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Dell Inspiron 1501

30.01.2007 | 12:00 Uhr |

Lange Zeit setzte Dell nur auf Intel. Seit kurzem bestückt das Unternehmen seine PCs aber auch mit Prozessoren von AMD. Das Einsteiger-Modell Inspiron 1501 ist das erste Notebook von Dell mit AMD-CPU.

Tempo: In unserem Testmodell arbeitete ein AMD Turion X2 TL-50 (1,6 GHz, 256 KB L2-Cache pro Kern) – er erreichte 155 Punkte im Leistungstest Sysmark 2004SE. Damit liegt er in dem meisten Anwendungen hinter einem gleichgetaktetem Core-Duo-Prozessor - vom Core2 Duo gar nicht zu sprechen. Aktuell verkauft Dell das Inspiron 1501 mit einem Turion X2 TL-56, der dank einer etwas höheren Taktrate (1,8 GHz) sowie einem verdoppelten L2-Cache (512 KB pro Kern) eine konkurrenzfähigere Rechenleistung verspricht. Die 3D-Logik ist im Chipsatz integriert: Für aktuelle Spiele ist sie zu schwachbrüstig.

Ausstattung: Mit nur 80 GB war die in unserem Testmodell verbaute Festplatte nicht besonders groß – inzwischen hat Dell nachgebessert: Das Inspiron 1501 gibt es jetzt nur noch mit einer 120-GB-Platte. Die übrige Ausstattung ist spärlich, aber ausreichend: Der DVD-Brenner beschreibt zum Beispiel doppellagige Rohlinge, aber keine DVD-RAM-Medien, der Netzwerk-Chip arbeitet nur mit Fast-Ethernet- statt Gigabit-Tempo und bei den Schnittstellen vermisst man Firewire-Port und PC-Card-Steckplatz. Dafür verfügt das Inspiron 1501 aber über vier USB-Ports (zwei rechts, zwei hinten) und einen Expresscard-Slot.

Mobilität: Auch abseits des Schreibtischs kann das Dell Inspiron 1501 zum Einsatz kommen – das 2,82 Kilogramm schwere Notebook läuft über drei Stunden mit Akkustrom (56-Wh-Akku). Allerdings arbeitet es im Akkubetrieb deutlich langsamer und weniger stromsparend als ein vergleichbar ausgestattetes Centrino-Notebook.

Handhabung: Die Tastatur dürfte den meisten Vielschreibern gefallen – der Druckpunkt ist deutlich spürbar und die Tastatur liegt sehr stabil auf. Beim schnellen Tippen ist sie allerdings nicht ganz leise.

Ergonomie: Obwohl das Display eine spiegelnde Glare-Oberfläche besitzt, wirkten Farben etwas flau. Die Helligkeit reicht für gut beleuchtete Innenräume aus, außerdem ist sie angenehm gleichmäßig verteilt. Insgesamt ein brauchbares Display, das aber mehr für Textarbeit als zum Videoschauen taugt. Messtechnisch gibt es am Lüfter wenig zu kritisieren – maximal 1,1 Sone unter voller Last stören eigentlich nicht. Allerdings änderte er häufig seine Drehgeschwindigkeit und damit die Lautstärke – was subjektiv deutlich mehr nervte als das Messergebnis andeutet.

Fazit: Dells erstes Notebook mit AMD-Prozessor will vor allem Schnäppchen-Jäger ansprechen. Das Inspiron 1501 ist eine preisgünstige, aber weniger leistungsfähige Doppelkern-Alternative zu Centrino-Duo-Notebooks.

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