim der Blockieren und Reinigen nur knapp hinter dem Testsieger Norton Antibot. Und genau wie dieser meldete es nicht ein Programm irrtümlich. Prevx lässt sich in den Optionen auf eine deutschsprachige Bedienerführung umstellen. Der Support über die Website ist aber englischsprachig. Übrigens: Die Betaversion, die für Vista angeboten wird, verursachte auf unseren Testrechnern massive Probleme.
Fazit: Prevx glänzte im Test bei der Sicherheit. Gut bedienen lässt sich das Programm aber nur von Profis.
Safe'n'Sec Personal Pro: Achtung, Fehlalarme
Safe'n'Sec bietet eine größtenteils verständliche Bedienerführung. Einige Optionsfenster sind aber sehr technisch gehalten. Übersetzungsfehler und eine teils defekte Hilfedatei erschweren die Bedienung. Schlecht: Die Warnmeldungen sind wenig aussagekräftig.
Sicherheit: Safe'n'Sec zeigte die beste Leistung bei der verhaltensbasierten Erkennung (87 Prozent). Beim Blockieren und Reinigen war die Leistung ordentlich. Allerdings gab es viele irrtümliche Meldungen zu harmlosen Programmen. Teilweise wurden diese sogar blockiert. Gut: Das Tool beanspruchte wenig Rechen-Power und analysierte das Verhalten von Code oft flott.
Fazit: Safe'n'Sec meldete zu viele harmlose Programme als gefährlich, um eine Empfehlung zu verdienen.
Mamutu: Viele Fehlalarme
Mamutu lässt sich erst nach einer Registrierung installieren. Es präsentiert sich mit einer anspruchsvollen Bedienerführung, die einen fortgeschrittenen Anwender erfordert.
Sicherheit: Bei der rein verhaltensbasierten Erkennung von Malware lag Mamutu ein klein wenig hinter den anderen Programmen (77 Prozent). Durch zusätzliche Wächtermodule konnte das Tool die Bewertung bei den Meldungen und der Blockierung aufbessern. Schwach schnitt Mamutu bei der Reinigungsleistung ab. Auch schlecht: Mamutu warnte im Test vor 40 Prozent der harmlosen Programme. 25 Prozent dieser Anwendungen blockierte es sogar.
Fazit: Mamutu meldete und blockte auch harmlose Programme, was eine Nutzung kaum empfehlenswert macht.
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