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Lexmark C543dn

20.01.2009 | 12:31 Uhr |

Der Farblaserdrucker Lexmark C543dn wählt die passende Druckeremulation automatisch. Der Test zeigt, wie das in der Praxis funktioniert.

Filigrane Buchstaben: Lexmark C543dn
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© 2014

Besonderheit: Der US-Hersteller verbaut in die C540n-Serie ein selbst entwickeltes Druckwerk. Der Clou: Die Tonerkartuschen befinden sich seitlich am Gerät hinter einer Abdeckung. Die einzelnen Kartuschen ähneln von der Form her übergroßen Tintenpatronen. Auch der Prozess des Einsetzens ist uns eher vom Tintenstrahldrucker, denn vom Farblaserbereich bekannt.

Ausstattung: Zum Test trat das Modell Lexmark C543dn mit automatischer Duplex-Einheit und Ethernet-Anschluss an. Zusätzlich bietet es die Emulationen PCL 5C und 6 (Printer Command Language) sowie PS 3 (Prostscript). Benutzten wir die automatische Routine, installierte sich ein Treiber für beide Druckersprachen. Gleichzeitig war werksseitig am Drucker die Funktion "Smart Switch" aktiviert. Dadurch wählte der Drucker je nach Auftrag die geeignete Emulation aus. Diese Methode bremste den Drucker allerdings leicht.

Tempo: So gehören 1:43 Minuten für zwölf farbige Seiten aus Acrobat zu einem eher mittleren Ergebnis. Auch beim 20-seitigen Grauert-Brief blieb das Lexmark-Modell mit 1:54 Minuten weit unter seiner nominalen Geschwindigkeit von 20 Schwarzweiß-Seiten pro Minute.

Was an Tempo manchmal auf der Strecke blieb, machte das Gerät allerdings mit guter Druckqualität wett: So fielen die Farben leuchtend und Farbflächen homogen aus. Aufgrund der Helligkeit blieben Details gut sichtbar. Zum Teil waren allerdings Rottöne etwas zu dominant. Gerade im Schwarzweiß-Modus gefielen die Linienzeichnung und die feine Buchstabendarstellung. Tonerspritzer erkannten wir nahezu keine. Das erleichterte die Lesbarkeit.

Verbrauch: Im Lieferumfang befinden sich Kartuschen mit 1000 Seiten Reichweite pro Farbe. Da es diese Füllmenge auch im Nachkauf gibt, handelt es sich hier nicht um Starter-Toner. Überhaupt bewirbt Lexmark das Hersteller-Verbrauchsmaterial über das "Rewards-Programm": Hier registriert sich der Anwender auf der Webseite und stimmt zu, dass er die leeren Tonerkartuschen an den Hersteller zurücksendet. Dafür erhält er volle Kartuschen zum Sonderpreis. Für zehn leere Kartuschen gibt es zudem eine gratis. Außerdem übernimmt Lexmark nach 30.000 Seiten die Kosten für den Austausch der anderen Zubehörteile wie Bildtrommeln. Legen wir das Programm zugrunde, kommen wir auf Seitenpreise von 2,3 Cent pro schwarzweißem Blatt und 10,2 Cent für die Farbseite - noch günstig. Für den Stromverbrauch gilt das nicht in demselben Maße. Denn sowohl 15,3 Watt im Energiesparmodus als auch 0,2 Watt im ausgeschalteten Zustand sind Werte, die sich verbessern ließen.

Handhabung: Der Hersteller gibt für die Papierablage eine maximale Kapazität von 100 Blatt an. Im Test verwurschtelten sich die Blätter jedoch weit früher. Auch angesichts der optional erhältlichen Papierkassette für 650 Blatt (rund 244 Euro) ist die Ablage jedoch zu gering gehalten.

Fazit: Der Farblaser gehört nicht zu den schnellsten Modellen seiner Klasse. Dafür stimmte die Output-Qualität. Auch das Zubehörprogramm des Herstellers wird Anhänger finden.

Alternativen: Als Farblaserdrucker für Umweltbewusste erwies sich der Samsung CLP-610ND . Er bringt eine automatische Duplex-Einheit mit, was Papier spart. Und entpuppte sich sowohl in Sachen Energie als auch bei den Seitenkosten als genügsam.

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