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CD & DVD: Auf den Spuren der Römer am Limes

15.12.2005 | 11:16 Uhr |

Vom Rhein quer durch Baden-Württemberg bis hin zur Donau zieht sich der rund 550 Kilometer lange Limes. Mit diesem mittlerweile zum Unesco-Weltkulturerbe ernannten Bauwerk als Holz, Erde und Stein grenzten die Römer ihr Reich gegen das freie Germanien ab. Über das Leben am und hinter dem Limes informiert eine anschauliche Multimedia-CD-ROM. Begleitend dazu ist außerdem eine hervorragend gemachte Film-DVD erschienen. Beide Medien nehmen Sie mit zu einer Reise in die Römerzeit.

Begleitend zu den beiden derzeit laufenden Römerausstellungen in Stuttgart und Karlsruhe hat der Theiss-Verlag kürzlich eine CD-ROM veröffentlicht. Sie illustriert Geschichte, Kultur und Kunst der Römer und Alamannen in Südwestdeutschland.

Der Hauptteil der CD-ROM gliedert sich in die Abschnitte Geschichte, Schauplätze, Kultur, Galerie und Bauwerke. Die Scheibe schildert unter „Geschichte“ die Besiedlung weiter Teile des heutigen Baden-Württembergs beginnend von den Kelten bis zur archäologischen Erforschung des Limesgebietes in der Neuzeit. Der Schwerpunkt liegt aber auf der Zeit der Römerherrschaft in dieser Region. Dabei werden die Ereignisse in Südwestdeutschland in den Kontext der Weltgeschichte eingebunden.

Bei den "Schauplätzen" stellen die Macher die archäologischen Fundorte im Bereich der ehemaligen römischen Provinzen Obergermanien und Rätien vor. Die Orte lassen sich auf einer interaktiven Karte anklicken, zu jedem Eintrag gibt es gut verständliches Text- und Bildinformationen – insgesamt mehr als 600 Abbildungen laut Verlag.

Der Abschnitt "Kultur" liefert Hintergrundinformationen beispielsweise zum Vorrücken der Römer in Germanien, zur Religion im Limesgebiet, zum Militärwesen und zur Wirtschaft. Dabei wird auch den wichtigsten Gegenspielern der Römer in diesem Raum, den Alamannen, ausreichend Platz eingeräumt.

Unter dem etwas missverständlichen Namen „Galerien“ darf man keine reinen Bildersammlungen vermuten. Stattdessen werden ausgewählte Fundkomplexe wie der Kaiseraugster Silberschatz, das Münzwesen und die für die römischen Provinzen typische Gebrauchskeramik vorgestellt. Und im Abschnitt "Bauwerke" findet der Betrachter keineswegs eine Liste aller erhaltenen archäologischen Reste, stattdessen werden drei ausgewählte Fundkomplexe rekonstruiert und in Animationen vorgestellt.

Ein ausführliches, thematisch gegliedertes Literaturverzeichnis und ein alphabetisch sortierter Sachindex mit lexikalischen Kurinformationen rundet die CD ab.

Alles in allem präsentiert sich die CD-ROM „Imperium Romanum. Römer, Christen und Alamannen zwischen Rhein und Donau“ als solides, ansprechend gestaltetes Multimedia-Präsentation ohne überflüssigen Schnickschnack. Der Benutzer kommt schnell an die übersichtlich, gut illustriert und verständlich geschriebenen Informationen.

Die Scheibe kostet 19,90 Euro und ist bei Theiss erschienen. Die Ansprüche an den PC sind bescheiden: Ein Pentium 2 mit 233 MHz, 64 MB Arbeitsspeicher und Windows 98/ME, 2000 und XP. Die Software lässt sich nicht auf Festplatte kopieren, sondern wird von CD-ROM aus genutzt, der Zugriff geht aber flott über die Bühne.

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