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Ultra-mobiles Notebook mit Skylake-CPU

Dell XPS 13 (9350) im Test

14.12.2015 | 12:30 Uhr |

Skylake-Bonus: Außer dem Prozessor ändert Dell wenig am XPS 13. Genau darum wird das Ultrabook noch besser wie unser Test zeigt.

Der extrem schmale Rahmen ums Display, das leichte Gehäuse, die edlen Materialen: Die neue Version des Dell XPS 13 nimmt alle Vorzüge des Vorgängers auf. Der Bildschirm-Rahmen ist nur 4,7 Millimeter breit, bei Standard-Notebooks misst er meist 15 Millimeter oder mehr. Dadurch wirkt das Display größer und das Notebook schmaler. Deckel und Unterseite sind aus Aluminium gefertigt, die Handballenablage aus Karbonfaser mit einer weichen Soft-Touch-Oberfläche. Das fühlt sich angenehm an, auf der Oberfläche bleiben aber schnell Gebrauchsspuren zurück.

Test-Fazit Dell XPS 13

Das Dell XPS 13 ist ein gelungenes Update eines fast perfekten Ultrabooks. Der neue Skylake-Prozessor bringt höheres Tempo und längere Akkulaufzeit. Verarbeitung, Displayqualität und Tastatur sind weiterhin hervorragend. Das Dell XPS bleibt damit eines besten ultra-mobilen Notebooks, wenn Sie auf Touch und 2-1-Flexibilität verzichten können. Und damit auch die beste Windows-Alternative zum Macbook Pro Retina.

+ sehr ansprechendes Design

+ leicht

+ helles, kontrastreiches Display

- Touchpad zu glatt

TESTERGEBNIS (NOTEN)

Dell XPS 13 (9350)

Testnote

gut (2,50)

Preis-Leistung

teuer

Mobilität (35 %)

2,89

Bildschirm (20 %)

1,52

Geschwindigkeit (15 %)

1,42

Ausstattung (15 %)

3,16

Tastatur (5 %)

2,75

Umwelt und Gesundheit (5 %)

4,00

Service (5 %)

4,23

Skylake-Update: Core i5 der sechsten Generation

Im neuen XPS 13 arbeitet ein Skylake-Prozessor aus Intel sechster Core-Generation: Im Test ist es mit seinem Core i5-6200U (2,3 GHz Standard-Takt, 2,8 GHz im Turbo-Boost) meist schneller als der Vorgänger mit einem Core i7 aus der Vorgänger-Generation Broadwell. Nur ganz selten kann der Core i7 seine höhere Taktrate ausnutzen - etwa im CPU-Test Cinebench R15 oder bei aufwändiger Umwandlung von Videoformaten.

Mehr Tempo verspricht auch die SSD: Dell setzt auf eine Samsung PM951, die per NVMe-Protokoll über PCI-Express arbeitet. Die  System-Benchmarks können das nicht belegen: Das neue Dell XPS 13 ist in den Storage-Tests etwas langsamer als der Vorgänger. Ein ähnliches Problem mit einer NVMe-SSD konnten wir schon im Test des Microsoft Surface Pro 4 feststellen.

Den größten Tempozuwachs durch den Umstieg auf Skylake bekommen Sie bei der 3D-Geschwindigkeit: Die Intel HD Graphics 520 arbeitet ein Plus von 25 bis 10 Prozent je nach Benchmark heraus. Dadurch wird das Dell XPS 13 nicht zum Gaming-Notebook. Aber die GPU kann dem Prozessor auch bei vielen Standard-Programmen unter die Arme greifen und beschleunigt so das System-Tempo.

Ein zweites Debut: XPS 13 mit USB Typ C

Am Gehäuse sitzt beim Dell XPS 13 eine neue Schnittstelle: Statt Mini-Displayport hat Dell an der linken Seite einen Typ-C-Stecker platziert. Er gibt über Thunderbolt 3 Displayport-Signale an einen externen Monitor aus, unterstützt USB 3.1 und außerdem können Sie das Notebook darüber laden. Einen extra Stromanschluss hat das XPS 13 aber auch sowie zwei USB-3.0-Anschlüsse. Sie brauchen also nur für den Anschluss eines externen Monitors ein passendes Kabel, denn Dell legt keinen Typ-C-Adapter bei. Das entsprechende Zubehör ist noch nicht erhältlich: Ab nächstem Jahr will Dell eine Adapterbox mit HDMI, VGA, USB 3.0 und LAN anbieten, denn einen Netzwerkanschluss hat das XPS 13 auch nicht. Außerdem wird es eine Thunderbolt-Docking-Station geben, über die Sie das Notebook laden und mit zu drei Full-HD- oder zwei 4K-Displays verbinden. Im schmalen Displayrahmen ist am üblichen Platz oben in der Mitte kein Platz für Web-Kamera. Deshalb sitzt auch beim neuen XPS 13 die Kamera unten links im Bildschirmrahmen: Diese Perspektive birgt Doppelkinngefahr bei Videotelefonaten.

Fast nur Bildschirm: Der sehr schmale Displayrahmen imacht das Dell XPS 13 einzigartig
Vergrößern Fast nur Bildschirm: Der sehr schmale Displayrahmen imacht das Dell XPS 13 einzigartig
© Dell

Fast perfekter Bildschirm: Entspiegelt, hell, kontraststark

Der Bildschirm des Ultrabook zeigt die Full-HD-Auflösung 1920 x 1080 Pixel und hat eine matte Oberfläche. Die Punktedichte von 166 ppi ergibt ein angenehm scharfes Bild. Wer bessere Augen hat, kann die Skalierung reduzieren, die Dell ab Werk bei 150 Prozent einstellt. Vom XPS 13 gibt es außerdem eine Version mit QHD+ (3200 x 1800 Pixel) als Touchscreen mit glänzender Oberfläche. Die Darstellung ist sehr hell mit einem sehr guten Kontrast. Einzig die Helligkeitsverteilung fällt nicht optimal aus - ein komplett weißer Bildschirm ist oben erkennbar dunkler. Aber das ist das einzige Manko des ansonsten hervorragenden Bildschirms, mit dem Sie dank der hohen Helligkeit und der matten Oberfläche auch draußen problemlos arbeiten können.

Weniger Gewicht, größerer Akku

Dell hat das XPS 13 abgespeckt gegenüber dem Vorgänger, die Skylake-Version wiegt nur noch 1220 Gramm. Trotzdem steckt ein Akku mit etwas höherer Kapazität im Ultrabook: Dank höherer Packungsdichte fasst er nun 57 Wattstunden. Zusammen mit dem sparsameren Skylake-Prozessor gewinnt das neue XPS 13 dadurch an Laufzeit: Beim WLAN-Test hält es rund 45 Minuten länger durch als der Vorgänger und schafft 7:18 Stunden. Ein sehr ordentliches Ergebnis, das nur die Macbooks Air 13 und Retina Pro 13 mit rund neun Stunden deutlich überbieten. Insgesamt arbeitet die Skylake-Version rund 0,5 Watt sparsamer als der Vorgänger.

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Die hintergrundbeleuchtete Tastatur gehört auch in der neuen Version zu den größten Vorzügen des XPS 13: Die Tasten haben einen klaren Druckpunkt und einen ordentlichen Hub, auch beim schnellen Tippen klappert nichts. Gewöhnungsbedürftig ist weiterhin das etwas zu glatte Touchpad. Der Lüfter regt sich seltener als beim Vorgänger: Unter Last ist er hörbar, aber nie störend laut. Dafür erwärmt sich das Skylake-Modell auf der Unterseite auf knapp über 50 Grad - etwas mehr als der Vorgänger mit Broadwell: Auch deswegen, weil Dell im Bios den Temperaturschwellenwert für den Lüfter höher ansetzt.

Beim Vorgänger bemängelten einige Käufer ein störendes Spulenfiepen im Gehäuse: Das trat auch bei unserem Testgerät zu Beginn auf - und zwar sowohl aus dem Notebook selbst als auch im Netzteil. Nach rund drei Tagen Test ließ es sich allerdings nicht mehr vernehmen und tauchte auch bis Testende nicht mehr auf.

GESCHWINDIGKEIT

Dell XPS 13 (9350) (Note: )

Geschwindigkeit bei Büro-Programmen

96 Punkte (von 100)

Geschwindigkeit bei Multimedia-Programmen

95 Punkte (von 100)

Geschwindigkeit bei 3D-Spielen

85 Punkte (von 100)

Startzeit

12 Sekunden

BILDSCHIRM

Dell XPS 13 (9350) (Note: 1,52)

Größe

33,8 Zentimeter / 13.3 Zoll

Auflösung

1920 x 1080 Bildpunkte

Punktedichte

166 dpi

Helligkeit

347 cd/m²

Helligkeitsverteilung

77 %

Kontrast

1006:1

Entspiegelung

hervorragend

MOBILITÄT

Dell XPS 13 (9350) (Note: 2,89)

Akkulaufzeit

7:18 Stunden

Gewicht: Notebook (mit Akku) / Netzteil

1220,00 / 0,26 Gramm

UMWELT UND GESUNDHEIT

Dell XPS 13 (9350) (Note: 4,00)

Betriebsgeräusch: geringe /hohe Last

0,1 / 1,3 Sone

Wärmeentwicklung  

50,8 Grad (Unterseite) / 46,0 Grad (Tastatur)

ALLGEMEINE DATEN

Dell XPS 13 (9350)

Internetadresse von Dell

www.dell.de

Preis (unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers / Straßenpreis)

1299 Euro / 1299 Euro

Technische Hotline

069/97927200

Garantiedauer

12 Monate

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