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Apple Mac Pro im Test

11.03.2010 | 13:44 Uhr |

Der Apple Mac Pro verspricht mit zwei Prozessoren und insgesamt acht CPU-Kernen eine sehr hohe Leistung. Wir haben den edlen Boliden unter Windows 7 getestet.

Apple Mac Pro: modularer Aufbau
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© 2014

Unter den Desktop-Computern von Apple hat der Mac Pro die beste Ausstattung mit der höchsten Leistungsfähigkeit unter der Haube. Unser Testexemplar verfügte über zwei Prozessoren mit insgesamt acht Kernen, die dank Hyperthreading bis zu 16 Berechnungen gleichzeitig ausführen. Auch die restliche Ausstattung genügt höchsten Ansprüchen: 12 GB RAM und eine Festplattenkapazität von vier Terabyte kann das Kraftpaket ebenso vorweisen wie ein WLAN-Modul und Bluetooth. Aufgrund dieser CPU-Leistung ist der Mac Pro ein bevorzugtes Arbeitswerkzeug in den Bereichen Grafik- und Videobearbeitung. CAD und Rendering-Aufgaben übernimmt im Profi-Bereich der Apple Mac Pro bevorzugt wegen seines guten Zusammenspiels der leistungsfähigen Hardware mit Mac OS X.

Um Apple-Computer und -Notebooks mit den Konkurrenten aus der Windows-Welt zu vergleichen, installieren wir üblicherweise Windows in der jeweils neuesten Version auf dem Mac. Apple selbst erlaubt dies seit 2006 und stellt dafür den Boot Camp Assistenten samt Windows-Treiberpaket zur Verfügung. Seit Januar 2010 gibt es von Apple aktuelle Boot-Camp-Treiber, die nun auch die Installation von Windows 7 auf Macs unterstützen sollen.

Apple Mac Pro: 2 CPUs und 12 GB RAM
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Ausstattung: In unserem Testexemplar des Apple Mac Pro waren zwei CPUs verbaut, die wir sonst eher in Servern finden: Der Intel Xeon X5570 hat vier physikalische Prozessorkerne und eine reguläre Taktfrequenz von 2,93 GHz. Während unserer Tests zeigte das Tool CPU-Z eine maximale Taktfrequenz von 3,2 GHz an. Auch die Arbeitsspeicherkapazität ist mit 12 Gigabyte üppig bemessen. Als Grafikkarte fanden wir eine ATI Radeon HD 4870 mit 512 MB GDDR5-Speicher im Apple Mac Pro.

Vier Festplatten des Typs Western Digital WD1001FALS-41K1B0 mit einem Fassungsvermögen von jeweils einem Terabyte waren im Apple Mac Pro eingebaut. Auf der ersten Festplatte befand sich als Betriebssystem Mac OS X 10.6.2 Snow Leopard. Die restlichen drei Festplatten waren in einem RAID-Verbund zusammengefasst. In den obersten Laufwerkschacht hat Apple einen DVD-Brenner eingebaut, Blu-Ray-Laufwerke stehen bei der Konfiguration im Webshop für den Apple Mac Pro nicht zur Verfügung. In unserer Konfiguration kostet der Apple Mac Pro stolze 6.700 Euro.

Apple Mac Pro: Vier Festplatten mit je einem Terabyte Kapazität
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Neben dem schicken äußerlichen Aluminium-Design überzeugte uns im Test beim Apple Mac Pro insbesondere der innere Aufbau: Alle wichtigen internen Komponenten können Sie mühelos ohne Schraubenzieher wechseln. Die Festplatten sitzen in vier nummerierten Einbauschschächten, die Sie mit einem Handgriff herausziehen. Dasselbe gilt für die separate Platine mit den CPUs und sechs Speichermodulen, den Einbauschacht für die optischen Laufwerke und den Netzteil-Schacht. Lediglich die Grafikkarte ist mit einer Schraube an der Gehäuserückseite befestigt. Die wenigen Kabelverbindungen innerhalb des Apple Mac Pro sind dezent hinter Zwischenwänden verlegt. Frei herumbaumelnde Kabel oder Stecker gibt es nicht, was insbesondere der Belüftung zu Gute kommt.

Anschlüsse: Auf der Frontseite bietet der Apple Mac Pro zwei USB-Buchsen sowie zwei Firewire-800-Schnittstellen. Einen Kopfhörer können Sie ebenfalls anschließen, allerdings fehlt eine Mikrofonbuchse. Ein Headset können Sie also nur auf der Rückseite einstöpseln. Einen Speicherkartenleser suchten wir vergebens. Auf der Rückseite hat der Apple Mac Pro drei USB-Buchsen und zwei weitere Firewire-800-Schnittstellen. Neben zwei Gigabit-Ethernet-Ports gibt es je einen S/P-DIF-Ein- und Ausgang sowie Line-In und Line-Out (jeweils analog). Die Grafikkarte hat zwei Ausgänge, und zwar DVI und Mini-Displayport. Vermisst haben wir eSATA- und HDMI-Buchsen.

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