Der größte Unterschied zwischen den verschiedenen Backupdiensten besteht bei der Frage, wie Sie Ihre Daten auswählen können. Jedes Programm besitzt seine eigene Methode Daten auszusuchen und auch auszuschließen. Der naheliegenste Ausgangspunkt ist das Aussuchen der lokalen Festplatte oder Flashspeicher. Alle getesteten Backupdienste bieten einem diese Möglichkeit.
Bei einigen Diensten können Sie auch Netzwerkfestplatten, die über den Desktop anwählbar sind, auswählen. Flatrate Dienste, bis auf CrashPlan, erlauben die Einbindung von Netzwerkfestplatten allerdings nicht. iDrive, JungleDisk und SpiderOak hingegen schon. Für Jungle Disk und SpiderOak müssen Sie zum entsprechenden Festplattenverzeichnis navigieren um die Netzwerkfestplatten zu erreichen. Ein leider ziemlich unnötiger Schritt, wenn man bedenkt, dass die Softwareentwickler diese Netzwerkspeicher doch direkt als erreichbare Datenquellen hätte im Programm anzeigen lassen können.
Die Eigenarten treten beim Auswählen der hochzuladenden Daten erst so richtig zu Tage. Mit Backblaze können beispielsweise nur gesamte Festplatten ausgewählt werden und Sie müssen dann mit Ausschließbefehlen die nicht hochzuladenden Daten wieder abwählen. Ganz anders bei Jungle Disk. Dort können Sie sehr detailliert die Optionen zu einzelnen Daten auswählen, egal ob man sie zum Hochladen auswählt oder ausschließt. Die Option Daten über einer bestimmten Größe auszuschließen besteht ebenfalls bei einigen Diensten. Dadurch können Sie beispielsweise Videos oder virtual disc images im Hinblick auf die Uploadrate woanders archivieren. Jungle Disk ermöglicht einem auch die Datenauswahl über Datentypen und Platzhalterzeichen.
Mozy besitzt als einziger Dienst die Möglichkeit Spotlight für vordefinierte Auswahloptionen, wie Applikationseinstellungen, nutzen zu können um damit weitere Auswahlmöglichkeiten basierend auf der Spotlightsuche zu haben.
Das Ausschließen bestimmter Dateien erweist sich bei den meisten Programmen als lästig. Fast alle getesteten Programme nutzen eine Hierarchie-Auswahlmethode um Ordner und Unterordner auszuwählen. Manchmal wird das aus Mac bekannte Klicken auf Dreiecke zum aus- und einklappen der verschachtelten Unterordner genutzt, sonst sind es meist die aus Windows bekannten Plus- und Minuszeichen. Tief verschachtelte Unterordner können also nur dann ausgeschlossen werden, wenn Sie sich durch die gesamte Ordnerhierarchie klickt.
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