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Dell Streak 7 im Test

06.07.2011 | 09:30 Uhr |

Kleines Tablet – kleiner Preis: Nur rund 350 Euro kostet 7-Zoll-Tablet Dell Streak 7. Dafür gibt's kein iPad 2, klar. Aber vielleicht ein Schnäppchen-Tablet? Der Test zeigt es.

Auf dem Dell Streak 7 läuft Android 2.2 – nicht mehr die frischeste Version von Googles Mobil-Betriebssystem und schon gar nicht auf Tablets angepasst wie Android 3.0 (Honeycomb). Allerdings arbeitet das Streak 7 schon mit einem passenden Prozessor: Die Doppelkern-CPU Tegra 2 steckt auch in anderen Honeycomb-Tablets wie dem Motorola Xoom. Ob das Dell Streak 7 offiziell ein Update auf Android 3.x bekommt, ist unklar. Im Internet kursieren aber schon Android-3.1-ROMs fürs Dell Streak 7. Unser Testgerät zeigte übrigens ein paar Macken: Manchmal fror es ein und ließ sich nicht mehr über den Bildschirm bedienen, hin und wieder dauerte das Herunterfahren extrem lange.

Ausstattung

Telefonieren oder mobil online gehen kann man mit dem Streak 7 nicht: Zwar hat das 7-Zoll-Tablet einen SIM-Karten-Einschub. Aber darin steckt eine Dummy-Karte, die sich nicht entfernen lässt. Inzwischen bietet Dell auch eine 3G-Version des Streak 7 an: Sie kostet 400 Euro. Das WiFi-Modell, dsa wir im Test hatten, bietet 11n-WLAN sowie Bluetooth 2.1. Im Tablet stecken 16 GB Speicher – nicht übermäßig viel, aber zu diesem Preis okay. Für mehr Speicherplatz kann man eine SD-Karte ins Streak schieben. Ein normaler USB- oder HDMI-Anschluss fehlt dem Streak. Es besitzt auf der Unterseite eine 30-Pin-Buchse, ein passendes USB-Adapterkabel liefert Dell mit. Damit kann man das Tablet an den PC anschließen, wo es als Wechseldatenträger auftaucht und sich mit Dateien befüllen lässt.

Mit dem Dell Streak 7 haben Sie Zugriff auf die Apps im Android Market. Neben den Standard-Google-Apps wie Mail, Latitude, Maps, Navigation und Talk liefert Dell beispielsweise eine Sync- und eine Backup-App mit – letztere sichert unter anderem Kontakte, Anruflisten und Apps, aber keine Musik, Videos und Fotos. Im Test wirkte die App wenig vertrauenswürdig: Ziel und Quelle für eine Sicherung lassen sich nicht manuell auswählen. In einem Fall behauptete die App, sie habe eine Sicherung erfolgreich wiederhergestellt, obwohl die SD-Karte mit dem Backup gar nicht im Tablet steckte.

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Bedienung

Dell legt die eigene Bedienoberfläche Stage über Android: Doch durch die im Vergleich zu anderen Tablets geringe Auflösung wirkt die Darstellung grob und die Icons zu groß für den Bildschirm. Stage bietet sieben thematisch geordnete Startbildschirme, etwa „Social“ mit Apps für Twitter und Facebook. Tippt man in den unteren Bildschirmbereich erscheint eine verkleinerte Darstellung, in der man direkt zu einem bestimmten Homescreen springen kann.

Eingaben verarbeitete der kapazitive Bildschirm einigermaßen schnell, doch beim Scrollen von bildlastigen Webseiten lahmte die Darstellung sichtbar. Auch der Tab-Zoom ruckelte, wohingegen das Vergrößern per Zwei-Finger-Geste überraschend flott funktionierte. Beim Drehen reagierte der Lagesensor schnell, das Drehen des Bildschirminhaltes war aber unschön ruckelig animiert. So richtig organisch ist die Bedienung des Streak 7 also nicht: Dass es auch ohne Honeycomb besser geht, beweist beispielsweise das HTC Flyer. Pfiffig: Auch auf der Tastatur kann man mit der Swype-Technik auch per Fingerstreich schreiben.

BEDIENUNG

Dell Streak 7

Bildschirm / Bildschirm-Tastatur / Bedienung über Mehrfinger-Gesten / Bildschirm-Technik

etwas unangenehm / angenehm / ja / kapazitiv

Spracheingabe / Flugzeugmodus

ja / ja

E-Mail-Zugang: POP3 / Imap / Exchange

ja / ja / ja

Zugriff auf Gerät per PC / Datensicherung auf PC möglich

ja / ja

Mobilität

Trotz des geringen Gewichts ist das Streak unterwegs nicht gut aufgehoben: Das liegt nicht nur am fehlenden 3G-Modem, sondern vor allem an der enttäuschend kurzen Akkulaufzeit.

MOBILITÄT

Dell Streak 7

Gewicht (mit Akku) / Gewicht Netzteil

420 / 120 Gramm

Akkulaufzeit: Video-Test / WLAN-Test

2:59 / 3:57 Stunden

Bildschirm

Der Bildschirm mit spiegelnder Oberfläche war recht hell, hatte aber einen sehr eingeschränkten vertikalen Blickwinkel: Schon wenn man das Tablet nur ein wenig kippte, war kaum noch etwas zu erkennen. Das Streak 7 zeigt 800 x 480 Bildpunkte – bei einem Smartphone wäre das top, bei einem Tablet ist es höchstens mittelmäßig.

BILDSCHIRM

Dell Streak 7

Diagonale / Auflösung / 16:9-Format

7,0 Zoll (17,8 Zentimeter) / 800 x 480 Bildpunkte / nein

Helligkeit / Kontrast / Entspiegelung

331 cd/m² / 728:1 / gering

Geschwindigkeit + Multimedia

Flash-Videos sind für das Streak 7 kein Problem. Auch viele Videoformate spielte es im Test klaglos ab, darunter AVI-Dateien oder MP4-Videos, die in H.264-High-Profile kodiert waren: Honeycomb-Tablets scheitern daran. Nur Full-HD-Videos packte das Streak 7 nicht.

GESCHWINDIGKEIT

Dell Streak 7

Browser: Geschwindigkeit / mittlere Ladezeit für Webseiten / darstellbare Internetformate / stellt Flash-Elemente dar

54,3 Punkte / 6,5 Sekunden / 66 Prozent / vollständig

Startzeit: ausgeschaltet / aus Bereitschaft

32 / 1 Sekunden

Video-Wiedergabe in normaler / HD-Auflösung

flüssig / flüssig

WLAN-Tempo

21,5 MBit/s

Dateien auf Gerät übertragen (700 MB)

130 Sekunden

MULTIMEDIA

Dell Streak 7

Abspielbare Video- / Audioformate

3GP, ASF, AVI, MP4, MOV, WMV / AAC, MP3, OGG, WAV

Anzeigbare Foto- /Text- /e-Book-Formate

BMP, GIF, JPG, PNG / DOC, PDF, PPT, TXT, XLS / PDF, TXT

Audioqualität: Frequenzgangabweichung / max. Lautstärke

0,8 dB(U) / 66 dB(A)

UMWELT UND GESUNDHEIT

Dell Streak 7

Betriebsgeräusch: geringe / hohe Last

0,0 / 0,0 Sone

Leistungsaufnahme: Betrieb / Bereitschaft / Aus

7,2 / 2,4 / 0,0 Watt

Wärmeentwicklung

34° Celsius

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