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DJI Mavic Pro: Faltbare Drohne im Praxis-Test

26.10.2016 | 14:06 Uhr |

Die perfekte Drohne für Reisen? Der DJI Mavic Pro ist kompakt gebaut, faltbar und passt damit in jeden Rucksack. Und dank vieler Sensoren, ist er leicht zu fliegen. Wir haben den Multicopter bereits im Test.

Obwohl der Mavic Proso klein und leicht ist, steckt viel Technik aus dem Phantom 4 in dem kleinen Modell, teilweise sogar verbessert, und die Flugzeit ist auch beachtlich.

Test-Fazit: DJI Mavic Pro

DJI packt die leistungsstarke Technik des Phantom 4 mit erhöhter Reichweite in eine kleine, kompakte Drohne und macht sich faltbar - ist der Mavic Pro damit die perfekte Drohne für Reisen? Oh ja, das ist sie! Außerdem ist sie leicht zu steuern und Videoqualität ist gut.

Mit dem Mavic Pro verfolgt DJI ein ähnliches Konzept wie GoPro mit der Karma, die wir demnächst ebenfalls testen werden. Beide Unternehmen haben damit zwei spannende Flugmodelle im Angebot.

DJI Mavic Pro: einklappen und mitnehmen

Zusammengeklappt ist die DJI Mavic Pro etwa so groß wie eine Wasserflasche, und damit leicht zu transportieren.
Vergrößern Zusammengeklappt ist die DJI Mavic Pro etwa so groß wie eine Wasserflasche, und damit leicht zu transportieren.
© DJI

Einklappbar: Der Mavic Pro ist konzipiert zum Reisen - ähnlich wie die GoPro Karma . Die Rotorarme sind einklappbar, wodurch die Drohne besonders handlich und transportabel wird. Damit passt sie in die meisten Handtaschen und Rucksäcke. Das ist deutlich unkomplizierter als mit dem größeren Phantom 4 .

DJI Mavic Pro: Test-Flug mit der faltbaren Drohne

DJI Mavic Pro: Die Technik

FlightAutonomy: Der Mavic Pro besitzt einen GPS-Empfänger zur Positionsbestimmung, Ultraschall-Sensoren, um auch ohne GPS-Empfang zu fliegen, 5 Kameras zur Orientierung und Hinderniserkennung ( bis zu15 Meter Entfernung bei 36 km/h) inkl. sehr 4K-Kamera für Videoaufnahmen sowie zig Prozessoren für die verschiedenen autonomen Flugmodi wie ActiveTrack. Aus den Daten und den Kamerabildern erstellt der Mavic Pro in Echtzeit ein 3D-Scan seiner Umgebung, um Hindernisse zu erkennen und ihnen auszuweichen. In der Praxis klappt das fast einwandfrei. Nur bei sehr kleinen Objekten wie dünne Äste oder Bauzäunen (dünne Stangen) hat er Probleme - er fliegt zwar langsamer, weil er etwas erkennt, würde aber kollidieren.

Flugmodi: DJI integriert verschiedene intelligente Flugmodi im Mavic. ActiveTrack ermöglicht es dem Piloten, die Drohne einem Objekt wie einer Person, einem Fahrrad oder einem Auto selbstständig folgen zu lassen. Das entsprechende Objekt markieren Sie auf dem Handy-Display. Die Kamera bleibt dann stets auf das Objekt ausgerichtet.

Im Sportmodus ist der Mavic Pro bis zu 64,8 km/h schnell - in unserem ersten Test haben wir sogar eine Spitzengeschwindigkeit von 66 km/h erreicht. Und im Tripod-Modus kann man die Geschwindigkeit auf nur 3,6 km/h reduzieren, um auch Indoor sicher zu fliegen oder die Drohne für Foto- und Videoaufnahmen leichter auszurichten.

Die Drohne ist klein und kompakt, kommt aber mit jede Menge Sensoren und großem Akku. Gimbal und 4K-Kamera sind fest verbaut.
Vergrößern Die Drohne ist klein und kompakt, kommt aber mit jede Menge Sensoren und großem Akku. Gimbal und 4K-Kamera sind fest verbaut.
© DJI

Kamera + Gimbal: Der DJI Mavic Pro besitzt das kleinste 3-Achsen-Gimbal des Unternehmens, um Foto- und Videoaufnahmen wackelfrei aufzunehmen. Videos nimmt die fest verbaute Kamera mit einem 1/2,3-Zoll-Sensor in 4K bei 30 Bildern oder Full-HD mit 96 Bildern pro Sekunde auf - wie beim Phantom 4. Die 12-Megapixel-Kamera unterstützt außerdem Adobe-DNG-RAW für Luftaufnahmen. Und die Kamera kann auch um 90 Grad gedreht werden, um Portrait-Fotos aufzunehmen. Sie können auch ein Selfie von sich aufnehmen in perfekter Pose - per LED-Leuchten an der Front gibt's einen Countdown, bis die Cam auslöst.

Flugzeit: DJI gibt eine Flugzeit von bis zu 27 Minuten an! Unser Test zeigt, dass die Flugzeit realisitisch ist - wenn Sie nicht gerade im Sportmodus durch die Luft heizen. Filmen Sie während des Fluges, nutzen die autonomen Flugmodi und fliegen auch mal etwas schneller, reduziert sich die Flugzeit auf knapp über 20 Minuten. Immer noch völlig in Ordnung.

Reichweite: Das neue Datenübertragungssystem OcuSync hat laut DJI eine Reichweite von 7 km. Die Daten zwischen Controller und Drohne werden verschlüsselt ausgetauscht. Dank des neuen Systems wird das Kamerabild in Full-HD auf das an den Controller angeschlossene Smartphone übertragen. Die maximale Distanz können wir nicht ausprobieren. Im Test flogen wir rund 700 Meter weit und das funktionierte problemlos.

Wenn Sie nur mit dem Smartphone fliegen, also ohne Controller, beträgt die Reichweite rund 80 Meter.

Live-Video: Über die auf dem Handy installierte DJI-Go-App können Live-Videos in Full-HD auf Facebook, Periscope oder Youtube ausstrahlen.

50 Tipps für einen guten Drohnen-Flug

Per Controller und/oder Smartphone steuerbar

Auch der Controller der Mavic Pro ist zusammenklappbar für den platzsparenden Transport.
Vergrößern Auch der Controller der Mavic Pro ist zusammenklappbar für den platzsparenden Transport.
© DJI

Auch der neue Controller ist kompakt gebaut und ebenfalls zusammenklappbar für den Transport. Er bietet einen eigenen Bildschirm, auf dem verschiedene Flugdaten angezeigt werden. Er gibt auch haptisches Feedback, um Sie vor Hindernissen zu warnen. Alternativ können Sie Ihr Handy verwenden, um die Drohne zu lenken. Außerdem können Sie Controller und Smartphone verbinden, um weitere Einstellungen vorzunehmen oder die Kamerasicht zu zeigen und Live-Videos zu senden.

DJI Mavic Pro in der Praxis

Der Mavic Pro lässt sich innerhalb von Sekunden transportfähig bzw. flugbereit machen, denn die Rotorarme sind schnell ein- und ausgeklappt. Verbindet man das Smartphone mit dem Controller, zeigt es das Live-Bild an. Die Drohne steuert sich genauso leicht wie der Phantom 4. Denn zig Sensoren stabilisieren den Multicopter, sodass er auch bei leichtem Wind extrem stabil in der Luft schwebt. Der Sportmodus macht richtig Spaß und die versprochene Höchstgeschwindigkeit von fast 65 km/h konnten wir im Test auch bestätigen.

Der Mavic Pro fliegt sich leicht und macht gute Kameraaufnahmen. Darüber hinaus ist er kompakt und ideal für unterwegs.
Vergrößern Der Mavic Pro fliegt sich leicht und macht gute Kameraaufnahmen. Darüber hinaus ist er kompakt und ideal für unterwegs.

Der Mavic Pro erkennt die meisten Hindernisse vor sich, nur bei Bäumen mit vielen, abstehenden Ästen und Blättern ohne richtigem Kontrast, tut er sich schwer. Zur Seite und nach hinten gibt es wie beim Phantom 4 keine Sensoren -aufpassen! Die intelligenten Flugmodi funktionieren wie schon beim Phantom 4 sehr ordentlich. Insgesamt gibt es nichts zu meckern, der Mavic Pro ist eine durchaus gelungene Drohne.

Preis und Marktstart

Die kompakte Drohne DJI Mavic Pro ist bei DJI unter dji.com/mavic bestellbar, die Auslieferung beginnt voraussichtlich im November. Die UVP liegt bei 1199 Euro.

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