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Farstone Drive Clone Pro 5

15.08.2008 | 08:30 Uhr |

Datensicherung ist existentiell wichtig – deshalb muss man seinem persönlichen Sicherungstool voll und ganz vertrauen können. Wir hatten Farstone Drive Clone Pro im Test, mit dem wir uns nicht immer wirklich sicher gefühlt haben.

Das Programm verspricht viel: Es will System und Daten im laufenden Betrieb sichern können, wahlweise komplett oder inkrementell. Es bietet das Einbinden externer Medien inklusive RAID oder das Brennen auf CD/DVD an. Einmal als Image gesicherte Daten sollen als virtuelle Laufwerke im System verfügbar bleiben können. Und Drive Clone verspricht sogar, mittels des „Universal Restore“ ein einmal gesichertes Windows-System auf einem anderen Rechner zum Laufen zu bringen, selbst wenn dieser Rechner über eine andere Hardware-Ausstattung verfügt.

Im Test zeigte sich allerdings ein anderes Bild. Schon die Installation dauerte ungewöhnlich lange; das Anlegen eines so genannten „Sicheren Bereichs“ brauchte seine Zeit. Was dieser Bereich genau ist und wofür er gut ist, darüber lässt das Tool den Anwender zu diesem Zeitpunkt allerdings im Dunkeln. Dafür erstellt Drive Clone nach dem System-Neustart ohne jegliche Rücksprache mit dem Nutzer eine „Systemsicherung.“ Überraschenderweise ging dies im Test verhältnismäßig schnell. Später zeigte sich, warum: Die „Systemsicherung“ tauchte im Windows-Explorer als „Pseudodrive“ auf – und enthielt exakt den Cache des Internet Explorer, sonst nichts!

Handhabung: Für den Alltagsbetrieb wird Drive Clone noch durch eine andere Einschränkung unbrauchbar: Das Programm benötigt nicht nur punktuell Admin-Rechte, sondern verweigert schlicht seinen Dienst, wenn man nicht komplett als Admin angemeldet ist. Anwender, die so um die Sicherheit ihrer Daten bemüht sind, dass sie im Alltagsbetrieb nur mit eingeschränkten Rechten arbeiten, schauen also in die Röhre.

Angesichts solcher K.O.-Kriterien fallen Schwächen in der Bedienerführung kaum noch ins Gewicht, so zum Beispiel die Tatsache, dass die Übersicht zur Sicherung einzelner Verzeichnisse unsinnigerweise nach Dateitypen geordnet ist und nicht in der gewohnten Verzeichnis-Baumstruktur. Der zu sichernde Ordner muss erst mühsam extra von Hand hinzugefügt werden. Durch den allgemein optimierungswürdigen Eindruck gehen leider auch durchaus pfiffige Ideen unter, etwa die, direkt im Anschluss an eine Erstsicherung die Zeiträume für die inkrementelle Sicherung festlegen zu können.

Fazit: Drive Clone Pro wäre ein tolles Tool, wenn es hielte, was es verspricht. Leider wirkt es nicht durchgängig so vertrauenswürdig, wie man es sich als Benutzer wünschen würde.

Alternative: Acronis True Image (www.acronis.de) oder O&O Disk Image ( www.oo-software.com ) bieten ein vergleichbares Leistungsspektrum, sind gleich teuer oder sogar preisgünstiger und wirkten im Test deutlich zuverlässiger.

BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 3,0
Bedienung (35%): Note 1,5
Dokumentation (5%): Note 3,0
Installation/De-Installation (5%): Note 4,0
Systemanforderungen (5%): Note 2,0

GESAMTNOTE: 2,5

Anbieter:

Nobox

Weblink:

www.nobox.de

Preis:

49,95 Euro

Betriebssysteme:

Windows 2000, XP, Vista

Plattenplatz:

ca. 30 MB

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