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Apple Macbook Pro

12.01.2009 | 11:18 Uhr |

Dank Boot Camp lässt sich das edle Macbook Pro auch mit Windows nutzen. Allerdings funktionieren dann ni cht alle Feinheiten, die der Laptop von Apple mitbringt.

Apple Macbook Pro im Sysmark-Vergleich
Vergrößern Apple Macbook Pro im Sysmark-Vergleich
© 2014

Die Kollegen von der Macwelt haben das Macbook Pro unter Mac OS vermessen : In diesem Test kümmern wir uns darum, wie sich der Apple-Laptop unter Windows schlägt. Dabei kam Windows XP Pro mit Service Pack 3 zum Einsatz: Vista ließ sich zwar problemlos über Boot Camp installieren - das Macbook Pro wollte damit allerdings unsere Benchmarks nicht starten. Mit Windows XP klappte alles problemlos. Viele Neuheiten, die wir im Test des Apple Macbooks vorstellten, treffen auch auf das Macbook Pro zu: Zum Beispiel das extrem solide und schicke Gehäuse im Unibody-Design, der großflächige Touchpad ohne zusätzliche Tasten sowie die frische Hardware wie einen Core 2 Duo P8600 (2,4 GHz) und den Nvidia-Chipsatz Geforce 9400M. Zusätzlich zur Chipsatzgrafik setzt Apple die Nvidia-Grafikkarte Geforce 9600M GT ins Macbook Pro: Unter Mac OS kann man per Treiber zwischen den beiden Grafiklösungen umschalten. Unter Windows XP klappte das allerdings nicht: Hier war immer die Geforce 9600M GT im Einsatz, auch im Akkubetrieb.

Tempo: Im Leistungstest Sysmark 2007 schneidet das Macbook Pro mit 104 Punkten etwas schwächer ab als vergleichbare Notebooks. Das liegt zum einen an Windows XP, zum anderen daran, dass im Macbook Pro nur 2 GB Arbeitsspeicher stecken: Dadurch gerät es gegenüber Notebooks mit 3 oder 4 GB RAM bei speicherintensiven Anwendungen wie Bild- und Videobearbeitung etwas ins Hintertreffen. Zwar baut Apple Module der DDR3-Variante ein - das bringt in punkto Tempo aber keine Vorteile. Besser im Vergleich steht das Macbook Pro beim 3D Mark 06 dar: Hier schaffte es 5843 Punkte. Diese Leistung reicht aus, um viele Spiele auch in der maximalen Displayauflösung von 1440 x 900 zu spielen. Nur bei aktuellen DX9-Spielen müssen Sie die Effekte oder die Auflösung reduzieren.

Ausstattung: Das Schnittstellenangebot des Macbook Pro fällt sehr spartanisch aus - alle Anschlüsse passen auf die linke Seite des Gehäuses. Zum Anschluss eines externen Monitors setzt Apple auf die neue Digital-Schnittstelle Display Port in der Mini-Variante: Damit lässt sich nur Apples neues Cinema Display direkt ans Macbook anstöpseln. Für alle anderen Monitore benötigt man einen zusätzlichen Adapter. Dem Macbook Pro fehlen außerdem ein Speicherkartenleser, ein e-SATA-Port (dafür besitzt es allerdings eine Firewire-800-Buchse) sowie der Anschluss für eine Docking-Station. Zum Vernetzen hat das Macbook Pro aber alles an Bord - und zwar auf dem neuesten Stand: Gigabit-LAN, 11n-WLAN sowie Bluetooth 2.1.

Ergonomie: Große Begeisterung löste im Testlabor das Display des Macbook Pro aus. Es leuchtet mit durchschnittlich 295 cd/m2 extrem hell, die Helligkeit ist angenehm gleichmäßig verteilt und auch beim Kontrast lieferte es Spitzenwerte. Farben stellt das Display sehr satt und natürlich dar, auch die Stabilität des Blickwinkels war überdurchschnittlich. Das Hintergrundlicht lässt sich sehr weit herunterregeln oder ganz abschalten. Eigentlich ein ideales Display für Multimedia und Bildbearbeitung - wäre da nicht die extrem spiegelnde Glanzoberfläche des Panels. Der Lüfter bleibt meist unhörbar - nur bei längerer Belastung röhrte er sehr laut los: Das kam aber selbst während unserer Benchmarks nur sehr selten vor. Ein spürbarer Nachteil des Macbook Pro: Seine Unterseite erhitzt sich schon in kurzer Zeit auf bis zu 45 Grad.

Mobilität: Auch im Akkubetrieb ist beim Macbook Pro unter Windows die stromfressende 3D-Grafikkarte von Nvidia aktiv. Deshalb schaffte es im Akkutest nicht einmal zwei Stunden Laufzeit. Schade eigentlich, denn mit nur 2,5 Kilogramm Gewicht ist das Macbook Pro eines der leichtesten 15,4-Zoll-Notebooks.

Handhabung: Die Tastatur des Macbook Pro ist sehr stabil und auch beim schnellen Tippen leise. Um auch unter der Bettdecke oder während des Nachtflugs arbeiten zu können, aktiviert man die Tastaturbeleuchtung, deren Helligkeit sich einstellen lässt. Der große Touchpad reagierte unter Windows zu leichtgängig, teilweise hüpfte der Mauszeiger unkontrollierbar über das Display. Für einen Rechtsklick braucht man drei Finger: Zwei müssen auf dem Touchpad-Feld liegen, einer drückt die Maustaste. Inzwischen hat Apple ein Treiber-Update veröffentlicht, dass diese Mängel beheben soll ( Download Treiberupdate Multitouch Trackpad unter Wiondows XP und Vista ).

Fazit: Apple lässt sich das hochwertige Display und die edle Verarbeitung fürstlich bezahlen. Mehr Rechenleistung, Akkulaufzeit und Ausstattung bekommen Sie woanders deutlich günstiger. Wenn Geld keine Rolle spielt, ist das Macbook Pro auch für Windows-Anwender einen Blick wert.

Alternativen: Mit schickem Design und einem hochwertigen Display überzeugt das Dell Studio 15 , das außerdem ein Blu-Ray-Laufwerk mitbringt.

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