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Corsair Vengeance K95 im Test

04.03.2014 | 09:33 Uhr |

Die mechanische Tastatur Vengeance K95 hat Corsair „für Profi-Gaming konzipiert“ und verspricht reaktionsschnelle rote Cherry-MX-Switches, regelbare Beleuchtung, zahlreiche Makrotasten und ein hochwertiges Gestell aus Aluminium. Wir haben die Tastatur im Test.

Gamer haben nicht nur hohe Ansprüche an ihren PC, sondern auch an ihr Werkzeug, sprich die Peripherie: Tastatur, Maus und Headset – um die wichtigsten zu nennen. Corsair bietet deshalb ein Keyboard an, das eben diesen hohen Anforderungen genügen möchte. Die Vengeance K95 muss sich deshalb im Test beweisen!

Edles und hochwertiges Tippbrett

Beim Auspacken fällt uns erst einmal das für Tastaturen recht üppige Gewicht von gut 1,3 Kilogramm auf. Das liegt unter anderem am eloxierten Aluminium, aus dem die Vengeance hauptsächlich gefertigt ist. Das kommt nicht nur der Haptik zugute, sondern verspricht auch Robustheit und damit eine längere Lebensdauer. Und das schlichte, schwarze Design weiß definitiv zu gefallen, bei der Verarbeitung leistet sich Corsair keinerlei Patzer.

Rote Cherry-MX-Switches mit geringem Druckpunkt und solider Bauweise.
Vergrößern Rote Cherry-MX-Switches mit geringem Druckpunkt und solider Bauweise.
© Corsair

Bei den Tasten handelt es sich nicht um die günstige Rubberdome-Technik, sondern um mechanische Cherry-MX-Red-Schalter. Die rote Version ist bekannt für einen linearen und sehr leichten Druckpunkt. Es bedarf also vergleichsweise wenig Druck (etwa 45 Gramm), um die Tasten auszulösen. Für produktive Schreiberlinge ist diese leichtgängige Bedienung vermutlich etwas zu flott und könnte deshalb oft zu Tippfehlern führen. Immerhin liegt die Lebenszeit einer mechanischen Taste bei satten 50 Millionen Anschlägen.

Mit einer Breite von knapp 55 Zentimetern ist das Vengeance K95 breiter als herkömmliche Bürotipper. Denn an der linken Seite befinden sich gleich 18 zusätzliche Makrotasten, die sich im Treiber beliebig mit Tastaturfolgen und –kombinationen belegen lassen. Der Neigungswinkel lässt sich mit Hilfe der ausklappbaren Füße um lediglich 5 Millimeter verstellen, was dem ein oder anderen etwas zu wenig sein könnte. An der Oberseite befinden sich weitere Tasten, um im laufenden Betrieb zwischen Profilen umzuschalten und den Multimedia-Player zu steuern. Auch die Lautstärke lässt sich über das geriffelte Aluminium-Scrollrad stufenlos regeln.

Gleich 18 zusätzliche Makrotasten platziert Corsair an der linken Seite.
Vergrößern Gleich 18 zusätzliche Makrotasten platziert Corsair an der linken Seite.
© Corsair

Anpassbare Hintergrundbeleuchtung

Bei Gaming-Tastaturen kaum noch wegzudenken sind die beleuchteten Tasten, um auch bei schlechten Lichtverhältnissen stets die korrekte Eingabe zu tätigen. Corsair entscheidet sich für weiße LEDs, deren Intensität sich in drei Stufen regeln lässt, komplett deaktivieren lassen sie sich natürlich auch. Weiterhin lassen sich im Treiber sogar einzelne Tasten durch eine intensivere Beleuchtung hervorheben, um besonders wichtige Stellen zu kennzeichnen. Dank 20-Key-Rollover soll bei 20 parallelen Eingaben keine einzige verloren gehen. Im Test bewahrheitete sich die Behauptung.

Es sind derweil zwei USB-Anschlüsse notwendig, um die Tastatur an den Computer zu hängen, denn auf der Rückseite befindet sich ein zusätzlicher USB-Port, um dort beispielsweise seine Maus anzustöpseln. Das Kabel ist mit 2,5 Metern Länge üppig bemessen und auch noch „gesleevet“, also mit Kunststoff ummantelt, um Kabelbrüchen vorzubeugen.

Hinweis: Korrektur des Tests

Corsair liefert beim Vengeance K95 keine austauschbaren Tasten mit, sondern bietet sie als optionales Zubehör an ( zur Herstellerseite ). Im ursprünglichen Test behauptete der Redakteur, dass diese Tasten im Lieferumfang enthalten wären, was aber nicht korrekt ist. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten.

An der Rückseite befindet sich ein USB-Anschluss sowie der Regler, um die Polling-Rate zu verändern.
Vergrößern An der Rückseite befindet sich ein USB-Anschluss sowie der Regler, um die Polling-Rate zu verändern.
© Corsair

Natürlich lassen sich die Makros und Beleuchtungen im Treiber in verschiedenen Profilen abspeichern. Die bleiben auch systemübergreifend verfügbar, denn die Vengeance K95 verfügt über einen internen Speicher. Wer es etwas gemütlicher mag, der kann die mitgelieferte Soft-Touch-Handballenauflage an die Tastatur schrauben. Interessant ist auch die kleine Taste auf der Rückseite, mit der sich die Polling-Rate verstellen lässt, also die Zeit, mit der die ausgelösten Tasten im System ankommen.

Technische Daten

Corsair Vengeance K95

Maße (B x H x L)

54,6 x 7,4 x 24,3 Zentimeter

Gewicht

1,3 Kilogramm

Bauart

mechanische Schalter (Cherry-MX-Red)

Anschluss

USB 2.0

Kabellänge

2,5 Meter

Anschlüsse

1x USB 2.0

Format

Standardlayout mit Nummernblock

Sondertasten

18x Makro-Tasten, 3x Profil-Tasten, 8x Multimedia-Tasten, 1x Lautstärke-Scrollrad

Beleuchtet

ja (weiße LEDs)

Onboard-Speicher

ja

Extras

Multimedia-Funktionen, 20-Key-Rollover, Polling-Rate verstellbar, gesleevtes Kabel

Test-Fazit zur Corsair Vengeance K95

Die Vengeance K95 besticht durch ein edles Design dank hochwertiger Materialien und einer Top-Verarbeitung. Die Tasten lassen sich flott bedienen und sollten vor allem bei Gamern auf positive Resonanz stoßen. Denn die Tastatur im Büro kann die Vengeance kaum oder nur nach einer längeren Eingewöhnungsphase ersetzen, der Hub ist sehr leichtgängig. Weiterhin positiv sind der interne Speicher, die anschraubbare Handballenauflage sowie die regelbare Hintergrundbeleuchtung. Und der Profi-Gamer freut sich über die vielen zusätzlichen Makrotasten, auch wenn sie etwas eng beieinander liegen.
Doch da die Tasten allgemein etwas erhöht sitzen, kann sich darunter allerlei Schmutz ansetzen und im schlimmsten Fall die Bedienung beeinträchtigen. Des Weiteren fehlen Audio-Anschlüsse an der Rückseite des Keyboards, die wir für den hohen Preis von rund 140 Euro erwartet hätten.

Allgemeine Daten

Corsair Vengeance K95

Testkategorie

Peripherie

Hersteller

Corsair

Internetadresse

www.corsair.com/de-de

Preis

140 Euro

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