Centrino 2 und Spiele-Grafik
Acer Aspire 5930G-864G32Mn
Tempo: Im Sysmark 2007 erreichte das Acer Aspire 5930G 115 Punkte. Das ist sehr gut, aber nicht schneller als Notebooks mit einem Core 2 Duo P8400, der nur mit 2,26 GH getaktet ist statt 2,4 GHz wie der P8600. Der höhere Prozessortakt macht sich also nur im Datenblatt gut – in der Praxis bringt er bei Standard-Anwendungen keinen Mehrwert. Auch bei Office-Programmen liegt das Acer-Notebook – auf hohem Niveau – etwas hinter vergleichbar ausgestatteten Laptops: Hier kommt die Festplatte als Schuldige in Frage. Die 3D-Karte Geforce 9600M GT bewältigt auch anspruchsvolle DirectX9-Spiele ruckelfrei in der maximalen Displayauflösung von 1280 x 800 Bildpunkten – zum Beispiel World in Conflict (mittlere Details) mit 35 Bildern pro Sekunde und F.E.A.R. mit aktivierter Kantenglättung mit 44 Bildern pro Sekunde. Für DirectX10 reicht es für flüssiges Spielen dagegen nur bei einer niedrigeren Auflösung – und auch dann nicht mit allen Effekten.
Ausstattung: Hier kann das Aspire 5930G voll punkten – große 320-GB-Festplatte, DVD-Brenner, Gigabit-LAN, 11n-WLAN-Modul und Bluetooth sind ein ausgewogener Hardware-Mix, der für alle aktuellen Einsatzgebiete ausreicht. Neben drei USB-Ports besitzt das Acer Aspire 5930G eine Kombi-Buchse, an die sich entweder ein USB-Gerät oder eine e-SATA-Festplatte anschließen lässt. Videofreunde werden einen Firewire-Anschluss vermissen: Den gibt es auch nicht am optionalen Port-Replikator Acer Easy Port IV (rund 100 Euro), der über einen Spezialanschluss auf der linken Gehäuseseite ans Notebook kommt. Eine Windows-Recovery-DVD fehlt: Backups des Systems oder der Treiber muss man selbst erstellen – dafür hält das Aspire 5930G ein bequemes, aber nicht besonders leistungsfähiges Tool bereit.
Ergonomie: Das Display spiegelt deutlich und ist deshalb trotz einer recht hohen Helligkeit von 182 cd/m2 nicht für draußen geeignet – außer man sitzt im Schatten. Ansonsten gibt es kaum etwas zu bemängeln: Die Bildqualität ist ordentlich, für Film und Fernsehen allerdings nicht ideal: Dafür müssten Kontrast und Farbdarstellung besser sein. Der Lüfter arbeitete mit maximal 0,7 Sone: Er ist damit nur in sehr leiser Umgebung wahrnehmbar.
Mobilität: Knapp drei Stunden hält das Acer Aspire 5930G im Akkubetrieb durch. Das ist okay – weil die Rechenleistung auch ohne Netzstrom sehr hoch liegt und beispielsweise nicht durch Bios-Bremsen beschränkt wird. Allerdings wiegt das Acer-Notebook knapp drei Kilogramm und ist damit rund 300 Gramm schwerer als viele vergleichbar ausgestattete Notebooks.
Handhabung: Die Tastatur ist stabil eingebaut. Beim schnellen Tippen sind die Tasten allerdings sehr laut. Man spürt beim Schreiben einen angenehm deutlichen Tastendruck, viele unserer Tastatur-Tester bemängelten allerdings einen flachen Tastenhub. Acer spart sich einen Ziffernblock. Dafür sind links und rechts neben der Tastatur zehn Schnellstart-Tasten platziert, über die sich beispielsweise die Medien-Wiedergabe steuern lässt oder man WLAN und Bluetooth aktivieren beziehungsweise deaktivieren kann.
Verarbeitung: Im schwarz-blauen Displaydeckel sitzt ein Acer-Logo, das weiß leuchtet, wenn das Notebook in Betrieb ist. Auch der Rahmen ums Display ist glanzlackiert. Die Handballenablage versprüht allerdings in Design und auch beim Anfassen spröden Plastik-Charme. Beim Anheben knarzt das Notebook-Gehäuse etwas, auch die Blende oberhalb der Tastatur wirkt nicht besonders stabil.






