120052

Neue Browser im Vergleich

17.11.2008 | 12:53 Uhr |

Mit Google Chrome wirbt ein brandneuer Browser um Ihre Gunst. Doch Vorsicht: Das Programm versucht, Sie auszuspionieren. Alles über die neuen Beta-Browser.

Paukenschlag von Google: Die Nachricht, dass der Suchmaschinenkonzern mit Chrome an einem eigenen Browser bastelt, wurde nicht einen Tag eher publik als gewollt. Offenbar ist das Unternehmen wirklich Herr über die im Web verfügbaren Informationen. Zum Reagieren blieb den Platzhirschen keine Zeit – die aktuellen Betaversionen von Firefox und Internet Explorer (IE) haben noch den gleichen Funktionsumfang.

Die Konkurrenten: Wir prüfen für Sie die jeweiligen Besonderheiten und Leistungen der drei Programme. Das führt unweigerlich zur Frage: Brauchen Sie wirklich noch einen weiteren Browser? Sicher: Konkurrenz belebt das Geschäft. Doch blieben sich die beiden Hauptkontrahenten schon bis dato wenig schuldig. Der bisherige Mitbewerber Opera leidet unter dem Problem mangelnder Bekanntheit und wird zwischen den beiden Großen zerrieben. Wir haben die jüngsten Browser-Betas von Chrome, Firefox und IE für Sie getestet.

Tempo & Leistung
Das interaktive Web 2.0 fordert den Browsern Leistung ab. Ob sich eine Web-Anwendung schnell genug anfühlt, um erfolgreich gegen ein lokal gespeichertes Programm anzutreten, hängt vor allem davon ab, wie schnell der Browser Javascript verarbeiten kann. Für Google als größtem und bekanntestem Anbieter von Web-basierten Anwendungen wie Google-Kalender oder Text & Tabellen ist das der wichtigste Punkt: Können die Browser das interaktive Angebot nicht schnell genug verarbeiten, nimmt die Kundschaft das Angebot nicht an.

Mit Tracemonkey Turbo rein
Vergrößern Mit Tracemonkey Turbo rein
© 2014

Nicht nur Chrome ist auf Geschwindigkeit optimiert. Auch Firefox 3.1 besitzt einen von Grund auf neu geschriebenen Javascript-Interpreter namens Tracemonkey, der jedes Script zunächst in maschinenspezifischen Code übersetzt, bevor er abgearbeitet wird. Dadurch erreichen Scripts eine Geschwindigkeit, die ähnlich zu der nativer Windows-Programme ist. In der gegenwärtigen Betaversion ist Tracemonkey bereits vorhanden, aber noch nicht per Voreinstellung aktiviert. Sie schalten ihn ein, indem Sie in die Firefox-Adresszeile die spezielle URL eingeben. Dann klicken Sie jeweils doppelt auf die Einträge und , so dass sie auf stehen. Nun schließen Sie alle Browser-Fenster und starten Firefox neu.

Wie Sie auf Seite 3 sehen können, schlägt sich Googles Chrome wacker gegen die etablierten Browser und deren Javascript-Engines, kann sich aber nicht gegen den neuen Firefox durchsetzen. Stabilitätsprobleme während des Tests hatte übrigens keiner der Browser, obwohl es sich ausnahmslos um Betaversionen handelte. Für Firefox-Benutzer ergibt sich demnach kein Grund, allein wegen der Geschwindigkeit den Browser zu wechseln: Mit Tracemonkey ist den Entwicklern ein großer Wurf gelungen. Das subjektive Gefühl beim Arbeiten mit Web-Applikationen bestätigen die Ergebnisse des Tests. Weit abgeschlagen liegt der Internet Explorer ganz hinten und macht hier eine unglückliche Figur.

0 Kommentare zu diesem Artikel
120052