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Ou.O RescueBox 5 Personal Edition

23.01.2009 | 08:30 Uhr |

Die O&O RescueBox soll dem Anwender helfen, wenn es zum Datenverlust gekommen ist. Das kann Sie zum einen vorweg mit einem Partitions Manager und einem Disk-Image-Programm und versucht es nach dem Datenverlust mit diversen Rettungs-Tools. Im Test schnitten die aber nicht besonders ab.

Manchmal ist der Daten-GAU perfekt – man hat versehentlich einige wichtige Dateien endgültig gelöscht, einen USB-Stick mit Fotos formatiert oder aber die Partitionstabellen sind durcheinander geraten. Mit Windows-Bordmitteln kann der Anwender hier nicht viel machen – die O&O RescueBox verspricht Abhilfe. Wie vom „großen Bruder“ BlueCon (für Administratoren) gewohnt, wird die Software auf einer bootfähigen CD geliefert, so dass mann eine Datenrettung auch dann versuchen kann, wenn der PC nicht mehr von Festplatte starten möchte. Die RescueBox enthält fünf Programme: FormatRecovery, Unerase, DiskRecovery, DiskImage und den PartitionManager.

Die Highlights des Pakets sind DiskImage und der PartitionManager. Diese beiden Programme erledigen ihre Aufgaben ohne irgendwelche Probleme - der Partition Manager bietet zwar keine Assistenten, ist aber so aufgebaut, dass auch Anfänger damit zurechtkommen. Auch das Partitions-Sicherungsprogramm DiskImage ist sehr gut.

Handhabung: Die Bedienung der Programme ist einfach, da fast alle mit Assistenten arbeiten, die den Anwender durch die gut erklärten Funktionen führen.

Schlecht: Für den Praxistest der Datenrettungs-Tools formatierten wir einen halb vollen 128MB-USB-Stick, der insgesamt 473 Dateien verschiedenster Arten (Doc, TXT, XLS, HTML, JPG etc.) enthielt und ließen sofort danach FormatRecovery und gleich darauf DiskRecovery ans Werk gehen. Die Ergebnisse waren in beiden Fällen nicht überzeugend: FormatRecovery fand gerade einmal sieben Dateien im Root-Directory und ein Verzeichnis von ca. 30. DiskRecovery behauptete, 572 Files gefunden zu haben und stellte diese auf einem anderen Laufwerk wieder her. Dabei ging leider einiges schief: alle Dateien wurden je nach Typ nummeriert, die XLS-Files waren nicht mehr zu öffnen und alles, was für die Software nicht zu identifizieren war, wurde als Nur-Text gesichert.

Bei einem echten Notfall sicher besser als gar nichts, aber zumindest Excel-Dateien sollten schon lesbar sein, besonders, da alle Word-Dokumente und Bilder einwandfrei wiederhergestellt wurden. UnErase war in diesem Fall übrigens auch keine große Hilfe, es kann lediglich „normal“ gelöschte Dateien wiederfinden. Dies erledigt es aber sehr zuverlässig, sofern nicht schon Teile der Files überschrieben wurden.

Fazit: Trotz des großen Funktionsumfangs kann die RescueBox nicht ganz überzeugen. Zwar arbeiten einige Tools hervorragend, doch bei der Datenrettung war die Leistung nur befriedigend.

Alternative: Eine komplette Alternative zu diesem Tool-Paket ist uns nicht bekannt. Wer fortgeschrittene Anwender können die Ultimate Boot CD ( www.ultimatebootcd.com ) einsetzten.

BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 2,5
Bedienung (35%): Note 1,5
Dokumentation (5%): Note 1,0
Installation/De-Installation (5%): Note 1,0
Systemanforderungen (5%): Note 1,5

GESAMTNOTE: 2,0

Anbieter:

O&O Software GmbH

Weblink:

www.oo-software.com

Preis:

150,- Euro

Betriebssysteme:

Windows 2000, XP, Vista

Plattenplatz:

ca. 150 MB

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