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PC-WELT Lesertest von Dirk Dismer

Lesen Sie alles über die Dell Precision M3800 im Lesertest von Dirk Dismer. Der Architekt hat geprüft, ob sie sich für seine Arbeit eignet.

Flüssige Bedienung des Notebooks ist sowohl im Netz- als auch im Akkubetrieb

Mit der Rechenleistung der CPU Intel® Core™ i7-4712HQ @ 2.30 GHz bin ich sehr zufrieden. Alle bisherigen Aufgaben wurden schnell erledigt und im Akkubetrieb gab es keinerlei Leistungsengpässe.

Einen Teil der benötigten Basis-Programme (Sicherheitssuite, PDF-Drucker, PDF-Reader) habe ich im Akkubetrieb installiert und keinen Unterschied zum Netzbetrieb feststellen können.

Die flüssige Bedienung des Notebooks ist sowohl im Netz- als auch im Akkubetrieb gegeben. Bei meinem älteren Notebook mit Core i3-380M (2.53 GHz), integrierter Grafik und 4 GB RAM gibt es einen Unterschied in der Rechenleistung zwischen Netz- und Mobilbetrieb.

Die Grafikleistung der NVIDIA Quadro K1100M ist in der Architektur von Vorteil und wichtig. Aus Erfahrung weiß ich, dass CAD-Programme beim Konstruieren in 3D von guten OpenGL-Grafikkarten profitieren. Denn selbst größere Gebäudemodelle lassen sich so live im Raum von allen Seiten betrachten und durchwandern. Auch das Modifizieren und Rendern der Modelle für ansprechende Ausdrucke ist dadurch viel schneller erledigt. Für SPIRIT von SOFTTECH sind zertifizierte Treiber weniger wichtig.

Scharfe Darstellung der Inhalte auf dem Monitor

Das 15.6“-Display mit 3.200 x 1.800 Pixeln ist ein guter Kompromiss zwischen Größe und Mobilität. Die Darstellung ist sehr scharf und die Inhalte von z.B. zwei Explorer-Fenstern nebeneinander sind gut erkennbar.
Leider kommen nicht mal aktuelle Programme mit der hohen Auflösung zurecht und man braucht schon mal die Bildschirmlupe von Windows.

Durch die kaum erkennbaren und nicht anpassbaren Menüicons von ca. 2 x 2 mm „Größe“ musste ich mein favorisiertes Programm PDF-Xchange Viewer wieder deinstallieren. Nun arbeite ich mit dem an Auflösung und Touchbedienung bestens angepassten Adobe Reader, der sich trotz der Rechenleistung aber viel langsamer anfühlt.

Die Touchscreen-Funktion habe ich bisher nur exemplarisch getestet. Mit entsprechenden Programmen wie der Karten-App, der Foto-App und dem Adobe Reader funktioniert das hervorragend, besser und schneller als mit Maus oder Touchpad. Das Scrollen, Blättern, Hinein- und Herauszoomen mit Fingern macht Spaß und läuft ohne Ruckeln beeindruckend verzögerungsfrei ab. Aber mit auf Mausbedienung ausgelegten CAD-Programmen wie SPIRIT funktioniert das Konzept derzeit noch nicht.

Die Displayhelligkeit ist im Innenraum bei 50 % sehr hell. Ein Test im Außenbereich mit 100 % Helligkeit bei tief stehender Sonne verlief erfolgreich, es war alles erkennbar. Ich hatte meine Zweifel wegen des spiegelnden Displays, aber bisher stört dies weniger als befürchtet.

Und der eingebaute Umgebungslichtsensor an der Displayoberkante ist extrem hilfreich und passt die Helligkeit perfekt an.
Bei schrägem Blick auf den Bildschirm stören die Farbveränderungen und die stärkeren Spiegelungen.

Beste Verarbeitungsqualität, ausreichende Akkulaufzeit, einfache Inbetriebnahme &  geringe Erwärmung

Das Gehäuse der mobilen Workstation überzeugt durch hochwertige Materialien aus silberfarbenem Aluminium und dunklem Karbon sowie durch beste Verarbeitungsqualität. Nichts wackelt, knarzt oder biegt sich und es gibt keine scharfen Kanten.

Auch die anthrazitfarbene Tastatur mit ihrem kurzen Tastenhub und das Touchpad mit integrierten Maustasten sind gut verarbeitet und bequem bedienbar. Die gleiche Höhe von Touchpad und Tastenoberkante mit der Einfassung sind sehr ansprechend.

Der beleuchtete Stecker, der vom Netzteil zum Notebook führt, passt gut ins Gesamtbild und ist auch noch praktisch.
Die Haptik des Gerätes ist hochwertig und das Design schmeichelt dem Auge.

Beim heutigen Transport der Dell Workstation ins Büro machte sich das geringe Gewicht positiv bemerkbar. Es lässt sich einfach mitnehmen und ist weder zu klein noch zu groß geraten. Allerdings passt das sehr handliche 15.6“-Gerät nicht in das extra dafür vorgesehene Fach einer 15“-Notebooktasche, mit einer größeren Tasche für 17“-Notebooks funktionierte der Transport dann anstandslos.

Das leichte, sehr schmale und stabile Gehäuse ist beim mobilen Arbeiten sehr angenehm. Momentan überwiegt jedoch die stationäre Arbeit am Schreibtisch.

Der Akku der Dell Precision M3800 hat beim ersten Test etwa 5 Stunden durchgehalten und das Wiederaufladen ging sehr schnell. Während ich diesen Testbericht schreibe, schätzt die Energieanzeige die Restlaufzeit aktuell auf 6 Std. - bei halber Displayhelligkeit und 10 % CPU-Auslastung. Für die mobile Arbeit reicht das durchaus, auch weil im Mobilbetrieb der Rechner wohl kaum 5 - 6 Stunden ununterbrochen laufen wird.

Die Hintergrundbeleuchtung der Tastatur möchte ich nicht mehr missen, denn sie ist in lichtschwacher Umgebung überaus hilfreich. Nur in wirklich dunkler Umgebung kann das Display mit z.B. weißen Webseiten die Tastaturbeleuchtung überstrahlen.

Während der aktuellen Tests ist die Dell Workstation angenehm leise geblieben und das Gehäuse hat sich wenig erwärmt, was den Einsatz auf den Oberschenkeln ermöglicht. Das Kühlsystem überzeugt mich bisher. Heute war kurzzeitig nach dem Einschalten ein Fiepton zu hören. Das Anfahren der Hybridfestplatte aus dem Ruhemodus irritiert ein wenig, dürfte sich in den Energiespareinstellungen aber bei Bedarf ändern lassen.

500 GB SSD bietet ausreichend Platz 

Die 500 GB große Hybrid-Festplatte hat für meine Einsatzzwecke in der Architektur genug Kapazität. Selbst größere Bauvorhaben beanspruchen als CAD-Datei maximal 50 MB, was alleine für 10.000 Projekte reichen würde. Dazu kommen noch Objektfotos mit ca. 5 MB, das allein reicht für 100.000 Fotos. Und von den Office-Dokumenten mit ca. 0.5 MB könnten sogar 1.000.000 alleinig gespeichert werden. Es ist also genug Platz vorhanden.

Einfache Inbetriebnahme

Die Inbetriebnahme des Notebooks war unspektakulär und Dank fehlender Lizenzeingabe einfach. Dell hat im Karton sinnvollerweise eine kurze Anweisung zur korrekten Vorgehensweise beigelegt. Die wenigen Fragen zur Anlage eines Benutzerkontos sollten selbst weniger erfahrenen Personen mühelos gelingen. Erst kürzlich habe ich Windows 8 installiert und kannte daher das Procedere.
Nach dem ersten Login auf den Desktop startet „Dell Digital Delivery“ und will drei Programme runterladen und installieren - kann man abbrechen, ist später auch möglich. Ob man McAfee Security Center 30 Tage testen will, muss jeder selbst entscheiden. Ansonsten ist noch Microsoft Office 2013 als Testversion vorinstalliert.

Alles in Allem eine sinnvolle kleine Vorauswahl und wohltuend weit entfernt von all den nervigen Programmen und Testversionen auf Konsumergeräten.

Das Dell Precision M3800 hat einen USB2-Anschluss, drei USB3-Anschlüsse, einen Speicherkartenleser, ein HDMI-Anschluss, ein Mini-DisplayPort-Anschluss und einen Audioanschluss. Dazu noch ein USB-Adapter für Ethernet-Kabel.

Beim Testen der Transferraten zwischen Hybrid-Festplatte und einem Corsair Flash Voyager USB3-Stick am USB3-Anschluss habe ich rund 20 MB/s Schreibgeschwindigkeit zum Stick und 70 MB/s Lesegeschwindigkeit vom Stick erreicht.

Beim Testen der Transferraten zwischen Hybrid-Festplatte und einer 2.5“-USB2-Festplatte (Freecom ToughDive) am USB3-Anschluss habe ich rund 35 MB/s Schreibgeschwindigkeit zur Platte und 95 MB/s Lesegeschwindigkeit von Platte erreicht. Diese Werte liegen über denen meines älteren Notebooks (30 MB/s und 60 MB/s).

Für meine Anwendungszwecke passt das und ich bin mit den eingebauten Schnittstellen überaus zufrieden.
Und vermutlich aufgrund des SSD-Pufferspeichers werden bei Kopieraktionen schon mal beeindruckende Anfangsdatenraten von über 1 GB/s angezeigt.

Hier finden Sie weitere Tests unserer Leser:


Josef Zmyslowski

Uwe Schlotterer

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