02.09.2009, 09:30

Thomas Rau

Das neue Macbook

Apple Macbook Pro 15 im Test

Im Test beeindruckte das Apple Macbook Pro 15 mit einem hervorragenden Display und dem schönen wie stabilen Gehäuse. Doch das High-End-Notebook ist nicht ohne Schwächen.
Gegenüber den Vorgänger-Modellen vom Herbst 2008 hat Apple beim neuen Macbook Pro 15 nicht viel geändert: Es arbeitet mit einem schnelleren Intel-Prozessor, der aber immer noch auf dem Penryn-Kern basiert. Außerdem spendiert Apple dem Macbook Pro 15 einen Kartenleser für SD-Karten. Dafür fällt der Expresscard-Steckplatz weg.
Aber auch das neue Macbook Pro bringt die Stärken des Vorgängers mit: das elegante und stabile Aluminium-Gehäuse, die beleuchtete Tastatur, der Lichtsensor, der die Displayhelligkeit anpasst und das große Touchpad mit den integrierten Tasten.
Wir haben das Macbook Pro einem Test unter Windows Vista und XP unterzogen. Wie sich das Apple-Notebook unter MacOS schlägt, lesen Sie im Test der Macwelt.
Tempo
Der mit 2,8 GHz getaktete Core 2 Duo T9600 bringt das Macbook Pro 15 gut auf Touren. Im Leistungs-Test Sysmark 2007 erreichte das Apple-Notebook gute 117 Punkte. Trotzdem kann es unter Windows nicht sein ganzes Potential ausspielen: Notebooks mit diesem Prozessor erreichen normalerweise rund 130 Punkte.
Auf dem erwarteten Niveau lag die 3D-Leistung: Die Grafikkarte Geforce 9600M GT schaffte im 3D Mark 06 sehr ordentliche 6092 Punkte. Damit kommt das Macbook Pro 15 auch unter Windows für die meisten DirectX-9-Spiele in Frage - bei aktuellen muss man allerdings Effekte oder Auflösung etwas reduzieren.
Ausstattung
Das Apple Macbook Pro 15 ist eigentlich ordentlich ausgestattet - doch für rund 2000 Euro bekommen Sie bei anderen Notebooks meist ein Blu-Ray-Laufwerk. Beim Macbook Pro gibt's nur einen DVD-Brenner - immerhin eines in eleganter Slot-In-Bauweise - und vergleichsweise wenige Schnittstellen: Zum Beispiel nur zwei USB-Ports und einen Mini-Displayport, weshalb Sie für den Anschluss der meisten externen Monitore einen Adapter benötigen. Dafür ist die Festplatte mit 500 GB üppig. Netzwerkseitig ist das Apple Macbook Pro 15 ebenfalls top und bietet Gigabit-LAN, 11n-WLAN sowie Bluetooth.
Ergonomie
Spitze bleibt auch beim neuen Modell des Apple Macbook Pro 15 das Display: Es gibt kaum Notebooks mit besserer Bildqualität. Zwar spiegelt das Display im Macbook Pro 15, strahlt aber so hell, dass man es auch meist unter freiem Himmel gut ablesen kann. Auch beim Kontrast und der Blickwinkelstabilität ermittelten wir Top-Werte für das Macbook-Pro-Display. Für 45 euro Aufpreis bietet Apple das MAcbook Pro 15 übrigens auch mit einem entspiegeltem Display an.
Der Lüfter blieb im Betrieb fast immer unhörbar leise. Nur sehr selten dreht er störend laut auf. Allerdings erwärmte sich die Gehäuseunterseite des Macbook Pro 15 im Test sehr schnell und fühlbar - das Apple-Notebook sollte man daher zum Arbeiten auf einer stabilen Unterlage und nicht auf den Oberschenkeln platzieren.
Akkulaufzeit
Im Akkutest unter Windows hielt das Apple Macbook Pro 15 knapp über drei Stunden durch. Seine Leistungsaufnahme von rund 21 Watt lag dabei auf dem Niveau ähnlich ausgestatteter Windows-Notebooks. Beim Gewicht liegt das Apple Macbook Pro in seiner Größenklasse im Spitzenfeld: Nur wenige 15-Zoll-Notebooks wiegen weniger als seine 2,5 Kilogramm.
Handhabung
Auf der leisen und stabilen Tastatur lässt sich sehr angenehm und entspannt tippen. Vor der Tastatur bietet das Apple Macbook Pro 15 nämlich viel Platz, um die Handballen abzulegen. Der sehr große Touchpad reagierte in unseren Tests auch unter Windows sehr präzise, die integrierten Tasten boten einen deutlichen Druckpunkt. Minuspunkte gibt es trotzdem in dieser Kategorie für das Apple Macbook Pro 15: Denn an Arbeitsspeicher und Festplatte kommt man nur sehr schwer heran. Außerdem lässt sich der Akku nicht vom Anwender auswechseln.
Fazit: Das Apple Macbook Pro bleibt unübertroffen bei der Qualität von Display, Tastatur und Verarbeitung. Dafür zahlt man aber auch einen üppigen Preis, den die gebotene Rechenleistung und Ausstattung nicht rechtfertigen. Weiterer Kritikpunkt: Apple bietet nur 12 Monate Garantie.
Alternativen: Wer ein High-End-Notebook mit Blu-Ray-Laufwerk sucht, kann zum Samsung R560-Aura P8700 Diego oder dem Acer Aspire 5935G greifen. Deren Bildqualität erreicht aber nicht die Klasse des Apple Macbook Pro 15.
Varianten: Apple MacBook Pro, Modell MB986: getestet
Apple MacBook Pro, Modell MB985: Core 2 Duo P8800 (2,66GHz), Festplatte: 320GB
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