129720

Cyber Patrol 7.6

14.08.2006 | 08:30 Uhr |

Mit Cyber Patrol 7.6 können Sie das Surfverhalten von Kindern (oder Mitarbeitern) reglementieren. Die englischsprachige Software bietet dazu etliche Einstellmöglichkeiten für Jugendliche und Erwachsene.

Schon während der Installation der englischsprachigen Software muss ein Passwort gewählt werden. Das ist gut. Sehr schlecht hingegen: Das Programm akzeptiert jede Eingabe, auch wenn diese nur aus einem einzigen Zeichen besteht. Hier müssten die Vorgaben strenger sein, denn mit diesem Headquarter-Passwort lassen sich sämtliche Einstellungen vornehmen. Anschließend kann es ohne PC-Neustart losgehen.

Eingerichtet wird ein Standard-User nach vorgegebenen Kategorien. Diese reichen von einer Positiv-Liste, hier „Web Yes List“ genannt, über Einstellungen für Kind, junger Teenager, reifer Teenager, Erwachsener (zwei Voreinstellungen) bis zur Alles-ist-erlaubt-Einstellung. Praktisch: Für Kinder und Jugendliche ist automatisch ein Zeitmanagement aktiviert, das die tägliche Surfzeit auf vier Stunden in der Zeit von 07:00 bis 22:00 Uhr beschränkt. Pro Woche sind 20 Stunden voreingestellt. Alle Werte können für jeden Benutzer abgestimmt und komfortabel geändert werden. Gut: Cyber Patrol kann auch Eingaben in einem Chat filtern. So etwa wird verhindert, dass Kinder ihre Telefonnummer oder Adresse an Unbekannte weitergeben.

Im Test leistete sich die Software keine groben Schnitzer. Manchmal wurden zwar auch Sites ohne jugendgefährdende Inhalte gesperrt, doch war der Zugriff nach erneutem Laden meist möglich. Neben international gültigen einschlägigen Suchbegriffen erkannte Cyber Patrol auch deutsche Wörter zuverlässig. Bei mehrdeutigen Begriffen wurden Suchmaschinen-Ergebnisse noch angezeigt, so dass der Zugriff - etwa auf Wikipedia - noch möglich war. Interessant: Unbekleidete Damen dürfen auch Kinder sehen, sofern sie die Web-Adresse kennen. Beim Suchwort „Pistole“ zeigte sich Cyber Patrol sehr restriktiv, während es eine „Bombe“ wohl für ungefährlich hielt. Links und die direkte Eingabe einer Web-Adresse prüfte Cyber Patrol und blockierte, falls nötig, zuverlässig.

Die Nutzung von anderen Programmen kann man ebenfalls reglementieren. So kann man beispielsweise Spiele zeitlich begrenzen oder ganz untersagen. Schlecht: Cyber Patrol behandelt hier alle Programme gleich, es gilt das gleiche Zeitmanagement wie beim Surfen. Der Internet-Filter ließ sich im Test nicht austricksen. Zwar konnte der Task-Manager aufgerufen werden. Doch auch nach Beenden aller Nicht-System-Prozesse arbeitete die Software noch zuverlässig. Eine De-Installation ist nur nach Eingabe des Headquarter-Passworts möglich. Die Bedienung wird etwas erschwert, weil Cyber Patrol nur in Englisch verfügbar ist, auch die Menüoberfläche ist nicht immer schlüssig.

Fazit: Eltern können mit der Software das Surf- und PC-Nutzungs-Verhalten ihrer Kinder relativ genau reglementieren. Auch für Chefs, die Mitarbeiter vom privaten Surfen abhalten wollen, ist das Programm geeignet

Alternative: Kindersicherung 2006 ( www.salfeld.de ) ist in Deutsch und bietet viel feinere Einstellmöglichkeiten.

BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 2,5
Bedienung (35%) Note 2,5
Dokumentation (5%): Note 2,0
Installation/De-Installation (5%): Note 1,5
Systemanforderungen (5%): Note 1,0

GESAMTNOTE: 2,4

Anbieter:

Surfcontrol

Weblink:

www.cyberpatrol.com

Preis:

32 Euro für 12 Monate

Betriebssysteme:

Windows 98/ME, NT 4, 2000, XP

Plattenplatz:

23 MB

0 Kommentare zu diesem Artikel
129720