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Caseking King Mod Gold Digger GTX 780 im Test

28.08.2014 | 16:16 Uhr |

Einen „mehr als fairen Preis“ verspricht Caseking für das Gaming-Komplett-System mit dem klangvollen Namen „Gold Digger“ (englisch für Goldgräber). Ausgestattet mit einer Geforce GTX 780, einer All-in-One-Wasserkühlung für die CPU und einem gedämmten Gehäuse muss der PC beweisen, ob Gamer auf Ihre Kosten kommen und wie es dabei um die Preis-Leistung steht.

Ein Traum für Gamer soll er sein, der King Mod Gold Digger von Caseking . Das Gehäuse „ Shinobi “ kommt aus dem Hause Bitfenix und lässt sich dank Soft-Touch-Oberfläche auch angenehm anfassen. Das schwarze Design ist sehr schlicht und verzichtet auf Leuchteffekte oder andersfarbige Akzente – uns gefällt‘s, doch das ist wie immer Geschmackssache. Im Konfigurator auf der Webseite lassen sich auch andere Gehäuse wählen, sind dabei allerdings aufs Portfolio von Bitfenix beschränkt. An der Oberseite befindet sich das Bedienpanel mit je zweimal USB 2.0 und 3.0, den Audiobuchsen und der Power- sowie Reset-Taste. Zur Rückseite hin hat Bitfenix Platz für Radiatoren von einer maximalen Größe von 240 Millimetern gelassen. An der Vorder- sowie Rückseite ist jeweils ein 120-Millimeter-Lüfter eingebaut.

Der i5-Prozessor ist ab Werk um 23 Prozent übertaktet.
Vergrößern Der i5-Prozessor ist ab Werk um 23 Prozent übertaktet.

Core-i5, GTX 780, SSD & Lärmdämmung

Als Grundlage für den Goldgräber dient das Mainboard Gigabyte Z87-D3HP-CF mit Intel-Z87-Chipsatz. Ausgestattet ist die Platine mit „Ultra Durable 5 Plus“-Komponenten, die einen kühleren, langlebigeren sowie effizienteren Betrieb erlauben sollen. Als Prozessor kommt der Intel Core i5-4670K zum Einsatz, dessen Standardtakt sich auf 3,4 und im Turbo-Boost auf bis zu 3,8 GHz beläuft. Doch hier hat Caseking Hand angelegt und die Boost-Frequenz auf ganze 4,3 GHz angehoben. Des Weiteren beherrscht die Vierkern-CPU zwar kein Hyper-Threading, kommt aber mit einem freien Multiplikator und einer etwas gesunkenen Leistungsaufnahme im Leerlauf gegenüber der Vorgänger-Generation. Und für Spiele sollte auch hier genügend Leistung vorhanden sein, doch dazu später mehr.

Die eingebaute Wasserkühlung sorgt für geringe Betriebstemperaturen der CPU.
Vergrößern Die eingebaute Wasserkühlung sorgt für geringe Betriebstemperaturen der CPU.

Die Wärmeabfuhr erfolgt über die All-in-One-Wasserkühlung Hydro H60 von Corsair . Der schmale Radiator inklusive des 120-Millimeter-Lüfters hat das King-Mod-Team an der Rückseite angebracht. Im Deckel ist noch einmal ein 120er verbaut. Der Arbeitsspeicher verteilt sich auf vier Module mit je 4 GB, womit wir bei insgesamt 16 GB DDR3 wären. Die Riegel kommen von Team Group, genauer gesagt aus der Vulcan-Gold-Serie und verfügen über einen Arbeitstakt von 1600 MHz. Hier hätten wir uns für eine konsequente Umsetzung des Gaming-Anspruchs über eine schnellere Taktfrequenz gefreut.

Der PC wird bereits gedämmt ausgeliefert.
Vergrößern Der PC wird bereits gedämmt ausgeliefert.

Als Grafikkarte fällt Casekings Wahl auf die ebenfalls leicht übertaktete EVGA Geforce GTX 780 SC ACX mit 3 GB GDDR5-Speicher sowie einem Standard- sowie Boost-Takt von 976 respektive 1020 MHz. Dank des ACX-Kühldesigns soll die Karte 15 Prozent kühler arbeiten als das Originalmodell von Nvidia. Das Betriebssytem Windows 8.1 ist natürlich auf der SSD vorinstalliert: Die Samsung 840 Evo mit einer Bruttokapazität von 120 GB hat ab Werk noch Platz für rund 112 GB an Daten, wovon Sie allerdings noch das Betriebssystem selbst abziehen müssen. Für ein bis zwei Ihrer Lieblingsspiele sollte also noch Platz sein. In unserem Test konnte der Flashspeicher Bestnoten erreichen, was vor allem an den flotten Leseraten und Zugriffszeiten, sowie an der erstaunlich niedrigen Leistungsaufnahme lag.

Das Single-Rail-Netzteil arbeitet mit (brutto) 550 Watt, verfügt aber leider nicht über ein modulares Kabelmanagement.
Vergrößern Das Single-Rail-Netzteil arbeitet mit (brutto) 550 Watt, verfügt aber leider nicht über ein modulares Kabelmanagement.

Die restlichen Daten lassen sich auf die rund 1 TB große HDD von Western Digital packen. Die 3,5-Zoll-Festplatte kommt aus der WD-Red-Serie und ist für den Dauerbetrieb ausgelegt und daher eigentlich eher für NAS-Systeme konzipiert. Auffällig ist natürlich auch die nachträglich angebrachte Gehäusedämmung: King Mod verwendet hier dicke Matten, um den Lärm der verschiedenen Lüfter zu verschlucken. Als Netzteil kommt das S uper Flower Golden Green HX mit einer Bruttoleistung von 550 Watt zum Einsatz. Der Stromversorger arbeitet dank 80-Plus-Gold-Zertifizierung schön effizient, bietet aber leider kein modulares Kabelmanagement. Für die Experten, es handelt sich um ein Single-Rail-Netzteil mit 45,5 Ampere auf der 12-Volt-Schiene.

TECHNISCHE DATEN

Caseking King Mod Gold Digger GTX 780

Hauptplatine

Gigabyte Z87-D3HP-CF

Chipsatz

Intel Z87

Bios-Version

American Megatrends F6

Prozessor (Takt / physikalische Kerne)

Intel Core i5-4670K (3,4 GHz / 4)

Grafikkarte: Bezeichnung / Shader / Chiptakt / (physikalischer) Speichertakt

EVGA Geforce GTX 780 SC ACX / 2304 Stück / 967 MHz / 1502 MHz

Grafikspeicher (shared)

3072 MB DDR3 (nein)

Grafiktreiber

Forceware 337.88 (9.18.13.3788)

Festplatte(n)

Western Digital WD10EFRX-68PJCN0 (HDD) / Samsung 840 Evo (SSD)

Soundchip

Onboard: Realtek High Definition Audio

TV-Modul

nicht vorhanden

Betriebssystem

Windows 8.1, 64-Bit

AUSSTATTUNG

Caseking King Mod Gold Digger GTX 780

Arbeitsspeicher: eingebaut / verfügbar / maximal

16 / 16  / 32 GB

Speicher

SSD (Nennkapazität / verfügbar)

120 / 112 GB

HDD (Nennkapazität / verfügbar)

1000 / 932 GB

Optisches Laufwerk

DVD-Brenner (Liteon iHAS122)

Speicherkartenleser

nein

Netzwerk: Kabel (Typ)

Realtek PCIe GBE Family Controller

Netzwerk: WLAN (Standard)

nicht vorhanden

Anschlüsse

4x USB 2.0, 8x USB 3.0, 1x PS/2, 3x DVI, 2x HDMI, 1x Displayport, 1x VGA, 5.1 Audio-Klinke, 1x S/PDIF

CPU-Kühlung

Corsair Hydro H60

Gehäuse

Bitfenix Shinobi

Netzteil: Bezeichnung / Nennleistung / Zertifizierung

Super Flower Golden Green HX / 550 Watt / 80 Plus Gold

Caseking Gold Digger in Leistungstests

In unserem synthetischen Benchmarks 3DMark und PCMark 8 kommt der Rechner auf einwandfreie Ergebnisse, die eines waschechten Gaming-PCs würdig sind. Auch der CPU-Belastungstest in Cinebench R15 fällt positiv aus, besonders die Single-Core-Leistung ist nicht von schlechten Eltern und kann Übertaktung sogar den teureren Intel Core i7-4770K überflügeln! Noch aussagekräftiger sind die Bildratenmessungen in Spielen: Im aufwendigen Metro: Last Light messen wir mit den höchsten Grafikeinstellungen (inklusive maximaler Kantenglättung, anisotropischer Filterung sowie Tesselation) sowie in Full-HD durchschnittlich 42 Bilder pro Sekunde. In Battlefield 4 kommen wir ebenfalls mit den Maximal-Einstellungen auf eine butterweiche Bildrate von 74. Es lässt sich also definitiv beweisen, dass sich der Gold Digger ohne Probleme fürs Zocken eignet.

Die Ergebnisse im 3DMark sind der Oberklasse absolut würdig.
Vergrößern Die Ergebnisse im 3DMark sind der Oberklasse absolut würdig.

GESCHWINDIGKEIT

Caseking King Mod Gold Digger GTX 780

Büro- und Multimedia-Leistung (PCMark 8, Home conventional)

4273 Punkte

Prozessor-Leistung (Cinebench R15, ein Kern / alle Kerne)

171 / 658 Punkte

Spiele-Leistung

3DMark (Ice Storm / Cloud Gate / Sky Diver / Fire Strike)

186 106 / 21 191 / 23 167 / 8 938 Punkte

Battlefield 4: 1920 x 1080 Pixel, maximale Details

74 Bilder pro Sekunde

Metro - Last Light: 1920 x 1080 Pixel, maximale Details

42 Bilder pro Sekunde

Umwelt-Eigenschaften im Überblick

Aufgrund der integrierten Dämmung messen wir unter Last eine maximale Lautstärke von nur 1,0 Sone – für einen Gaming-PC mit insgesamt sechs Lüftern ist das Ergebnis sehr gut. Und dank der Wasserkühlung klettert die CPU-Temperatur auf maximal 53 Grad Celsius, was ebenfalls ein guter Wert ist. In Sachen Kabelmanagement muss sich der Gold Digger nicht schämen, denn King Mod hat hier gute Arbeit geleistet. Geöffnet wirkt der Computer aufgeräumt und erlaubt somit auch einen ungehinderten Luftstrom. Beim Thema Stromverbrauch dürfen Sie sich in Bezug auf Gaming-Systeme natürlich keine Ökowerte erwarten. Wir lasten CPU und GPU gleichzeitig zu 100 Prozent aus, was in der Praxis aber wirklich selten vorkommt: 434 Watt, sagt uns das Strommessgerät. Beim Gaming sind es allerdings nur um die 320 Watt, was sogar noch im Rahmen ist.

Dank gutem Kabelmanagement wirkt das Gehäuseinnere schön aufgeräumt.
Vergrößern Dank gutem Kabelmanagement wirkt das Gehäuseinnere schön aufgeräumt.

UMWELT-EIGENSCHAFTEN

Caseking King Mod Gold Digger GTX 780

Stromverbrauch: Heruntergefahren

3,0 Watt

Stromverbrauch: Netzschalter aus

0,0 Watt

Stromverbrauch: Last

434 Watt

Stromverbrauch: Energie sparen

4,5 Watt

Stromverbrauch: Desktop-Betrieb

53 Watt

Betriebsgeräusch: geringe Last

0,4 Sone

Betriebsgeräusch: hohe Last

1,0 Sone

Test-Fazit zum Caseking King Mod Gold Digger GTX 780

Der Gold Digger von Caseking hat nicht den Anspruch, ein Stromsparwunder zu sein oder Alltagsleistung zu bieten. Hier sind ganz klar Gamer im Fokus, die stets Leistung haben wollen – und sie mit dem Goldgräber auch problemlos bekommen. Die Ausstattung ist schön ausgewogen mit SSD-HDD-Kombination, starker Grafikkarte und leistungsfähigen Prozessor. Auch das Netzteil ist nicht überdimensioniert und passt zur Konfiguration. Das i-Tüpfelchen bilden die All-in-One-Wasserkühlung und die nachträglich eingesetzte Dämmung: Im Vergleich zu anderen Spiele-PCs will sich Caseking von der Konkurrenz abheben. Tatsächlich arbeitet der Rechner auch schön leise und bleibt auch noch kühl dabei, während sich die Leistungsaufnahme in vertretbaren Grenzen hält.

Doch am Ende steht der Preis mit rund 1600 Euro. Wir haben unseren Taschenrechner sowie PC-WELT-Preisvergleich gezückt und haben also nachgerechnet und stellen uns den Rechner mit den identischen Komponenten zusammen. Ohne Versandkosten hinzuzufügen kommen wir auf einen Preis von über 1200 Euro. Da fehlen natürlich Kosten wie Personal, Zeit sowie die anderen Nebenkosten. Unterm Strich kommen Sie also mit einem Selbstbau wie immer günstiger, in diesem Fall sogar weitaus günstiger – doch das ist nicht das Thema. Im Vergleich zu anderen PC-Herstellern muss sich auch der Gold Digger einen Vergleich gefallen lassen und kommt dabei nicht unbedingt so gut weg: Zwar fehlt der Konkurrenz in so ziemlich allen Fällen die Lärmdämmung sowie die Wasserkühlung, doch dafür arbeiten sie mit einem stärkeren Prozessor und/oder Grafikkarte. Dafür gibt es aber dennoch ein Schmankerl bei Caseking: Die Garantie beläuft sich auf drei Jahre, wovon 2 Jahre sogar inklusive Pick-Up-Service sind – sehr schön!

ALLGEMEINE DATEN

Caseking King Mod Gold Digger GTX 780

Hersteller

Caseking

Test-Kategorie

PCs

Internetadresse

www.caseking.de

Preis der Test-Konfiguration

1599 Euro

Technische Hotline

030/526847303

Garantie

36 Monate

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