Details aus dem Labor
TINTENSTRAHLER: WIE WIR TESTEN
Pentium 4 2.40 GHz, Intel-Hauptplatine D845GEBV2 mit im Chipsatz integrierter Grafik, 512 MB DDR SDRAM, Lite-On LTN 526 CD-ROM-Laufwerk, Intel-Bios P17 vom 14.07.2003 und Festplatte WD400BB.
An Software ist aufgespielt: Adobe Photoshop 7.0, Corel Draw 12.0, Acrobat Reader 6.0, MS Word 2000, Visio 2000.
Die Tests zur Druckqualität gliedern sich in zwei Bereiche: Drucke in Farbe und in Schwarzweiß. Maximal vergeben wir 100 Punkte. Dabei verarbeiten wir standardmäßig das für den Drucker empfohlene Papier. Bei Qualitätspapier stellen wir den Drucker auf die entsprechende Auflösung ein. Daneben drucken wir auf Normalpapier, um zu sehen, was der Drucker im Textmodus drauf hat. Hier drucken wir bei der niedrigsten Auflösung, die aber nicht dem Tintensparmodus entspricht. Wir vergleichen die Ausdrucke unserer Testkandidaten grundsätzlich mit den Drucken von Vorgängermodellen und dem derzeitigen Top-Gerät. Ausschlaggebend sind die Faktoren: Raster, Farbauftrag und -übergänge, Buchstabenschärfe und Tintenspritzer. Das stellen wir anhand eines Fadenzählers (feine Lupe) fest.
Gleichzeitig testen wir die Farbgenauigkeit des Druckers. Dazu erstellen wir eine Testseite mit Farbfeldern. Diese werden mit Hilfe eines Spectralcolorimeters (Farbmessgerät) von X-Rite eingelesen. Das Ergebnis sind die L*a*b-Werte des Geräts. Sie werden mit Referenzwerten verglichen. Dabei gewähren wir dem Drucker eine Abweichung von +/- 10 Prozent pro Farbwert. Liegen die Messwerte innerhalb dieser Toleranz, werten wir das als Treffer (maximal 5 Punkte). Je mehr Treffer ein Gerät für sich verbucht, desto farbgenauer arbeitet es.
Hier bewerten wir die Leistungsfähigkeit des Tintenstrahldruckers. Wieder unterscheiden wir zwischen Farbe und Schwarzweiß (insgesamt maximal 100 Punkte).
Für das Tempo in Farbe (maximal 50 Punkte) werten wir, wie lange die Testkandidaten für das Acrobat-Dokument, das Testfoto, die sechs Bilder auf einer DIN-A4-Seite in Foto-, Qualitäts- und Normalmodus und die Lokomotive aus Corel Draw (Normal- und Qualitätsmodus) brauchen.
Im Schwarzweiß-Druck (maximal 50 Punkte) werten wir das Tempo des Grauert-Briefs (10 Seiten im Normalmodus) am stärksten, weil er häufigen Anwendungen wie dem Korrespondenz-Druck sehr nahe kommt. Dazu zählen hier der einseitige Grauert-Brief (Qualitätsmodus) sowie die Visio-Testseiten (Normal- und Qualitätsmodus).
Bei diesem Bewertungspunkt steht die Bedienfreundlichkeit im Mittelpunkt.
Wir untersuchen das Handbuch: Ist es deutschsprachig, verständlich und übersichtlich? Ist es ausführlich? Gibt es ein Inhalts- oder Stichwortverzeichnis? Werden mögliche Fehler beschrieben? Enthält das Handbuch ein Glossar, Bilder und Grafiken? Hier vergeben wir für jede positive Antwort 1 Punkt (maximal 10 Punkte). Wie die Installation des Druckers im Handbuch beschrieben ist, beurteilen wir mit maximal 15 Punkten.
Zudem prüfen wir, wie der Drucker verarbeitet ist (maximal 10 Punkte), ob sich seine Patronen einzeln austauschen lassen (maximal 15 Punkte), wie schwierig der Kartuschenwechsel ist (maximal 5 Punkte) und wie gut der Papiertransport geregelt ist (maximal 10 Punkte). Außerdem vergeben wir für ein übersichtliches Frontpanel maximal 5 Punkte. Der Druckertreiber erhält maximal 10 Punkte, wenn er funktional aufgebaut und einfach zu bedienen ist. Ein durchdachter Geräteaufbau und eine einfache Software-Installation sind uns jeweils maximal 2,5 Punkte wert. Bietet der Drucker überdies besondere Ausstattungsmerkmale, kann er dafür maximal 15 Punkte ergattern.
Hier unterscheiden wir die Bereiche Strom- und Tintenverbrauch. Je niedriger der Stromverbrauch des Druckers, desto besser. Für den Verbrauch im Betrieb, im Standby-Modus und ausgeschaltet kann der Drucker je maximal 5 Punkte ergattern.
Außerdem errechnen wir aus der Lebensdauer und dem Preis für Tintenpatronen und Druckkopf die Kosten für eine schwarzweiße und eine farbige DIN-A4-Seite. Sind Druckkopf und Patrone getrennt, gehen sie als getrennte Einheiten in die Rechnung ein. Bilden sie eine Einheit, verwenden wir auch nur einmal den Preis. Die Lebensdauer berechnen wir nach DIN-A4-Seiten. Insgesamt gilt: je sparsamer, desto mehr Punkte.
Zu einem sparsamen Umgang mit Tinte gehören separate Schwarzpatronen, einzeln austauschbare Patronen und Farbtanks, die vom Druckkopf getrennt sind.
Hier bewerten wir vor allem die Garantiezeit. Den zweiten Schwerpunkt bilden die Service-Leistungen der Hersteller. In dieses Kriterium gehen die Ergebnisse unserer Brand-Awareness-Studie ein. Bei dieser Studie befragt die PC-WELT Endanwender, wie zufrieden sie mit den Service-Leistungen ihres Herstellers waren.
Wertvolle Punkte kann sich ein Hersteller mit einem guten Internet-Auftritt verdienen. Dazu gehört beispielsweise eine gut strukturierte Seite, auf der sich auch aktuelle Firmware- oder Treiber-Updates für die eigenen Geräte finden. Ein strukturierter FAQ-Bereich ist uns ebenfalls wichtig. Natürlich ist auch eine deutschsprachige Website positiv.
Außerdem bewerten wir die Hotline des Herstellers. Wichtig ist hierbei, ob sich die Hotline-Nummer problemlos auf der Website finden lässt, wie lange die täglichen Sprechzeiten sind, an wie vielen Tagen die Hotline offen ist und was sie den Anrufer kostet.
Der beste Tintenstrahldrucker in dieser Kategorie erhält 100 Punkte, die übrigen werden entsprechend skaliert.
Bei dieser Beurteilung geht es um das Gesamtbild, das ein Tintenstrahldrucker im Test hinterließ. Dazu recherchieren wir regelmäßig die aktuellen Preise. Aus den Ergebnissen errechnen wir den Mittelwert. Ausgehend von diesem Durchschnittspreis und der Leistung des Tintenstrahldruckers im Test beurteilen wir, ob das Gerät teuer, günstig oder sogar ein wahres Schnäppchen ist.





