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Dell XPS 13 im Test

26.04.2012 | 16:00 Uhr |

Neuzugang bei den Ultrabooks: Das Dell XPS 13 fordert Macbook Air und Co. heraus - und macht dabei keine schlechte Figur.

Schon der erste Blick auf das XPS 13 macht klar: Dell will in der Ultrabook-Champions-League mitspielen und das Apple Macbook Air angreifen. Das 13,3-Zoll-Notebook ist flach, leicht, edel verarbeitet - und sehr teuer: Die Testausstattung mit Core i7 und 256 GB SSD kostet 1500 Euro. Dell bietet außerdem eine günstigere Konfiguration für 1150 Euro mit Core i5-2467M und 128 GB SSD an. Der stabile Displaydeckel ist aus Aluminium, für das Gehäuse nutzt Dell eine Magnesium-Karbon-Legierung, die auf der Handballenablage angenehm aufgeraut ist und von einem silbernen Alu-Rahmen umfasst wird. Ebenfalls sehr schick: Der Bildschirm-Rahmen sitzt mit dem Display unter einer Glasfront, in ihn sind Webkamera, zwei Mikrofone und ein XPS-Logo integriert. Selbst die Unterseite hat Dell beim Gehäuse-Design nicht vergessen: Sie verziert kein Windows-Lizenzaufkleber. Der ist unter einer visitenkartengroßen Blechabdeckung verborgen.

Das Display schützt ein stabiler Aluminium-Deckel
Vergrößern Das Display schützt ein stabiler Aluminium-Deckel

Das XPS 13 fasst sich extrem wertig an, alle Ränder hat Dell abgerundet, um unangenehm scharfe Kanten zu vermeiden. Ganz perfekt ausbalanciert ist das Gehäuse aber nicht: Wenn Sie den Deckel öffnen, hebt sich das Gehäuse etwas mit. Außerdem wippelt das Ultrabook, wenn Sie ans weit geöffnete Display stoßen.

Geschwindigkeit: Das geht ganz schnell

Das Dell XPS 13 ist das bisher schnellste Ultrabook: Dazu trägt der Dual-Core-Prozessor Intel core i7-2637M (1,7 GHz) seinen Teil bei. Aber vor allem die sehr schnelle Samsung-SSD im mSATA-Format macht das Ultrabook zum Renner. Selbst andere Core-i7-Ultrabooks mit SSD hängt das XPS 13 um rund sieben ab, SSD-Ultrabooks mit Core i5 sind rund 15 Prozent langsamer. Dank SSD ist auch Windows schnell startklar - das XPS 13 erledigt das in 20 Sekunden.

GESCHWINDIGKEIT

Dell XPS 13 (Note: 1,35)

Geschwindigkeit bei Büro-Programmen

294 Punkte

Geschwindigkeit bei Multimedia-Programmen

261 Punkte

Geschwindigkeit bei 3D-Spielen

1772 Punkte

Startzeit

20 Sekunden

Das Dell XPS 13 bietet nur wenig Anschlüsse - links zum Beispiel USB 2.0 und einen Audioausgang
Vergrößern Das Dell XPS 13 bietet nur wenig Anschlüsse - links zum Beispiel USB 2.0 und einen Audioausgang

Ausstattung: Wichtige Anschlüsse fehlen

Das Dell XPS 13 ist zwischen 13,7 und 17,3 Millimeter flach - klar, dass an ein derartig schmales Gehäuse nicht viele Anschlüsse passen. Doch Dell übertreibt es: Am XPS 13 finden Sie keinen Kartenleser, keinen LAN-Port, keinen HDMI-Ausgang, sondern nur jeweils einen USB-2.0- und USB-3.0-Anschluss sowie einen Mini-Displayport. LAN, HDMI und DVI-D lassen sich über Adapter nachrüsten - das kostet Sie 43 beziehungsweise 22 Euro. Wie es besser geht, zeigt zum Beispiel das Toshiba Satellite Z830-10J . Kabellos ins Netzwerk kommen Sie mit dem Dell XPS 13 über das eingebaute Intel-Kombi-Modul mit 11n-WLAN und Bluetooth 3.0. Wie das HP Folio 13 versteht auch das Dell XPS 13 die Intel-Technik Smart Connect : Das Ultrabook wacht dabei regelmäßig kurz aus dem Ruhemodus auf, um Mails oder Facebook-Updates zu aktualisieren. Auf dem Gerät im Test lief übrigens Windows 7 Home Premium. Sie bekommen das XPS 13 gegen 70 Euro Aufpreis auch mit Win 7 Professional.

Bildschirm: Hell, aber spiegelnd

Das Display des Dell XPS 13 ist gut: Es zeigt hohe Helligkeit, guten Kontrast und ist gleichmäßig ausgeleuchtet. Für draußen ist es aber trotzdem nicht ideal, weil es eine spiegelnde Oberfläche besitzt. Außerdem sinken Kontrast und Farbsättigung sofort, wenn Sie schräg von unten auf den Bildschirm schauen. Anders als Apple beim Macbook Air 13 oder Asus beim Zenbook UX31E spendiert Dell seinem Ultrabook nur die übliche Auflösung von 1366 x 768 Bildpunkten.

BILDSCHIRM

Dell XPS 13 (Note: 2,70)

Größe

33,7 Zentimeter / 13.3 Zoll

Auflösung

1366 x 768 Bildpunkte

Punktedichte

118 dpi

Helligkeit

254 cd/m²

Helligkeitsverteilung

85 %

Kontrast

713:1

Entspiegelung

gering

Dell XPS 13 im Akkubetrieb: Ausdauern und schnell

Im Akkubetrieb hält das Dell XPS 13 rund 7,5 Stunden durch - wie andere gute Ultrabooks auch. Das Asus Zenbook UX31E läuft rund neun Stunden, bremst dabei aber den Prozessor. Der Core i7 im XPS 13 darf dagegen auch ohne Netzstrom Vollgas geben, wenn es die Software fordert und ist damit nicht so sparsam, aber deutlich effizienter im Akkubetrieb.

MOBILITÄT

Dell XPS 13 (Note: 3,19)

Akkulaufzeit

7:33 Stunden

Gewicht: Notebook (mit Akku) / Netzteil

1355 / 254 Gramm

Tastatur: Begeistert Viel-Tipper

Die Tasten im Dell XPS 13 sind leicht wannenförmig daher sicher zu treffen. Wie bei fast allen Ultrabooks fällt der Tastenhub etwas flach aus. Doch die stabile Tastatur und der ordentliche Druckpunkt machen dieses Manko wett -Sie können darauf sogar im Dunklen tippen, denn sie ist beleuchtet. Das Tippen macht auf dem XPS 13 daher genauso viel Freude wie die Maussteuerung über das große Glas-Touchpad mit integrierten Tasten: Die knacken beim Drücken zwar übertrieben laut, haben dafür aber einen angenehm eindeutigen Druckpunkt. Das Touchpad unterstützt Gesten mit bis zu vier Fingern.

Hat das Dell XPS 13 viel zu tun, pustet der Lüfter deutlich hörbar, um die Komponenten zu kühlen. Das gelingt ihm aber nicht ganz perfekt: Nach rund einer Minute senkt der Prozessor seine maximale Taktrate im Turbo-Boost-Modus von 2,5 auf 2,3 GHz. Außerdem erwärmt sich das Ultrabook spürbar auf der Unterseite, weil der Lüfter die Abwärme nach unten aus dem Gehäuse bläst - auf den Oberschenkeln sollten Sie das XPS 13 daher in diesem Fall nicht für längere Zeit platzieren.

UMWELT UND GESUNDHEIT

Dell XPS 13 (Note: 3,63)

Betriebsgeräusch: geringe /hohe Last

0,1 / 1,9 Sone

Dell XPS 13 im Test: Fazit

© 2014

Das Dell XPS 13 ist ein Top-Ultrabook: Es ist hervorragend verarbeitet, bietet eine hohe Rechenleistung und einen klasse Bildschirm. Doch das gilt auch für andere Ultrabooks wie das Asus Zenbook UX31E, das HP Folio 13 oder das Toshiba Satellite Z830-10J, die deutlich günstiger sind.

Diese Premium-Geräte liegen im Test so eng zusammen, dass Details den Ausschlag für das XPS 13 geben können wie die Smart-Connect-Funktion und die gute Tastatur - oder gegen das Dell-Ultrabook sprechen wie die wenigen Anschlüsse und das sich erwärmende Gehäuse.

TESTERGEBNIS (NOTEN)

Dell XPS 13

Testnote

2,87 (befriedigend)

Preis-Leistung

teuer

Geschwindigkeit (15%)

1,35

Ausstattung (15 %)

3,79

Bildschirm (20%)

2,70

Mobilität (35%)

3,19

Tastatur (5%)

1,97

Umwelt und Gesundheit (5%)

3,63

Service (5%)

3,32

ALLGEMEINE DATEN

Dell XPS 13

Internetadresse

www.dell.de

Preis (unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers / Straßenpreis)

1499 Euro / 1499 Euro

Technische Hotline

069/97927200

Garantiedauer

12 Monate

DIE TECHNISCHEN DATEN

Dell XPS 13

Prozessor (Taktrate)

Intel Core i7-2637M (1,70 GHz)

verfügbarer Arbeitsspeicher (eingebauter Arbeitsspeicher), Typ

3982 MB (4096 MB), DDR3-1333

Grafikchip (Grafikspeicher)

Intel HD Graphics 3000 (max. 1,84 GB vom Arbeitsspeicher))

Bildschirm: Diagonale, Auflösung, Typ

13.3 Zoll (33.7 Zentimeter), 1366 x 768, spiegelnd

Festplatte

218,2 GB (nutzbar)

optisches Laufwerk

-

Betriebssystem

Windows Home Premium 64 Bit SP1

LAN

nicht vorhanden

WLAN

802.11n

Bluetooth

3.0+HS

Schnittstellen Peripherie

1x USB 2.0 (links), 1x USB 3.0 (rechts)

Schnittstellen Video

0x VGA (), 0x DVI (, ), 0x TV-In (), 0x TV-Out (), 0x HDMI (), jax Displayport (rechts (Mini)), 1x Webcam

Schnittstellen Audio

Mikrofon, Audioausgang

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