54198

Delight Address 3.2.0

12.04.2007 | 09:06 Uhr |

Der Einsatz von Delight Addresss 3.2.0 ist sinnvoll, wenn Sie viele Kontakte pflegen müssen. Das Programm bietet gute Ansätze, hat aber in der praktischen Arbeit nicht ganz überzeugen können.

Wer eine Kontaktverwaltung lediglich als elektronisches Adressbuch nutzt, wird mit einer selbst eingerichteten Datenbank oder dem Kontaktmodul in Outlook zufrieden sein. Sind aber mehr als 100 Kontakte vorhanden, mit denen regelmäßig gearbeitet werden soll, verspricht eine Speziallösung wie Delight Address bessere Dienste.

Das Programm präsentiert sich nach der einfachen Installation mit einer übersichtlichen Teilung des Bildschirms, die entfernt an Outlook erinnert. Der ausgelobte Assistent für die Einrichtung beschränkt sich allerdings auf die Abfrage der eigenen Adresse, die für Briefvorlagen verwendet wird. So blickt man zunächst ratlos auf den Bildschirm, um sich mit dem Konzept der Software vertraut zu machen. Die überschaubare Online-Hilfe unterstützt hier nur sehr bedingt. Zu den Adressen können allerlei Zusatzinformationen hinterlegt werden. Um für Übersicht zu sorgen, werden diese in Form von Registern gegliedert. So erhält man schnell Zugriff auf Bankverbindungen oder private Informationen. Wie in Outlook besteht die Möglichkeit, zu den Kontakten ein Foto zu hinterlegen, das aber erst nach dem Wechsel in das entsprechende Register angezeigt wird. Adressdaten lassen sich beliebig vielen Kategorien zuordnen, die vom Nutzer nach seinen Wünschen ergänzt und bearbeitet werden können.

Für den Import bereits vorhandener Datenbestände stehen diverse Filter zur Verfügung. Die Übernahme eines Outlook-Bestandes von 1100 Kontakten verlief reibungslos und schnell. Der Nutzer muss sich aber vor dem Import für eine Kategorie entscheiden, die dann für alle importierten Elemente verwendet wird. Sinnvoller wäre es hier, die in Outlook vergebenen Kategorien zu nutzen. Delight Address schwächelt merklich in den CRM-Funktionen. Mit einem Mausklick wird direkt aus einer Adresse ein Brief heraus erstellt, was auch bereits mit Word 2007 unter Vista problemlos funktioniert. Die wenigen Vorlagen sind aber äußerst schlicht gehalten. Optional wird ein Verweis auf dem Vorgang innerhalb des Kontakts angelegt. Essentielle Funktionen wie Notizen, Anruf- oder Gesprächsprotokolle bieten einfach zu wenig Optionen und sind nur rudimentär vorhanden.

Für das modular aufgebaute Programm werden im Internet einige Erweiterungen kostenlos angeboten, etwa ein aktueller Bankenstamm für Deutschland. Wer dagegen die zu den Kontakten passenden Dokumente professioneller verwalten will, wird nochmals zur Kasse gebeten. Für die private Nutzung steht eine Gratisversion zur Verfügung, die aber wegen der Beschränkung auf 50 Adressen und fehlende Importfunktionen nur bedingt praxistauglich ist.

Fazit: Delight Address hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Es sind durchaus interessante Ansätze vorhanden, die dann aber im Detail nicht zu überzeugen wissen.

Alternative: Der Address Manager von Combit bietet deutlich mehr bei mehr Übersichtlichkeit.

BEWERTUNG
Leistung (50%) Note 3,0
Bedienung (35%) Note 2,5
Dokumentation (5%) Note 3,0
Installation/De-Installation (5%) Note 2,0
Systemanforderungen (5%) Note 2,0

GESAMTNOTE: 2,7

Anbieter:

Delight Software

Weblink:

www.delight.ch

Preis:

45 Euro

Betriebssysteme:

Windows 2000, XP, Vista

Plattenplatz:

200 MB

0 Kommentare zu diesem Artikel
54198