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Die besten Prozessoren

01.07.2008 | 15:03 Uhr |

Rechenleistung, Anzahl der CPU-Kerne, Stromverbrauch und natürlich der Preis sind die entscheidenden Kriterien beim Prozessorkauf. Mit unseren Tipps finden Sie garantiert die für Sie maßgeschneiderte CPU.

Kleinere Transistoren bieten Vorteile: Quad Core aus Intels 45-Nanometer-Fertigung
Vergrößern Kleinere Transistoren bieten Vorteile: Quad Core aus Intels 45-Nanometer-Fertigung
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Moderne PC-Prozessoren bieten heutzutage genug Rechenleistung für die meisten gängigen Programme. Zwei Rechenkerne sind mittlerweile auch Standard, so dass viele Anwendungen gleichzeitig laufen können, ohne sich gegenseitig auszubremsen. Kostspielige Prozessoren mit besonders hoher Rechenleistung und vier Rechenkernen sind also in vielen Fällen überdimensioniert und verbrauchen meist auch unnötig viel Strom. Entscheidend für die richtige Wahl beim Prozessorkauf ist daher die Frage, welche Programme bei Ihnen in der Regel gleichzeitig aktiv sind und welche rechenhungrige Einzelanwendung sie beständig einsetzen.

Multi-Tasking-Szenario: Wenn Sie häufig mit mehreren leistungshungrigen Programmen gleichzeitig arbeiten, ständig viele Fenster offen haben und zahlreiche Tools im Hintergrund werkeln oder Virtualisierungs-Software einsetzen, raten wir Ihnen beim nächsten CPU-Upgrade oder PC-Kauf gleich zu einem Vierkern-Prozessor. Preispunkt: ab 130 Euro. Nutzen Sie hingegen in der Regel nur wenige Programme gleichzeitig, ist möglicherweise ein Zweikern-Prozessor aus der gleichen Preisklasse mit einer höheren Taktrate die bessere Wahl. Das gilt beispielsweise immer noch für PC-Spiele - hier ist vor allem eine gute Grafikkarte entscheidend. Aber auch zahlreiche Programme für die Umwandlung von Musik und Videos in andere Dateiformate und Kompressionsstufen wie etwa das beliebte iTunes von Apple laufen mit einem taktstärkeren Doppelkerner schneller.

Multi-Threading-Szenario: Bei Einzelanwendungen können Quad Cores Ihre Stärke nur ausspielen, wenn die eingesetzte Software erstens eine hohe Rechenleistung benötigt und diese zweitens in vier Arbeitsschritte aufteilt, die parallel ablaufen. In der folgenden Tabelle haben wir Programme und Tools aufgeführt, die bereits vier Rechenkerne parallel ansprechen können - auch wenn einige davon (noch) nicht alle Kerne voll auslasten. Dabei erhebt die Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit:

Übersicht: Programme, die Quad Cores unterstützen

Software 1)

Einsatzzweck

Hersteller-Homepage

3ivx 5.0

MPEG-4-Codec

www.3ivx.com

7-Zip 4.47

Packer

www.7-zip.org

Abbyy Finereader 9

Dokumentenbearbeitung

www.abbyy.de

Adobe Acrobat Distiller Server 6.0

Dokumentenbearbeitung

www.adobe.de

Adobe After Effects CS3

3D-Animation

www.adobe.de

Adobe Photoshop (Elements) CS3

Bildbearbeitung

www.adobe.de

Adobe Premiere CS3 Version 3.1

Videobearbeitung

www.adobe.de

Arcsoft Mediaconverter 2.4

Audio- und Video-Converter

www.arcsoft.com

Autodesk 3D Studio Max

3D-Animation und Modelierung

www.autodesk.de

Autodesk Maya

3D-Animation und Modelierung

www.autodesk.de

Cinema Craft Encoder SP2

Audio- und Video-Converter

www.cinemacraft.com

Corel Ulead Videostudio 11.5 Plus

Videobearbeitung

www.corel.de

Cyberlink Power DVD Ultra X

HD-Video-Player

http://de.cyberlink.com

Cyberlink Power Director 6

Videobearbeitung

http://de.cyberlink.com

Divx 6.8

Video-Codec

www.divx.com

Flask-MPEG 0.78

Audio- und Video-Converter

http://flaskmpeg.sourceforge.net

GSA Image Analyzer 3.0.6

Bildanalyse

www.gsa-online.de

Lame MT 3.97a

MP3-Converter

www.pcwelt.de/da0

Mainconcept H264 Reference Encoder 1.0

HD-Video-Converter

www.mainconcept.com

Maxon Cinema 4D R10

3D-Animation und Modelierung

www.maxon.net

Microsoft VC1 Encoder SDK

VC1-Encoder-Entwicklungskit

www.microsoft.de

Microsoft Windows Media Encoder 9

Audio- und Video-Converter

www.microsoft.de

Microsoft Windows Movie Maker 2

Videobearbeitung

www.microsoft.de

M-JPEG 2000 Codec V2 und V3

Video-Codec

www.morgan-multimedia.com

Nero Digital

Audio- und Video-Codecs

www.nero.com/deu

Nero Recode 2

Audio- und Video-Converter

www.nero.com/deu

Newtek Lightwave 3D 9.3

3D-Animation und Modelierung

www.newtek.com

Pegasys TMPGEnc 4.0 Xpress 4

Audio- und Video-Converter

http://tmpgenc.pegasys-inc.com

Pinnacle Studio 11.1 Plus

Videobearbeitung

www.pinnaclesys.de

POV-ray

Raytracer

www.povray.org

Steinberg Cubase 4

Musikbearbeitung

www.steinberg.de

Sony Sound Forge 9

Musikbearbeitung

www.sonycreativesoftware.com

Sony Vegas Pro 8.0b

Videobearbeitung

www.sonycreativesoftware.com

Sungard Adaptiv Credit Risk 2.5

Finanzanalyse

www.sungard.com

Teavea Media Recode

HD-Video-Converter

www.teavea.com

Winrar 3.71

Packer

www.winrar.de

Xvid 1.1.3

Video-Codec

www.xvid.org

1) angegebene Versionsnummer oder höher

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Wie Stromverbrauch, Rechenleistung und Taktfrequenz zusammenhängen

Bei unseren Energieverbrauchsmessungen prüfen wir, wie viel Strom die Testplattform im Ruhezustand und unter voller Auslastung aller Prozessorkerne benötigt. Noch aussagekräftig ist allerdings die Energieeffizienz, also die Kunst möglichst viel Rechenleistung pro Watt herauszuholen. Wir ermitteln die Energieeffizienz aus der Rechenleistung unter Cinebench 10 bei Vollauslastung aller Kerne geteilt durch den Bruttostromverbrauch der Testplattform.

Wie die nachfolgende Tabelle zeigt, gehen Intel-Prozessoren im Vergleich zur AMD-Konkurrenz derzeit effizienter mit Strom um. Das liegt zum einen an dem fortschrittlicheren Fertigungsprozess, der kleinere Strukturbreiten der Transistoren erlaubt. Als Faustregel gilt: Je kleiner ein Transistor, desto weniger Strom muss fließen, um ihn zu schalten. So stammen etwa die drei effizientesten CPUs aus der 45-Nanometer-Fertigung von Intel, während die ineffizienteste CPU - der AMD Athlon 64 X2 6400+ Black Edition - noch eine Strukturbreite von 90 Nanometer aufweist.

Zum anderen hängt die Energieeffizienz eines Prozessors von seiner Architektur ab. Je ökonomischer das Zusammenspiel der einzelnen Funktionseinheiten ist, desto mehr Rechenleistung kitzeln die Schaltkreise aus der eingespeisten Energie heraus. Auch hier hat Intel mit seiner Core-2-Architektur derzeit die Nase vor AMDs Phenom-Baureihe. So stammen beispielsweise die beiden Vierkerner Intel Core 2 Quad Q6600 und AMD Phenom X4 9850 Black Edition aus der 65-Nanometer-Fertigung, trotzdem hat der Intel-Prozessor eine deutlich höhere Energieeffizienz.

Aber auch die Höhe der Taktfrequenz eines Prozessors spielt bei der Energieeffizienz eine Rolle. Experten sprechen dabei von der Skalierung eines Prozessors. Dabei handelt es sich vereinfacht gesagt um eine zunächst lineare Beziehung zwischen Arbeitstakt und Stromverbrauch. Ab einer bestimmten Taktfrequenz steigt der Stromverbrauch dann nicht mehr linear zum Takt, sondern nimmt viel stärker zu, etwa durch die steigende thermische Verlustleistung und unbeabsichtigtem Stromfluss zwischen Transistoren - so genannte Leckströme . Ein gutes Beispiel dafür ist die geringere Energieeffizienz des Core 2 Extreme QX9770 mit 3,2 GHz gegenüber dem Core 2 Extreme QX9650 mit 3 GHz.

Energieeffizienz von PC-Prozessoren

Prozessor

Rechenleistung pro Watt (Punkte)

Intel Core 2 Extreme QX9650

59,6

Intel Core 2 Extreme QX9770

57,2

Intel Core 2 Duo E8500

42,3

Intel Core 2 Quad Q6600

40,6

Intel Core 2 Duo E7200

35,5

Intel Core 2 Duo E6750

29,9

AMD Phenom X4 9600

29,0

AMD Phenom X4 9100e

27,6

AMD Phenom X4 9850 BE

26,0

AMD Phenom X3 8750

24,8

AMD Athlon 64 X2 6400+ BE

20,0

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