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Corsair Vengeance 2100 im Test

01.04.2014 | 16:55 Uhr |

Das aktuelle Flaggschiff in Sachen Headsets stellt im Portfolio von Corsair das Vengeance 2100 da: Drahtlose Übertragung, virtueller 7.1-Surround-Sound sowie große 50-Millimeter-Audiotreiber wollen Sie „Teil des Spiels“ werden lassen. Ob dem Hersteller das gelingt, erfahren Sie im Test.

Spiele, Musik und Filme haben vor allem eins gemeinsam: Ohne den richtigen Sound machen sie nur wenig Spaß. Corsair will dem ein Ende setzen und stellt mit dem Vengeance 2100 das aktuelle Top-Modell vor, das auch audiophile Ohren mit den richtigen Klängen verwöhnen möchte. Wir haben das Headset im Test.

Gemütliche Over-Ears mit tadelloser Verarbeitung

Uns gefällt allen voran die saubere Verarbeitung des Headsets. So ist das Kopfband komplett mit weichem Lederimitat gepolstert, während die Aufhängung für die Ohrmuscheln aus Plastik im Aluminium-Look bestehen. Dank des massiven Materials und der geringen Spaltmaße wirkt der Kunststoff keineswegs billig, sondern eher robust und fügt sich gut ins Gesamtbild ein. Die Ohrmuscheln selbst sind weich gepolstert und mit Velour überzogen.

Die weiche Polsterung lässt einen das Headset angenehm tragen.
Vergrößern Die weiche Polsterung lässt einen das Headset angenehm tragen.

Zwar fühlen sich die Polster wirklich gemütlich an, doch nach einiger Zeit kommen wir dann doch um die Ohren herum ins Schwitzen. Doch dank eines ausbalancierten Anpressdruck kommt es nicht zu schmerzhaften Druckstellen. Selbst bei lautem Ton dringt nur wenig davon nach Außen – sehr gut! Wir mussten allerdings beobachten, dass die Stoffpolsterung Fussel und Haare fast schon magisch anzieht.

Anschlüsse und Bedienelemente

An der linken Ohrmuschel befindet sich der Mikrofonarm, der sich in kleinen Stufen auf und ab klappen lässt, um ihn bei Bedarf auch komplett aus dem Sichtbereich zu schwenken. Das Mikrofon ganz vom Headset zu trennen sieht Corsair leider nicht vor. Des Weiteren ist es auch möglich, sich das Mikrofon näher zum Mund zu dehnen, der Arm ist flexibel genug und bleibt auch fast in der gewünschten Position. Das Mikrofon ist übrigens noch mit einer Rauschunterdrückung ausgestattet.

An der linken Ohrmuschel befinden sich das Mikrofon, der Micro-USB-Anschluss, der Lautstärkeregler sowie der Power-Button.
Vergrößern An der linken Ohrmuschel befinden sich das Mikrofon, der Micro-USB-Anschluss, der Lautstärkeregler sowie der Power-Button.
© Corsair

Ebenfalls an der linken Seite finden Sie den Micro-USB-Anschluss, den ein dünnes LED-Band umfasst und bei Kabelverbindung blau und bei gefährlich leerem Akku in Rot leuchtet. An der Außenseite ist der gepunktete Power-Knopf, darunter befindet sich wieder eine Status-LED. Im laufenden Betrieb blinkt diese im Abstand von einigen Sekunden in Blau. Noch weiter unten sitzt das Scrollrad für die stufenlose Laustärkeregelung, das wir bereits von der mechanischen Gaming-Tastatur Corsair Vengeance K95 her kennen.

Starke drahtlose Übertragung

Corsair liefert für die drahtlose Übertragung einen USB-Empfänger mit, der sich entweder direkt an einen freien Port anschließen lässt oder über den ebenfalls mitgelieferten Verlängerungs-Kabel inklusive USB-Anschluss an der gewünschten Stelle aufstellen lässt. Der Hersteller verspricht eine Reichweite von bis zu 12 Metern. Das können wir sogar guten Gewissens bestätigen, was uns ziemlich beeindruckt! Der integrierte Akku soll bis zu 10 Stunden durchhalten. Die Batterie lässt sich über den erwähnten Micro-USB-Anschluss aufladen, während dieses Vorgangs dürfen Sie das Vengeance 2100 auch weiterhin benutzen.

Der USB-Empfänger lässt sich auch an eine mitgelieferte Verlängerung anstöpseln.
Vergrößern Der USB-Empfänger lässt sich auch an eine mitgelieferte Verlängerung anstöpseln.

Technische Daten

Corsair Vengeance 2100

Fernbedienung

nicht vorhanden

Kabellänge

1,5 Meter (zusätzlich 1,5 Meter dank mitgelieferter Verlängerung)

Regler

Lautstärke, Mikrofonstummschaltung

Surround

ja, virtueller 7.1-Dolby-Surround-Sound

USB-Soundchip

Ja

Anschluss, Übertragung

Funk / USB

Bauweise

Geschlossen

Frequenzgang

20 - 20000 Hz

Impedanz

32 Ohm

Lautsprecher (Durchmesser)

Stereo (50 Millimeter)

Mikrofon abnehmbar

nein

Der Klang im Praxis-Test

In den Ohrmuscheln sitzt jeweils ein 50 Millimeter großer Audiotreiber, der schon allein aufgrund des üppigen Durchmessers einen satten Klang abliefern dürfte. Um loszulegen, installieren wir nur noch den aktuellsten Treiber von der Hersteller-Webseite. Der verfügt über einen integrierten Equalizer und bereits acht vordefinierte Sound-Profile, beispielsweise für das Spielen von Shootern oder MMOs. Hier lässt sich auch über einen großen, virtuellen Power-Knopf die Dolby-Optimierung einschalten: Zum Einsatz kommt unter anderem auch „Dolby ProLogic IIx“, das Stereo- oder 5.1-Ton virtuell auf 7.1-Klang simuliert. Für die digitale Sound-Nachbearbeitung sorgt ein Soundchip von C-Media.

Im Praxis-Test müssen Sie erst einmal Hand an den Equalizer legen oder ein Profil auswählen, denn ohne Feintuning ist das Klangerlebnis ziemlich unausgeglichen und dumpf. Dafür bemerken wir aber bereits einen guten Druck, der mehr verspricht. Kaum haben wir ein entsprechendes Profil gewählt, spielt das Vengeance 2100 seine wahren Stärken aus und gibt den Ton in satten Klängen aus. Dabei bleibt der Bass schön dynamisch. Unserer Meinung nach könnte der Sound etwas klarer sein, und leider neigt das Headset in hohen Lautstärken zum Übersteuern, generell ist der Klang recht warm.

Die Ohrmuscheln lassen sich etwas drehen, um sie besser transportieren zu können.
Vergrößern Die Ohrmuscheln lassen sich etwas drehen, um sie besser transportieren zu können.
© Corsair

In Spielen wie Battlefield 4 aktivieren natürlich den 7.1-Sound: Gegner lassen sich gut orten, der räumliche Klang simuliert die Dolby-Technik relativ realistisch durch die zwei Audiotreiber. Wenn wir genauer hinhören, dann bemerken wir ein leichtes Hallen, das den Gesamteindruck aber nicht stark trüben kann. Die Sprachübertragung über das Mikrofon erwies sich stets als klar und deutlich.

Test-Fazit zum Corsair Vengeance 2100

Das Corsair Vengeance 2100 überzeugt uns mit einwandfreier Verarbeitung und einem satten Klang. Auch die Surround-Simulation beeindruckte mit nahezu realistischen Raumklang. Uns fällt lediglich die Neigung zum Übersteuern in hohen Lautstärken auf, hinzu kommt noch ein Nachhall bei aktivierter Dolby-Technik. Für einen Preis von knapp 100 Euro ist das Vengeance 2100 also eine echte Option in Sachen drahtloser Gaming-Headsets. Denn andere Hersteller verlangen etwas mehr Geld für eine vergleichbare Ausstattung.

Allgemeine Daten

Corsair Vengeance 2100

Testkategorie

Kopfhörer

Hersteller

Corsair

Internetadresse

www.corsair.com/de-de/

Preis (unverbindliche Preisempfehlung)

99 Euro

Garantie

24 Monate

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