Rollenspiel-Kracher im Test

Die Technik, Bugs, Kopierschutz & EditionenKopierschutz & Versionen

Freitag den 06.11.2009 um 14:25 Uhr

von Daniel Matschijewsky

Schattenseiten gibt es vor allem im technischen Bereich. Zwar punktet Dragon Age: Origins durch weiche Animationen, detaillierte Figuren und schicke Zaubereffekte.
Vor allem die Animationen und der Detailgrad der Figuren
machen einen hervorragenden Eindruck.
Vergrößern Vor allem die Animationen und der Detailgrad der Figuren machen einen hervorragenden Eindruck.
© 2014

Die teils polygonarmen Umgebungen, dürre Vegetation und schwammigen Texturen sind aber nicht mehr zeitgemäß. Beim eigentlich hervorragenden Sound stört vor allem, dass der eigene Held kein einziges Wort spricht -- nach Mass Effect ein klarer Rückschritt. Die deutsche Synchronisation der anderen Figuren geht indes in Ordnung, nur bei den Zwergen hätten wir uns tiefere Stimmen gewünscht. Verbesserungsfähig sind auch die gelegentlichen Kameraprobleme in großen Kämpfen und vor allem die Bugs. Letztere halten sich jedoch in Grenzen und sollten Sie nicht von der nun wichtigsten Entscheidung abhalten: dieses Spiel zu kaufen.

Bugs

Untypisch für Bioware plagen Dragon Age diverse Bugs. Die Schwere der Programmfehler hält sich zwar in Grenzen, in der Masse fallen sie aber dennoch negativ auf.

  • In Dialogen bewegen sich die Figuren gelegentlich merkwürdig oder verschwinden ganz. Außerdem funktionieren die Unschärfeeffekte bei den Haaren nicht einwandfrei.
  • Manchmal registriert das Programm nicht, wenn ein Kampf zu Ende ist. Die Lösung: Laufen Sie solange umher, bis die Helden ihre Waffen wegstecken.
  • Bei Kämpfen in engen Räumen streikt gelegentlich die Wegfindung der KI-Mitstreiter.
  • Die Dialoge wurden unsauber abgemischt. Manche Sätze sind lauter als andere.
  • Drei Gespräche zwischen unserem Helden und der Magierin Morrigan liefen doppelt ab.
  • Auf zwei Testsystemen mit Windows 7 und Vista stürzte das Programm manchmal unwillkürlich ab. Unter Windows XP hatten wir hingegen keine Probleme. Für die Bugs ziehen wir einen Punkt in der Kategorie Atmosphäre ab.

Deutsche Version: Dragon Age: Origins hat von der USK eine Altersfreigabe ab 18 Jahren erhalten und erscheint hierzulande ungeschnitten.
Sprachen: Sie dürfen das Spiel wahlweise auf Deutsch oder auf Englisch (Text und Sprache) installieren.

Kopierschutz: Dragon Age muss nicht über das Internet aktiviert werden. Stattdessen prüft das Programm bei jedem Spielstart die Echtheit der DVD.

Registrierung: Wer das beigelegte Quest-Zusatzpaket »In Stein gefangen« spielen will, muss es mit einem Code online freischalten und herunterladen. Das erfordert eine Registrierung bei Electronic Arts und funktioniert nur einmal; danach ist der Code verbraucht. So will Electronic Arts Second-Hand-Versionen von Dragon Age entwerten.

Versions-Wirrwarr: Am 5. November erscheint Dragon Age in je zwei Verkaufs- und Download-Versionen. Gleichzeitig veröffentlicht Electronic Arts auch die beiden Zusatzinhalte »In Stein gefangen« und »Wächter-Festung«.

  • Ladenversion (45 Euro)
  • Download-Version (55 Euro), inhaltsgleich zur Ladenversion
  • Collector´s Edition (65 Euro)
  • Digital Deluxe Edition (75 Euro), inhaltsgleich zur Collector’s Edition plus »Wächter-Festung«

Allen Versionen liegt die mächtige Blutdrachen-Rüstung sowie der Download-Code von »In Stein gefangen« bei. Sollten Sie das Spiel gebraucht erwerben und der Code bereits eingelöst worden sein, bietet Electronic Arts das Paket separat für 14,99 Euro an. »Wächter-Festung« ist für 6,99 Euro erhältlich. Das beste Preis-Leistungsverhältnis bieten die beiden Ladenversionen, die Download-Pendants sind wegen der fehlenden Extras (gedrucktes Handbuch, DVDs etc.) überteuert.

Freitag den 06.11.2009 um 14:25 Uhr

von Daniel Matschijewsky

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