73560

Dell Latitude D620

17.07.2006 | 13:00 Uhr |

Leicht und kraftvoll: Besonders Geschäftskunden sollen sich für die Rechenleistung und die Extras des Dell Latitude D620 begeistern.

Testbericht

Tempo: Die Dual-Core-CPU T2400 im D620 garantiert hohe Leistung – im Sysmark 2004SE schaffte es 176 Punkte. Allerdings wäre mit mehr Arbeitsspeicher eine höhere Geschwindigkeit drin gewesen.

Ausstattung: Das Dell Latitude D620 lässt sich mit einem internen UMTS/HSDPA-Modem ausrüsten – damit gehen Sie unterwegs auch ohne WLAN-Hot-Spot mit hohem Tempo ins Internet. Der Einschub für die notwendige SIM-Karte versteckt sich unter dem Akku. Dell bietet in Zusammenarbeit mit Vodafone entsprechende Mobilfunktarife an. Profi-Anwender bedient das D620 hervorragend – unter anderem mit Docking-Anschluss, Fingerabdruck-Scanner, Einschub für eine Smartcard und seriellem Port. Dafür fehlen Schnittstellen, die eher Privatkunden wichtig sind, zum Beispiel TV-Ausgang, Firewire und Speicherkartenleser. Pfiffig: Das Notebook zeigt über LEDs auf der linken Gehäuseseite selbst ausgeschaltet an, ob es sich im Bereich eines WLAN befindet.

Akkulaufzeit: Im Bios des D620 lässt sich der interne USB-Hub auf 1.1-Modus umstellen. Dell umgeht auf diese Weise den USB-2.0-Bug von Windows XP – das Latitude D620 schafft dann fast 3,5 Stunden ohne Netzstrom. Im 2.0-Modus sind es nur 2:44 Stunden, da das Notebook rund vier Watt mehr verbraucht. Dell bietet auch einen größeren Akku an, mit dem das Latitude D620 2,62 statt 2,44 Kilogramm wiegt. Er ragt auf der Vorderseite über das Gehäuse hinaus und lässt sich so als erweiterte Handauflage nutzen.

Handhabung: Die stabile Tastatur überzeugte mit einem deutlichen Druckpunkt, war beim schnellen Schreiben aber etwas laut.

Ergonomie: Der auch unter Last leise Lüfter ist absolut konferenzraumtauglich – er drehte maximal auf 26,7 dB(A) auf und schaltet bei geringer Last die Drehgeschwindigkeit sofort herunter. Das Display war mit 117 cd/qm nicht besonders hell und bot nur einen sehr geringen stabilen Blickwinkel – was aber für ein Business-Notebook gar nicht schlecht ist, wenn man zum Beispiel im Flugzeug an vertraulichen Dokumenten arbeitet. Bei wechselnden Lichtverhältnissen kann man den Umgebungslichtsensor aktivieren, der die Notebook-Helligkeit dann automatisch anpasst.

Fazit: Das Dell Latitude D620 präsentierte sich im Test als stabil verarbeiteter Mobilrechner mit soliden Ergebnissen, der alle Kriterien für ein gutes Business-Notebook erfüllt – er ist leise, leicht und leistungsstark. Nur das Display könnte etwas heller sein. Der Preis geht auf jeden Fall in Ordnung.

0 Kommentare zu diesem Artikel
73560