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Medion Akoya E4320 MD 8396

29.09.2008 | 20:55 Uhr |

Mit dem Medion Akoya E4320 MD 8396 bringt der Discounter Aldi diesmal einen besonders knapp kalkulierten PC. Wir klopfen den 500-Euro-Rechner auf Stärken und Schwächen ab.

Der Vorgänger basierte noch auf einer AMD-Plattform, beim Medion Akoya E4320 MD 8396 vertraut der Discounter jetzt wieder auf ein Grundgerüst von Intel. Basis des neuen Aldi-PCs ist die MSI-Hauptplatine MS-7502 mit Intels G33-Chipsatz - eine Spezialanfertigung für Medion. Allerdings nutzt der Aldi-PC nicht die im Chipsatz integrierte Grafiklogik, sondern eine 16x-PCI-Express-Grafikkarte - ebenfalls eine MSI-Sonderanfertigung.

Prozessor und Speicher

Auch der Prozessor stammt von Intel. Der Core 2 Duo E7300 gehört zur aktuellen Wolfdale-Baureihe, die allerdings im Vergleich zur 8000er-Familie mit 3 MB L2-Cache nur halb so viel Pufferspeicher mitbringt. Der Doppelkern-Prozessor arbeitet mit 2,67 GHz, der Front Side Bus läuft mit 333 MHz. Dementsprechend verbaut Medion beim Akoya E4320 MD 8396 Arbeitsspeicher des Typs DDR2-667. Die insgesamt 3 GB Arbeitsspeicher sind auf vier DDR2-SDRAM-Module verteilt, zwei mit 1 GB und zwei mit 512 MB, so dass die Riegel im Dual-Channel-Modus arbeiten. Allerdings sind dadurch alle Speichersteckplätze belegt. Die Swissbit-Module arbeiten mit den Zugriffszeiten 5-5-5-5-15.

Grafikkarte

Die 16x-PCI-Express-Grafikkarte basiert auf Nvidias Geforce 9500GS. Der Chip- und Speichertakt beträgt 550 beziehungsweise 500 MHz. Die 32 Unified Shader (Streaming Prozessoren) laufen mit 1375 MHz. Dem Grafikchip sind 512 MB DDR2-SDRAM zur Seite gestellt, die über ein 128 Bit breites Speicher-Interface angeschlossen sind. Die DirectX-10-Grafikkarte unterstützt HDCP und SLI.

An Video-Ausgängen steht eine Dual-Link-DVI-I- sowie eine moderne HDMI-Schnittstelle zur Verfügung. Per beigelegtem Adapter lässt sich über die DVI-Buchse aber auch ein Bildschirm mit analogem D-Sub-Eingang anschließen. Zusätzlich besitzt die Front-Blende der Grafikkarte einen S-Video-Ausgang, ein YUV-Adapter dafür ist im Lieferumfang enthalten.

Laufwerke

Als Massenspeicher dient die 640-GB-Festplatte Western Digital WD6400AACS. Das SATA/300-Laufwerk stammt aus der Caviar-Green-Baureihe, die sich durch einen besonders niedrigen Stromverbrauch auszeichnet. Der Pufferspeicher der 3,5-Zoll-Festplatte beträgt 16 MB, die Rotationsgeschwindigkeit liegt bei 7200 Umdrehungen pro Minute. Die nutzbare Kapazität liegt bei rund 596 GB.

Wem das nicht genügt, kann entweder bis zu zwei noch freie interne Schächte für ein weiteres 3,5-Zoll-Laufwerk nutzen – passend dazu gibt’s auf der Hauptplatine noch zwei freie SATA-Buchsen. Oder Sie docken mit einer externen Festplatte am „Datenhafen 2“ an, der sich auf der Oberseite des Gehäuses befindet. Aufgrund der proprietären Schnittstelle der Docking-Bay sind Sie dann allerdings auf Medion-Produkte angewiesen.

Der DVD-Brenner des Akoya E4320 MD 8396 stammt von LG Electronics: Der LG GH20NS10 versteht sich auf alle gängigen Formate. Das SATA-Laufwerk beschreibt CD-Rs mit 48-, CD-RWs mit 40-, DVD-Rs und DVD+Rs mit 20-, DVD-RW mit 6-, DVD+RWs mit 8-, DVD-R DL und DVD+R DL mit 10- sowie DVD-RAMs mit 12facher Geschwindigkeit. Lightscribe beherrscht der DVD-Brenner nicht.

Weitere Hardware

Bereits im Chipsatz integriert ist ein 7.1-Raumklang-Audio- sowie der 10/100-Mbit-Netzwerk-Chip. Das Fortron-Netzteil FSP350-60MDN stellt eine Nennleistung von 350 Watt zur Verfügung. Allerdings liefert die 12-Volt-Schiene nur 19,5 Ampere - zu wenig für viele High-End-Grafikkarten. Außerdem hat Medion beim Akoya E4320 MD 8396 einen Kartenleser eingebaut, der über einen abdeckbaren Schacht auf der Vorderseite zugänglich ist. Der Kartenleser unterstützt folgende Formate: CF I und II, MD, MS, MS Pro, MS Duo, SD, MMC und XD. Im Lieferumfang enthalten ist auch eine Standard-Tastatur (Chicony KB-9810) sowie die optische Logitech-Maus M-UAE96.

Schnittstellen

Auf der Vorderseite befinden sich neben dem Kartenleser noch eine Kopfhörer- und Mikrofon-Buchse, zwei USB- und zwei Firewire-Anschlüsse sowie ein moderner eSATA-Port für externe Festplatten. Die Rückseite des Medion Akoya MD 8835 bietet je einen seriellen, Firewire- und Netzwerkanschluss sowie zwei PS/2- und sechs USB-Buchsen. Für Audio-Signale stehen ein analoger Ein- und vier Ausgänge (Front, Rear, Center, Surround) sowie zwei digitale Ausgänge (optisch und koaxial) zur Verfügung. Die Hauptplatine bietet noch folgende freie Schnittstellen: zwei PCI-, einen 1x-PCI-Express sowie zwei SATA-Buchsen - eine parallele Laufwerks-Schnittstelle fehlt. Damit sind die Aufrüstmöglichkeiten begrenzt.

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