225282

Nikon Coolpix S70 im Test

01.12.2009 | 11:16 Uhr |

Die Nikon Coolpix S70 setzt ein OLED-Display ein, das uns durch satte Farben und hohem Kontrast überzeugte. Lesen Sie im Test, ob uns auch die inneren Werte gefielen.

Die Nikon Coolpix S70 kommt im schicken flachen Gehäuse - wahlweise in zwei unterschiedlichen Rottönen oder komplett in schwarz gehalten mit lederähnlicher Oberfläche. Das Display ist mit 3,5 Zoll überdurchschnittlich groß und berührungsempfindlich.

Handhabung: Die Bedienung per Touchdisplay war zum Teil etwas schwerfällig, da die Nikon Coolpix S70 nicht immer gleich auf das Antippen reagierte. Außerdem brauchte die Kamera relativ lange zum Auslösen und auch, um nach einer Aufnahme wieder betriebsbereit zu sein. Gut gefallen hat uns jedoch, dass die Nikon Coolpix S70 über einen Schiebemachanismus vor dem Objektiv anzuschalten ist - der Schalter dient also zugleich als Schutz für die Linse.

Bildqualität: Bei der Nikon Coolpix S70 stellten wir einen deutlichen Randabfall um bis zu 1,3 Blenden fest. Das ist sehr viel und vor allem bei hellen Motiven sichtbar. Die Eingangsdynamik war sehr hoch, was bedeutet, dass die Kamera auch Motive mit hohem Kontrast und vielen Details naturgetreu einfängt, ohne dass Lichter und Schatten überstrahlen beziehungsweise absaufen. Auch in punkto Bildrauschen überzeugte uns die Nikon Coolpix S70 - selbst bei hoher Lichtempfindlichkeit waren die Messwerte sehr gut.

Weniger gut ist es jedoch um die Auflösung und den Wirkungsgrad der Nikon Coolpix S70 bestellt: Bei mittlerer und langer Brennweite fiel die Auflösung zum Bildrand hin stark ab, im Weitwinkel verlief sie sehr ungleichmäßig. Insgesamt ergab dies einen nur ausreichenden Wirkungsgrad.

Ausstattung: In der Nikon Coolpix S70 kommt ein optischer Bildstabilisator zum Einsatz, der über eine bewegliche Linsengruppe im Objektiv arbeitet. Das 3,5-Zoll-Display ist in OLED-Technik gefertigt, ist also besonders kontrastreiche und farbintensiv.

Fazit: Die Nikon Coolpix S70 produzierte wenig Bildrauschen und hatte einen hohen Dynamikumfang. Dafür verlief ihre Auflösung sehr ungleichmäßig, und auch die Helligkeit ließ zum Bikdrand hin stark nach. Auch mit dem Bedienkonzept per Touchscreen konnten wir uns aufgrund der teils trägen Reaktion nicht recht anfreunden. Ein Knaller ist jedoch das Design der Nikon Coolpix S70.

Alternative: Für etwa 50 Euro weniger bekommen Sie die Nikon Coolpix P6000 . Sie war der Nikon Coolpix S70 in Sachen Wirkungsgrad und Vignettierung (Randabfall) überlegen, schnitt allerdings nicht ganz so gut bei den Dynamikmessungen ab. Dafür war das Rauschverhalten bei beiden Modellen sehr gut.

Varianten:
Nikon Coolpix S70 schwarz
Nikon Coolpix S70 rot

0 Kommentare zu diesem Artikel
225282