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Vergleichstest Flachbildfernseher

Der beste Fernseher: Plasma oder LCD

21.02.2013 | 17:00 Uhr |

Die LCD-Technik dominiert den Markt bei modernen Fernsehern. Aber Plasma-TVs haben durchaus Vorteile. Wir haben aktuelle TVs getestet und zeigen die Unterschiede.

Der Markt der Flachbildfernseher wird dominiert von Modellen, die auf der LCD-Technik basieren. Flachbildfernseher, die nach der Plasma-Technik arbeiten, fristen dagegen ein Nischendasein. Nur wenige Hersteller wie Panasonic und Samsung bieten neben einer LCD-Produktlinie zusätzlich Flachbildfernseher in der Plasma-Technik. Dabei haben Plasma-Fernseher durchaus Vorteile gegenüber LCD-Modellen. Nachteile allerdings auch. Wir zeigen die Unterschiede.
 
Helligkeit und Kontrast: LCD heller, Plasma kontrastreicher
 
Plasma-Fernseher wie der Panasonic TX-P50VT50E liefern grundsätzlich ein dunkleres Bild als LCD-TVs. LCD-Geräte wie der Sony KDL-55HX955 zeigen dagegen ein helleres Bild und passen daher besser in ausgeleuchtete Räume. Sie sind flexibler einsetzbar und eignen sich gut für das normale tägliche Fernsehen. Plasma-TVs eignen sich dagegen besonders für Cineasten, die hauptsächlich auf ein gutes Bild bei der Wiedergabe von Spielfilmen wert legen. Zu dieser Bildqualität trägt auch der hervorragende Kontrast bei, den Plasma-Bildschirme bieten. Plasma-TVs wie der Panasonic TX-P50VT50E können echtes Schwarz wiedergeben, während LCD-Modelle wie der Toshiba 47YL985G maximal ein dunkles Grau schaffen. Um einem möglichst 100prozentigen Schwarz nahe zu kommen, bedienen sich die Hersteller deshalb diverser elektronischer Tricks. Etwa durch das Dimmen der LEDs oder gar das komplette Abschalten der entsprechenden LEDs bei dunklen Bildbereichen in Filmen oder TV-Sendungen. Dazu muss jedoch der gesamte Bildschirm mit LEDs ausgeleuchtet sein (Direct-LED-Technik). Bei günstigeren LCD-Fernsehern nutzen die Hersteller dagegen die Edge-LED-Technik. Hier liegen die LEDs nur am Rand des Panels und beleuchten von hier aus den gesamten Bildschirm mit gleichbleibender Lichtstärke. Eine selektive Helligkeitssteuerung der LEDs ist nicht möglich.
 
Blickwinkelabhängigkeit und Farbdarstellung: Plasma vorne
 
Bei Plasma-TVs gibt es keine Blickwinkelabhängigkeit. Die Bildqualität bleibt auch bei einem schrägen Betrachtungswinkel uneingeschränkt erhalten. LCD-TVs kämpfen dagegen bei einer seitlichen Betrachtung mit einem Verlust an Kontrast und einer deutlichen Farbverfälschung. Um diese Qualitätsverluste der Darstellung bei schräger Betrachtung möglichst zu minimieren, müssen die Hersteller auf teure IPS-Panels zurückgreifen. Ganz ausmerzen lässt sich dieser Nachteil der LCD-TVs jedoch nicht. Die Plasma-Technik liefert zudem grundsätzlich eine bessere und natürlichere Farbwiedergabe. Besonders augenfällig wird dies bei Hauttönen. Plasma-Fernseher bieten hier eine natürliche und realistische Wiedergabe. LCD-TVs, besonders im preiswerteren Bereich, haben dagegen Schwierigkeiten diese schwierigen Farbnuancen realistisch wiederzugeben. Aktuelle Highend-LCD-Modelle wie der Philips 55PFL7007K haben jedoch deutlich aufgeholt und bieten eine vergleichbar gute Farbdarstellung.  
 
Stromverbrauch: LCD-TVs klar im Vorteil
 
Plasma-TVs verbrauchen - auch wenn die Hersteller bei modernen Geräten den Energieverbrauch gesenkt haben - deutlich mehr Strom als vergleichbare LCD-Modelle. Der Panasonic TX-P50VT50E beispielsweise benötigt je nach Bildhelligkeit zwischen etwa 200 und bis zu 350 Watt. Der LCD-TV Samsung UE55ES7090 liegt dagegen bei lediglich 115 bis 150 Watt.
 
Preis: Plasma-TVs sogar preiswerter
 
Beim Preis gibt es zwischen den beiden Techniken kaum Unterschiede. Früher waren Plasma-Modelle gegenüber vergleichbaren LCD-Fernsehern deutlich teurer. Heute liegen die beiden Techniken preislich meist gleichauf. Teilweise hat sich der Trend sogar umgedreht. So kostet bei Panasonic das aktuelle LCD-Spitzenmodell TX-L55WT50E 2599 Euro, während das vergleichbare Plasma-Modell TX-P55VT50E 500 Euro günstiger ist (Listenpreise).

PC-WELT-Test-Sieger
Vergrößern PC-WELT-Test-Sieger

Testsieger Plasma: Der Flachbildfernseher Panasonic TX-P50VT50E überzeugt dank seines Plasma-Panels mit einer überdurchschnittlich guten Bildqualität. Der Kontrast ist sehr hoch, die Farbdarstellung entsprechend satt und intensiv. Die Ausstattung entspricht dem Standard aktueller TVs. Die Bedienung ist einfach und problemlos. Lediglich der Stromverbrauch liegt durch das Plasma-Panel auf hohem Niveau.

PC-WELT-Test-Sieger
Vergrößern PC-WELT-Test-Sieger

Testsieger LCD: Der Flachbildfernseher Sony KDL-55HX955 bietet eine überzeugende Bildqualität mit natürlicher Farbwiedergabe, hohem Kontrast und einer hellen Darstellung. Der Stromverbrauch liegt auf niedrigem Niveau. Ein Kritikpunkt ist die wacklige Verbindung zwischen Bildschirm und Standfuß.

Vergleichstest: Der beste Flachbildfernseher

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