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Caseking Royal Gaming Beast im Test

22.04.2014 | 14:46 Uhr |

Das Gaming-Biest von Caseking ist vollgestopft mit potenter Hardware wie einer 8-Kern-CPU von AMD, zwei Radeon R9 290X im Crossfire-Verbund sowie eingebauter Wasserkühlung. Was der Bolide leistet und worauf Sie achten sollten, verraten wir Ihnen im Test.

Mit dem „ Caseking Royal Gaming Beast “ verspricht der Online-Shop Caseking.de , dass “nichts Standard” ist. Und ein Blick aufs Datenblatt lässt einen tatsächlich erst einmal anerkennend nicken: Neben einer wassergekühlten 5-GHz-CPU befinden sich in dem System gleich zwei Highend-Grafikkarten von Gigabyte, eine großzügige Samsung-SSD und ein üppiges 1000-Watt-Netzteil. Wir freuen uns auf den Test – genauso wie unser Stromanbieter.

Wie Sie sehen, lässt sich Caseking bei der Zusammenstellung des Royal-Gaming-Beast nicht lumpen. Das hauseigene King-Mod-Team zeigt sich für den Zusammenbau verantwortlich: Laut dem Betreiber handelt es sich hierbei um PC-Experten mit umfangreichen Know-How und langjähriger Kundenerfahrung. Nach der Montage und der Einrichtung testet das Team auch die Zusammenstellung und stellt somit sicher, dass der Kunde ein optimal funktionierendes System erhält.

Ausstattung: kraftvolle Marken-Hardware

Der volle Name „Caseking Royal Gaming Beast 5 GHz AMD CrossfireX Edition” verrät bereits einiges über die Konfiguration des Spielerechners. Als CPU verwendet der Hersteller den Achtkerner AMD FX-9590 , der bereits standardmäßig mit einem hohen Takt von 4,7 GHz arbeitet. Im Turbomodus schnellt der Takt allerdings auf satte 5 GHz hoch. Die genutzte Piledriver-Architektur ist bereits im AMD FX-8350 zum Einsatz gekommen, auch wenn die Modellbezeichnung erst einmal etwas anderes vermuten lässt. Die TDP beläuft sich auf 220 Watt, was rund 90 Watt mehr ist, als beim aktuellen Intel-Flaggschiff Core i7-4960X !

Die Achtkern-CPU beeindruckt mit hohen Taktraten.
Vergrößern Die Achtkern-CPU beeindruckt mit hohen Taktraten.

Geschlossene CPU-Wasserkühlung

Die hohen Taktraten verlangen auch nach einer standesgemäßen Kühlung, die in Form der All-in-One-Wasserkühlung Corsair Hydro Series H100i wohl vertreten sein dürfte. Ausgestattet ist der CPU-Kühler mit einem 240-Millimeter-Radiator, auf dem zwei 120-Millimeter-Lüfter montiert sind. Die Pumpe befindet sich direkt über dem Prozessor und ist über zwei versiegelte Gummischläuche mit dem Radiator verbunden. Daher ist diese Form der Wasserkühlung völlig wartungsfrei und einfacher einzubauen. Mit „Corsair Link“ lässt sich die Kühlung mit einem internen USB-Header auf der Hauptplatine verbinden, um auch auf dem Windows-Desktop die Betriebstemperaturen im Auge zu behalten und die Leistung zu regeln.

Die geschlossene Wasserkühlung von Corsair arbeitet mit zwei Lüftern.
Vergrößern Die geschlossene Wasserkühlung von Corsair arbeitet mit zwei Lüftern.
© Corsair

„Blitzender“ Arbeitsspeicher

Der Arbeitsspeicher vom taiwanischen Hersteller Avexir ist ein Blickfang, da die vier DDR3-Speicherriegel des Typs „ Blitz 1.1 Gigabyte Force “ im orangen Licht pulsieren. Die LEDs sind im Heatspreader integriert. Der Arbeitstakt der PC3-12800-Module beträgt flotte 2133 MHz, die Kapazität beläuft sich auf üppige 32 GB. Die CAS-Latenz beträgt 11-11-11-32 bei einer Spannung von 1,65 Volt.

Langlebiges Mainboard für Overclocker

Als Mainboard dient das Gigabyte GA-990FXA-UD7 , das neben langlebigen Ultra-Durable-Komponenten über den 990FX-Chipsatz verfügt. Des Weiteren unterstützt das Mainboard sogar bis zu vier Grafikkarten im Verbund.

Auch der Arbeitsspeicher von Avexir leuchtet im passenden Orange.
Vergrößern Auch der Arbeitsspeicher von Avexir leuchtet im passenden Orange.

SSD-HDD-Kombination

Natürlich kommt die bewährte Kombination aus schneller SSD für das Betriebssystem sowie großer HDD für die restlichen Daten zum Einsatz. Bei der SSD fiel Casekings Wahl auf die Samsung SSD 840 EVO , die mit einer Kapazität von 250 GB ausreichend groß bemessen ist. In unserem Test erreichte die Flashplatte aufgrund der dreistufigen Pufferspeicher-Techniken stellenweise das Geschwindigkeitsniveau der Pro-Baureihe. Bei der HDD setzt der Hersteller auf eine 1 TB Platte von Western Digital. Für unseren Geschmack könnte es aber ruhig auch ein Terabyte mehr sein.

Die beiden Festplatten (SSD & HDD) sind vom Gehäuse entkoppelt eingebaut.
Vergrößern Die beiden Festplatten (SSD & HDD) sind vom Gehäuse entkoppelt eingebaut.

Hawaii-Grafikkarten im Verbund

Besonderes Augenmerk verdient die Grafiklösung im Royal-Gaming-Beast. Wie auch bei der CPU setzt Caseking auf AMD-Chips, genauer gesagt auf die Hawaii-GPU der AMD Radeon R9 290X : Es befinden sich gleich zwei übertaktete Custom-Design-Versionen von Gigabyte ( zum Test ) im Gehäuse, die mit der herstellereigenen Windforce-Kühlung ausgestattet sind – beide Grafikkarten sind natürlich im CrossfireX-Verbund zusammengeschaltet und arbeiten mit einem erhöhten Chip-Takt von 1040 MHz. Dabei sorgen je drei Lüfter für die Wärmeabfuhr. Der GDDR5-Grafikspeicher beträgt 4 GB und ist über ein 512 Bit breites Speicherinterface angebunden.

Beim Royal Gaming Beast sorgen gleich zwei übertaktete Radeon R9 290X von Gigabyte im CorssfireX-Verbund für die Grafik-Power.
Vergrößern Beim Royal Gaming Beast sorgen gleich zwei übertaktete Radeon R9 290X von Gigabyte im CorssfireX-Verbund für die Grafik-Power.

Platin-Netzteil mit 1000 Watt

Da es sich bei der verbauten Hardware nicht gerade um die sparsamsten Teile handelt, verbaut Caseking ein voll modulares Netzteil von Super Flower , das neben einer hocheffizienten 80-Plus-Platin-Zertifizierung eine Bruttoleistung von 1000 Watt vorweisen kann – mit beachtlichen 83 Ampere auf der 12-Volt-Schiene. Doch auch in Sachen Optik kann der Stromversorger im wahrsten Sinne des Wortes scheinen: Die Anschlüsse des modularen Kabel-Managements leuchten weiß im Betrieb.

Das Netzteil von Super Flower leuchtet in weiß, ist Platin-zertifiziert, leistet brutto 1000 Watt und ist obendrein auch noch voll modular.
Vergrößern Das Netzteil von Super Flower leuchtet in weiß, ist Platin-zertifiziert, leistet brutto 1000 Watt und ist obendrein auch noch voll modular.

Luftiger Midi-Tower

Die Hardware des Royal-Gaming-Beast verpackt Caseking im Midi-Tower-Gehäuse NZXT Phantom 410 , unsere Version kommt in schwarz-orange: Das Case ist hauptsächlich mit schwarzen Klavierlack überzogen, während orange Zierleisten Akzente setzen. Der Nachteil sind natürlich hässliche Fingerabdrücke. In der Front befinden sich zwei Lüfter, an der Rückseite noch einer, um einen konstanten Luftstrom aufzubauen. An der Oberseite befindet sich der Radiator der Wasserkühlung. Das Sichtfenster erlaubt einen guten Blick auf die verbauten Komponenten. Der DVD-Brenner von LG befindet sich hinter der Gehäusetür an der Front.

Erwähnen müssen wir auch, dass die Kabel nicht nur überaus ordentlich und sauber verlegt sind, sondern auch farblich auf die restlichen Komponenten abgestimmt sind. Darüber hinaus sind die Kabel auch gesleevt, sprich mit einem Textil-Schlauch überzogen, um sie robuster zu machen.

Das Gehäuse von NZXT verfügt neben zahlreichen Lüftern auch über ein Seitenfenster.
Vergrößern Das Gehäuse von NZXT verfügt neben zahlreichen Lüftern auch über ein Seitenfenster.

Das Gaming-Biest in Leistungstests

Wir haben das Caseking Royal Gaming Beast durch verschiedene Tests gejagt. Zum einen wäre da das leistungshungrige „ Metro: Last Light “, das mit eindrucksvollen Physik- und Partikel-Effekten und anderen fordernden Techniken wie Tesselation durchaus fordernd sein kann. Im internen Benchmark wählen wir die höchstmöglichen Details, unter anderem auch SSAA (Super-Sampling Anti-Aliasing). Wir messen eine durchschnittliche Bildrate von 66 Bilder pro Sekunde, was absolut flüssig ist.

Auch das beliebte Battlefield 4 stellen wir auf das Preset „Ultra“ und drehen die Auflösung noch ein Stück höher, nämlich auf 2560 x 1600 Pixel. Da die Taktraten sich aufgrund der guten Custom-Kühlung (Windforce) nicht aufgrund hoher Temperaturen allzu schnell drosseln, messen wir beeindruckende 101 Bilder pro Sekunde!

Für Gaming-Systeme wie dem von Caseking ist der 3DMark prädestiniert, ganz besonders der „Extreme Firestrike“. Besonders letzterer Test reizt Hardware besonders stark aus. Unser Ergebnis ist eine hohe Punktzahl von 8183 – dieses Ergebnis ist besser als 89 Prozent aller anderen gemessenen Ergebnisse weltweit. In die Top-100 der „Hall Of Fame“ des Benchmarks schafft es der Rechner dann aber doch nicht.

Im Extreme-Benchmark des Firestrike erreicht der PC eine respektable Punktzahl.
Vergrößern Im Extreme-Benchmark des Firestrike erreicht der PC eine respektable Punktzahl.

Geschwindigkeit

Caseking Royal Gaming Beast

Büro- und Multimedia-Leistung (PCMark 8, Home accelerated)

4077 Punkte

Prozessor-Leistung (Cinebench R15, ein Kern / alle Kerne)

114 / 723 Punkte

Spiele-Leistung

3DMark (Fire Strike Extreme)

8183 Punkte

Battlefield 4: Ultra-Voreinstellungen, 4x MSAA (2.560 x 1.600 Pixel)

101 Bilder/s

Metro - Last Light: Sehr hohe Voreinstellungen, 16x AF, SSAA, Sehr hohe Tesselation

66 Bilder/s

Umwelt-Eigenschaften: laut und hungrig

Die Leistung ist durchweg hoch – genau wie der Stromverbrauch, der bei stundenlangen Zocker-Sessions durchaus seine Rechnung trägt. Unter maximaler Last (CPU und Grafikkarten) messen wir rund 670 Watt, was uns fast schon die Kinnlade runterklappen lässt. Schon im Leerlauf misst unser Strommessgerät 105 Watt. Im Modus „Energie sparen“ zieht das Gaming-Biest immer noch knapp 6 Watt. Sogar im heruntergefahrenen Zustand werden noch 3,8 Watt fällig – hier hilft nur der Griff zum Netzschalter, um die Stromaufnahme komplett zu kappen.

Auch bei der Betriebslautstärke hinterlässt der Spielerechner einen mäßigen Eindruck, wir messen eine Maximal-Lautstärke von 2,8 Sone. Damit macht sich das Royal Gaming Beast während des Spielens hörbar auf sich aufmerksam. Auch im Idle messen wir noch 1,1 Sone, was ebenfalls nicht gerade unauffällig ist.

Die Wasserkühlung leistet dafür stets gute Arbeit: Die CPU kommt im herkömmlichen Desktop-Betrieb auf lediglich 39 Grad Celsius. Nach unseren Testläufen und Spiele-Sessions beträgt die Höchsttemperatur nur 54 Grad Celsius – sehr schön! Die Grafikkarten laufen mit maximal 80 Grad Celsius, was noch akzeptabel und weitaus besser als das Referenzdesign von AMD ist.

Ein scharf kalkulierter Komplett-PC mit gewaltigen Leistungs- und Verbrauchswerten.
Vergrößern Ein scharf kalkulierter Komplett-PC mit gewaltigen Leistungs- und Verbrauchswerten.
© Caseking

Umwelt und Gesundheit

Caseking Royal Gaming Beast

Stromverbrauch: Heruntergefahren

3,8 Watt

Stromverbrauch: Netzschalter aus

0,0 Watt

Stromverbrauch: Last

670 Watt

Stromverbrauch: Energie sparen

5,8 Watt

Stromverbrauch: Desktop-Betrieb

105 Watt

Betriebsgeräusch: geringe Last

1,1 Sone

Betriebsgeräusch: hohe Last

2,8 Sone

Test-Fazit zum Caseking Royal Gaming Beast

Wer sich den Komplett-Gaming-PC von Caseking leistet, der darf sich auf eine echte Highend-Maschine freuen: Die Leistung ist erwartungsgemäß hoch und enttäuscht Sie auch nicht bei hohen Anforderungen wie extremen Auflösungen und mehrfacher Kantenglättung in Spielen. Die Wasserkühlung der CPU leistet ebenfalls tadellose Arbeit und hält die hohen Taktraten gut in Zaum. Ebenfalls sehr gut ist der ordentliche Zusammenbau des Spiele-PCs, hier fliegt beispielsweise kein Kabel chaotisch im Gehäuse herum und beeinträchtigt den Luftstrom.

Doch neben der ganzen Lobhudelei gibt es schwerwiegende Kritikpunkte: Der Stromverbrauch ist ziemlich happig, und auch das Betriebsgeräusch ist durchweg auffällig. Zumindest letzterer Punkt lässt sich vielleicht etwas abmildern, wenn Sie zu der schallgedämmten Version des Rechners greifen – Mehrkosten müssen Sie dafür natürlich berappen.

Der Preis von rund 2500 Euro für das Caseking Royal Gaming Beast sind mit Sicherheit kein Pappenstiel. Wir haben einmal mit unserem PC-WELT-Preisvergleich nachgerechnet, was uns die komplett gleichen Teile inklusive einer Windows-8.1-Lizenz als Eigenbau kosten würden und kommen auf etwa 2346 Euro – Versandkosten noch nicht einmal inbegriffen. Deshalb finden wir, dass der PC zwar teuer ist, aber nichtsdestotrotz sehr scharf kalkuliert ist. Wer also Leistung satt haben möchte und keine Zeit oder Lust für einen Selbstbau hat, der könnte sich die Investition ruhig durch den Kopf gehen lassen. Außerdem erhalten Sie als Käufer des Caseking Royal Gaming Beast einen gratis Pick-Up-Service für ganze zwei Jahre. Sollte also ein technischer Defekt vorliegen, holt Caseking das System bei Ihnen Zuhause ab. Auch die Garantiezeit beläuft sich auf drei anstatt zwei Jahren.

Technische Daten

Caseking Royal Gaming Beast

Hauptplatine

Gigabyte GA-990FXA-UD7

Chipsatz

AMD 990FX

Bios-Version

American Megatrends FC

Prozessor (Takt / physikalische Kerne)

AMD FX-9590 ( bis 5 GHz / 8)

Grafikkarte: Bezeichnung / Shader / Chiptakt / (physikalischer) Speichertakt

2x Gigabyte Radeon R9 290X OC / 1816 Stück / 1040 MHz / 1250 MHz

Grafikspeicher (shared)

2x 4096 GDDR5 (nein)

Grafiktreiber

AMD Catalyst (13.251.0.0)

Festplatte(n)

Samsung 840 EVO 250 GB (SSD), Western Digital WD10 EFRX-68JCN0 1 TB (HDD)

Soundchip

Onboard: Realtek High Definition Audio

TV-Modul

nicht vorhanden

Betriebssystem

Windows 8.1, 64-Bit

Ausstattung

Caseking Royal Gaming Beast

Arbeitsspeicher: eingebaut / verfügbar / maximal

16 384 / 16 384 / 32 768 MB

Speicher

SSD (Nennkapazität / verfügbar)

250 / 233 GB

HDD (Nennkapazität / verfügbar)

1000 / 932 GB

Optisches Laufwerk

DVD-Brenner (LG HL-DT-ST DVDRAM GH24NSB0)

Speicherkartenleser

nein

Netzwerk: Kabel (Typ)

Realtek PCIe GBE Family Controller

Netzwerk: WLAN (Standard)

nicht vorhanden

Anschlüsse

8x USB 2.0, 6x USB 3.0, 1x PS/2, 4x DVI, 2x HDMI, 2x Displayport, 5.1 Audio-Klinke, 1x S/PDIF, 1x Firewire, 1x eSATA

CPU-Kühlung

Corsair Hydro Series H100i 

Gehäuse

NZXT Phantom 410

Netzteil: Bezeichnung / Nennleistung / Zertifizierung

Super Flower Leadex 80Plus Platinum / 1000 Watt / 80 Plus Platin

Lieferumfang

Windows-8-DVD (inklusive Lizenzschlüssel)

Allgemeine Daten

Caseking Royal Gaming Beast

Hersteller

Caseking

Test-Kategorie

PCs

Internetadresse

www.caseking.de

Preis der Test-Konfiguration

2500 Euro

Technische Hotline

030/526847300

Garantie

36 Monate (24 Monate Pick-Up-Service)

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