Debian 5.0 Lenny

Linux-Distribution für Server

Donnerstag, 15.04.2010 | 16:14 von Markus Franz
Mit Debian GNU/Linux laufen unzählige Server rund um den Globus. PC-Welt stellt die zahlreichen Verbesserungen des aktuellen Debian 5.0 Lenny vor.
Server-Administratoren bevorzugen nach wie vor die Distribution Debian GNU/Linux, die als robust und schnell bekannt ist. Im Februar 2009 hatten die Entwickler - fast termingerecht - die Version Debian 5.0 freigegeben. Mittlerweile liegt Debian in Version 5.0.4 vor.

Das nächste große Update , nämlich Debian 6.0 Squeeze, sollte ursprünglich im Sommer 2010 erscheinen. Sein Erscheinungstermin wurde jedoch bereits verschoben. Grund genug, Ihnen diese für den Servereinsatz grundlegende Linux-Distribution noch einmal ausführlich vorzustellen. Debian ist übrigens auch deshalb besonders wichtig, weil einige andere populäre Linux-Distributionen Debian als Basis nehmen, beispielsweise das bereits erwähnte Ubuntu und damit auch Ubuntu Server.

Debian 5.0 präsentiert auch weniger erfahrenen Nutzern
einen übersichtlichen Desktop auf Gnome-Basis.
Vergrößern Debian 5.0 präsentiert auch weniger erfahrenen Nutzern einen übersichtlichen Desktop auf Gnome-Basis.

Debian GNU/Linux ist auf zahlreiche Rechnerarchitekturen angepasst, insgesamt werden zwölf Plattformen unterstützt: Sun Sparc , HP Alpha und Risc, IBM PowerPC und S/390, Intel IA-32 und IA-64, Mips, ARM sowie AMD64 und Intel EM64T . Neu in Version 5.0 ist die Unterstützung der Orion-Plattform von Marvell, die in vielen Netzwerkspeichern verwendet wird. Unterstützte Speichergeräte sind beispielsweise die QNAP Turbo Station, HP Media Vault mv2120 und Buffalo Kurobox Pro. Zusätzlich unterstützt Lenny jetzt mehrere Netbooks, insbesondere den Eee PC von Asus.

Das größte Hindernis für eine weite Verbreitung von Debian GNU/Linux war bisher die recht schwierige und umständliche Installation: Bis Debian 5.xx gab es keinen ausgereiften grafische Installationsroutine geschweige denn eine Live-CD, mit deren Hilfe man das System direkt ohne Installation ausprobieren konnte. In diesen Punkten hatten Ubuntu oder OpenSuSE die Nase vorn.

Mit Lenny hat die Entwicklergemeinde nun Boden gut gemacht. Der grafische Installer lässt sich bereits im Bootmenü bei der Installation auswählen. Besonders Linux -Einsteigern bleibt so der lästige Textmodus erspart.

Aber dennoch merkt man Lenny an, dass es sich weiter vor allem an erfahrene Anwender richtet: Der Komfort im Installer lässt zu wünschen übrig. Die Partitionierung der Festplatte und die darauf folgende Einrichtung von GRUB sind nicht besonders nutzerfreundlich. Für die Installation von GRUB muss man sich selbst merken, wie man zuvor die Festplatte aufgeteilt hat. Deutlich mehr Komfort als Ubuntu bietet Debian dagegen bei der Konfiguration von Software-RAIDs, die elegant gelöst ist.

Donnerstag, 15.04.2010 | 16:14 von Markus Franz
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