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Bluetooth-Lautsprecher

Creative Sound Blaster Roar SR20 im Test

22.08.2014 | 16:16 Uhr |

Wenn Sie genug vom dürren Klang x-beliebiger Bluetooth-Speaker haben, dann könnte der Creative Sound Blaster Roar SR20 eine gute Alternative sein. Wir haben den edlen Lautsprecher im Praxis-Test.

Unter der hübschen Metall-Haube des Sound Blaster Roar SR20 verbirgt sich allerhand Technik: Zwei 38-Millimter-Treiber für die Höhen in der Front, ein 64-Millimeter-Treiber für die Mitten und Bässe an der Oberseite sowie je ein passiver Radiator für die Bass-Unterstützung an den Außenseiten. Außerdem verbaut Creative gleich zwei Verstärker, wovon sich einer ausschließlich um die hohen Frequenzen kümmert während der andere für die Mitten und Tiefen verantwortlich ist. Das Ergebnis soll ein klares sowie ausgewogenes Klangbild sein. Übrigens ist das Design mit einem Red Dot Design Award 2014 ausgezeichnet worden.

Die Anordnung der Audio-Treiber und Radiatoren will einen passablen Raumklang bieten.
Vergrößern Die Anordnung der Audio-Treiber und Radiatoren will einen passablen Raumklang bieten.
© Creative

Anschlussfreudig und mit dicken Akku

Um das Gerät mit Strom zu versorgen, greifen Sie entweder auf das Netzteil zurück oder auf den 6000 mAh starken Lithium-Ionen-Akku, der übrigens dank USB 2.0 auch parallel mobile Geräte aufladen kann. Dank der üppigen Kapazität soll eine Musikwiedergabe von bis zu acht Stunden möglich sein. Im Test kamen wir zwar nicht ganz auf acht Stunden, doch für die Beschallung von kleineren Partys und Grillabenden reicht es garantiert.

Die rückwärtigen Anschlüsse sind zahlreich und ermöglichen somit ein breites Einsatzspektrum: So lassen sich mobile Geräte nicht nur drahtlos via Bluetooth 3.0, sondern auch per Aux-In mit dem Gerät verkabeln. Für die Wiedergabe vom PC oder Mac gibt es einen Micro-USB-Anschluss. Außerdem besteht die Möglichkeit, Musik von einer Micro-SD-Speicherkarte wiederzugeben, allerdings darf die Karte nicht größer als 32 GB sein. Dank eines integrierten Mikrofons lässt sich der Roar SR20 nicht nur als Freisprechanlage nutzen, sondern auch als Aufnahmegerät.

An der Rückseite befinden sich die Schnittstellen und Anschlüsse sowie weitere Bedienelemente wie zum Beispiel zum Aufnehmen oder Mikrofon-Stummschaltung.
Vergrößern An der Rückseite befinden sich die Schnittstellen und Anschlüsse sowie weitere Bedienelemente wie zum Beispiel zum Aufnehmen oder Mikrofon-Stummschaltung.
© Creative

Einige Bedienelemente befinden sich auf der Rückseite. Dazu zählen die obligatorischen Tasten wie Mikrofon-Stummschaltung, Aufnahme, Zufällige Wiedergabe/Wiederholung sowie Play/Pause. Hinzu kommen noch etwas ungewöhnlichere Knöpfe: Der „Lebensretter-Knopf“ gibt in komplett zufälligen Abständen plötzliche Töne von sich, um Sie beispielsweise während des Autofahrens oder Lernens wach zu halten. Auch ein Knopf für eine eingebaute Sirene ist an Bord, um so auf sich aufmerksam zu machen. Wer zum Einschlafen etwas Musik braucht, der freut sich über die Schlafenszeit-Funktion, die Musik mit langsam absteigender Lautstärke wiedergibt.

Weiter geht es auf der Oberseite, wo sich unter anderem auch der NFC-Sensor befindet, um kompatible Geräte einfach und schnell drahtlos via Bluetooth zu koppeln. Daneben sitzen drei kleine LEDs, die den Ladestatus des Akkus anzeigen. Daneben befindet sich nochmal eine kleine Leuchte, die bei einer Aufnahme leuchtet. Weiter rechts kommt dann der Knopf für die Rufannahme und das Bluetooth-Pairing. Dann kommt noch die Lautstärkeregelung und die „Roar“-Taste: Damit erhöhen Sie noch einmal die Lautstärke sowie Räumlichkeit der Klänge – gut für die Beschallung großer Räume.

An der Oberseite stehen neben dem NFC-Sensor auch LED-Indikatoren sowie unter anderem die "Roar"-Taste für satteren Klang.
Vergrößern An der Oberseite stehen neben dem NFC-Sensor auch LED-Indikatoren sowie unter anderem die "Roar"-Taste für satteren Klang.
© Creative

Satter Klang und simple Bedienbarkeit

Schon nach den ersten Sekunden Musikwiedergabe sind wir von den satten Klängen beeindruckt. Der Bass ist für ein derart kompaktes Gerät schön druckvoll. Gleiches gilt auch für die Mitten, nur die Höhen klingen etwas unsauber. Insgesamt ist der Klang auch dezent dunkel abgestimmt. Im „Roar“-Modus steigen Bass und Lautstärke, ohne zu Übersteuern – sehr schön! Insgesamt lässt sich sagen, dass das Klangbild für einen Bluetooth-Lautsprecher ausgewogen abgestimmt ist.

Kompatible Geräte lassen sich komfortabel via NFC koppeln, die Einrichtung über Bluetooth entfällt damit.
Vergrößern Kompatible Geräte lassen sich komfortabel via NFC koppeln, die Einrichtung über Bluetooth entfällt damit.
© Creative

Test-Fazit zum Creative Sound Blaster Roar SR20

Wenn Sie Musik mit dem Creative Sound Blaster Roar SR20 hören, dann vergessen Sie vermutlich schnell, dass es sich dabei eigentlich um einen recht kompakten Bluetooth-Speaker handelt. Der Sound ist kräftig und stabil genug, um auch kleinere Feiern zu beschallen. Außerdem gefallen uns die einfache Bedienung und die Möglichkeit, seine mobilen Geräte zeitgleich an dem Gerät aufzuladen. Darüber hinaus macht der Lautsprecher auch in Sachen Design eine ansprechende Figur und bietet zahlreiche Funktionen und Anschlussmöglichkeiten. Klangliche Patzer erlaubt sich der Roar SR20 nur bei den Höhen.
Doch für den durchweg mobilen Einsatz reicht es nicht, da das Gerät nicht wasserdicht ist. Und für unseren Geschmack könnte die Maximallautstärke noch etwas höher sein. Doch für einen Preis von 150 Euro (unverbindliche Preisempfehlung) erhalten Sie dennoch einen Speaker, der sein Geld wert ist. Ihr aktuelles Soundsystem kann der Roar SR20 freilich nicht ersetzen.

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