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Changers Starter Kit im Test

13.02.2013 | 11:06 Uhr |

Das Changers Starter Kit ist ein kompaktes Ladegerät, das aus einem Solar-Ladepanel und einem Akku besteht. Mit ihm lässt sich auch bei widrigen Wetterverhältnissen Strom erzeugen.

Im Sommer laden alle Solarladegeräte - aber wie sieht es in der kalten Jahreszeit aus? Bei einem leicht bewölkten Tag mit etwas über 13 Grad gingen wir dieser Frage mit dem Changers Starter Kit nach. Dieses enthält ein Solarpanel, das so genannte „Maroshi“, und den Akku „Kalhuohfummi“. Die Ausbeute war jedoch gering: Obwohl die Sonne direkt auf das Panel fiel, produzierte es lediglich 0,03 Watt in der Sekunde.

Die Einzelteile des Changers Starter Kit
Vergrößern Die Einzelteile des Changers Starter Kit
© Changers.com

Da der Hersteller die Option anbietet, das Komplettpaket zu erweitern, verdoppelten wir die Fläche der Solarzelle mithilfe eines zweiten Panels und eines optionalen Y-Adapters mit Namen Spider. Die zwei Lithium-Ionen-Rundzellen mit 3,7 Volt im Inneren des Stromgenerators erzeugten jetzt sechs Watt in der Sekunde. Ein Wert, der sich sehen lassen kann – und das bei sechs Grad und bewölktem Himmel. Ein einzelnes Solarpanel produziert übrigens maximal vier Watt Leistung unter optimalen Bedingungen. Der Akku besitzt eine maximale Kapazität von 40 Wattstunden, und es kann schon einige Zeit vergehen, bis dieser komplett aufgeladen ist. In unseren Test war der Akku nach sieben Stunden voll. Die Kapazität reicht aus, um ein HTC Desire einmal vollständig und ein weiteres Mal bis zu 70 Prozent mit Strom zu versorgen. Im dritten Test bei neun Grad und zwischendurch klarem Himmel brachte die Sonne das Kalhuohfummi mit acht Watt in der Sekunde ans Maximum. Die Ladezeit war für den kompletten Ladezyklus jedoch fast identisch.

Bedienbarkeit – einfacher geht’s nicht

Das Kalhuohfummi produziert Strom.
Vergrößern Das Kalhuohfummi produziert Strom.
© Changers.com

Das Changers Starter Kit lässt sich einfach bedienen. Nachdem alle Elemente miteinander verbunden sind und das Sonnenpanel positioniert wurde, produziert das mobile Kraftwerk automatisch Strom – vorausgesetzt die Sonne scheint. Das leichte Solarpanel lässt sich dank der horizontalen LED-Anzeige im Generator optimal ausrichten. Je nachdem, wie viel Strom erzeugt wird, leuchtet die grüne LED langsam oder schnell. Einmal blinken in drei Sekunden bedeutet, es werden 0,03 Watt produziert. Leuchtet die LED dagegen einmal pro Sekunde, liefert das Gerät ein Watt, bei zwei Mal Blinken pro Sekunde werden zwei Watt erzeugt und so weiter bis das Maximum erreicht ist. Mit einem Druck auf den einzigen vorhandenen Knopf lässt sich der Ladezustand ablesen. Leuchten alle vier LEDs, ist das Ladegerät voll. Sobald ein Smartphone oder ein anderes Gerät angeschlossen ist, wird dieses geladen. Ablesen lässt sich dies ebenfalls am LED-Blinken.

Changers will die Menschen ändern

Anschlüsse des Akkus Kalhuohfummi
Vergrößern Anschlüsse des Akkus Kalhuohfummi
© Changers.com

Das Changers-Kraftwerk ist mehr als ein einfaches Solarladegerät. Mittels Datenkabel und Rechner werden die gespeicherten Informationen zur Energiemenge und CO2-Einsparung des Akkus an die Changers.com -Community übermittelt. Hier gibt es Einblick über die Menge des bereits produzierten Stroms und die eigene tägliche CO 2 -Einsparung. Diese Werte lassen sich entsprechend mit denen der anderen Mitglieder vergleichen. Zudem gibt es als Ansporn ein Ranking-System.

Lieferumfang und Preise
 
Für den Preis von 149,00 Euro wird das Kalhuofummi, Maroshi, zwei Saugnäpfe, ein Micro-USB auf USB-A-Kabel, acht Adapter (Mini-USB, Nokia 2 mm, Sony Ericsson, Samsung D800, Sony PSP, Nintendo DS/GB, Nintendo DS lite), eine Kurzbeschreibung „Wie es funktioniert“ und ein Quick-Start Poster beim Starter Kit mitgeliefert. Das optional erhältliche Maroshi Solar Modul mit zwei Saugnäpfen kostet weitere 69,00 Euro und der Spider ist für 9,00 Euro erhältlich.

So funktioniert die Stromgewinnung
Vergrößern So funktioniert die Stromgewinnung
© Changers.com

Fazit

Das Solarladegerät von Changers gefiel uns. Es lassen sich damit alle USB-Geräte laden. Der hohe Gesamtpreis von 227 Euro für das komplette Paket mit zweitem Solarpanel und Spider-Adapter ist in unseren Augen vertretbar, obwohl es günstigere Geräte gibt. Mit keinem anderen Solarladegerät macht es so viel Spass, seinen eigenen Strom zu erzeugen. Einen großen Anteil trägt dazu die Community bei. Ferner sind alle Elemente sehr robust, wetterbeständig und überstehen problemlos Minus-Temperaturen. Somit kann das Set auch im Freien bleiben.

Ob sich das Changers Starter Kit jedoch wirtschaftlich rechnet, ist eine ganz andere Frage. Angesichts des hohen Preises dürfte der wirtschaftliche Aspekt hinter den ethisch-moralischen (Umweltschutz, CO2-Reduktion) zurücktreten. Die Ladekapazität ist unserer Meinung nach nicht schlecht, da man den Akku gut in die Hosentasche stecken kann und er unterwegs als Notstromquelle herhalten kann.

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