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Motorola Flipout im Test

18.08.2010 | 11:53 Uhr |

QWERTZ-Tastatur und quadratische Bauform - das Motorola Flipout hat viele Reize. Wie gut sich der Mini im Alltag schlägt, verrät der Test.

Motorola hat Mut bewiesen. Während Android-Handys üblicherweise wie ein flacher Riegel aussehen, experimentiert Motorola mit einem neuen Formfaktor: dem Quadrat. Dadurch ist das Mini-Handy mit 6,7 cm extrem breit. Vor allen Nutzer mit kleinen Händen sollten im Laden daher ausprobieren, ob das Motorola Flipout noch gut in der Hand liegt.

Motorola Flipout mit bunten Coverschalen
Pluspunkte sammelt das kleine Kerlchen als Mode-Accessoire: Das Handy wird mit vier austauschbaren Schalen für die Gehäuserückseite angeboten. Die Cover in den Farben Grün, Orange, Pink und Schwarz liegen jeder Verpackung bei. Wer sein Handy passend zur Krawatte oder Tagesstimmung wählen will, muss also nur in die Schublade greifen.

Tastatur zum Aufdrehen
Flippig ist der Drehmechanismus, der die QWERTZ-Tastatur unter dem Display hervorzaubert. Display und Tastatur sind mit einem Drehgelenk miteinander verbunden. Um das Handy aufzuschieben, reicht es, leicht mit dem Finger gegen den Bildschirmrand zu drücken. Der Mechanismus gleitet dabei so sanft wie eine moderne Küchenschublade – fünf Sterne dafür. Hervor kommt eine fünfzeilige Tastatur, die neben Platz für die Buchstaben von A bis Z samt Umlauten auch noch eine eigene Reihe für die Ziffern von null bis neun bietet.

Motorola Flipout: Kommt mit austauschbaren Rückteilen in Schwarz, Pink, Grün und Orange
Vergrößern Motorola Flipout: Kommt mit austauschbaren Rückteilen in Schwarz, Pink, Grün und Orange
© 2014

Obwohl sich die Lettern auf engstem Raum verteilen, kommen Vertipper so gut wie nicht vor. Die Tasten sind gut zu erfühlen und haben einen wohldefinierten Druckpunkt. Nur das Vier-Wege-Steuer-Kreuz, das die Maus-Pfeile auf dem Handy steuert, ist einen Tick zu flach geraten und lässt sich dadurch schlecht bedienen.

Knackpunkt Mini-Bildschirm auf dem Motorola Flipout
Kleine Handys können keine Vier-Zoll-Bildschirme bieten. Wer sich für das Motorola Flipout interessiert, muss beim Display mit seiner 2,8 Zoll Bildschirmdiagonale also eindeutig Abstriche machen. Die Konsequenz: Inhalte wirken auf der Minifläche wirklich sehr gedrängt. Das wiegt vor allem deshalb so schwer, weil Motorola mit seiner eigenen Oberfläche Motoblur den Startbildschirm mit neuen Nachrichten und Status-Updates von Facebook geradezu zukleistert. Hinzu kommt, dass die Darstellung durch die niedrige Auflösung von 320 x 240 Pixeln zusätzlich an Klarheit einbüßt.

Das Flipout läuft unter dem Betriebssystem Android 2.1, darüber hat Motorola wieder seine Oberfläche Motoblur gepackt. Bis zu sieben Bildschirme lassen sich mit Widgets, also kleinen Programmen, die in einer Art Mini-Browser laufen, oder mit Verknüpfungen belegen. Damit ist das Handy hochgradig an die persönlichen Bedürfnisse anpassbar - wie alle Android-Handys.

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