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Plantronics Voyager Pro im Test

09.07.2009 | 14:09 Uhr |

Bluetooth-Headsets sind für viele Angestellte aus der täglichen Arbeit kaum mehr weg zu denken. Speziell für den Business-Einsatz hat Plantronics nun das Voyager Pro auf den Markt gebracht - ausgestattet mit vielen nützlichen Funktionen und kleinen Verbesserungen. Wir haben das Headset getestet.

Einfache Bedienung, erstklassige Sprachübertragung, Ausdauer und schlichte Eleganz - mobile Vieltelefonierer haben klare Ansprüche an ein Bluetooth-Headset. Plantronics will diese mit dem Voyager Pro bedienen.

Ausstattung:
Bereits beim Auspacken wird klar, dass sich das Bluetooth-Headset an Business-Anwender richtet: Neben einem herkömmlichen Ladekabel ist auch ein Adapter für den Zigaretten-Anzünder im Auto mit an Bord, so dass auch auf längeren Reisen die Stromversorgung gesichert ist.

Auch das Design ist weniger verspielt, sondern eher funktional. Das auf den ersten Blick ein wenig klobig wirkende Headset trägt sich angenehm leicht und verrutscht - einmal korrekt im Gehörgang verankert - auch bei heftigen Kopfbewegungen kaum. Dies liegt unter anderem auch am Schwerpunkt des Voyager Pro, der hinter dem Ohr liegt und so zum sicheren Sitz beiträgt. Im Lieferumfang sind zudem drei Silikon-Adapter für verschiedene Gehörgang-Größen enthalten.

Funktionsumfang:
Bedienelemente wie Einschalten oder Lautstärke befinden sich am oberen Rand des Geräts und können so bequem bedient werden, ohne dass das Headset verrutscht. Gespräche werden wie gewohnt mit einem Druck auf die Gesprächstaste angenommen, die auf Höhe des Ohrstöpsels untergebracht ist. Die Stand-by-Zeit beträgt laut Hersteller 120 Stunden, die reine Sprechzeit wird mit sechs Stunden angegeben. Praktisch ist eine automatische Ansage, die Sie über einen niedrigen Akkustand oder den Status der Mikrofonstummschaltung informiert.

Gerade für professionelle Anwender ist die Sprachqualität eines Headsets ein entscheidender Faktor - nichts ist peinlicher, als bei wichtigen Verhandlungen nicht oder gar falsch verstanden zu werden. Plantronics hat in diesem Zusammenhang eine ganze Reihe von Techniken in das Voyager Pro fließen lassen, um Wind- oder Umgebungsgeräusche zu mindern. Windgeräusche werden dabei über eine mehrstufige Lösung reduziert: So verfügt das Gerät über zwei Mikrofone mit einer speziell geformten Stahlummantelung, die auftreffenden Wind ableiten soll. Zusätzlich ist im Inneren des Mikrofons eine Gore-Membran verbaut, die weitere Geräusche mildern soll. Darüber hinaus kommt die digitale Signalverarbeitungstechnologie AudioIQ² zum Einsatz. Diese passt die Lautstärke automatisch dem Geräuschpegel in der Umgebung an und soll zudem den Unterschied zwischen Stimme und Hintergrundgeräuschen erkennen. Letztere werden dann gefiltert, so dass sich letztlich beide Gesprächspartner einwandfrei verstehen können.

Im Test funktionierten die Geräuschreduzierungen erstaunlich gut, teils merkte der Gesprächspartner überhaupt nicht, dass sein Gegenüber sich in einer sehr lauten Umgebung befand. Die Sprachqualität war in nahezu jedem Fall erstklassig und die Gesprächspartner gut zu verstehen.

Die Verarbeitung des Voyager Pro ist ebenfalls sehr gut, einzig auf den Mikrofon-Arm müssen Sie ein wenig achten, hier wäre eine kleine Schutztasche für den Transport wünschenswert gewesen. Der Mikrophonarm ist drehbar, so dass das Headset sowohl am linken als auch am rechten Ohr getragen werden kann.

Fazit:
Im Test überzeugte das Plantronics Voyager Pro mit seiner einfachen Bedienerführung, dem hohen Tragekomfort und der erstklassigen Sprachübertragung. Bei grundsätzlich minderwertigen Verbindungen kann aber auch dieses Headset nicht zaubern. Anwender, die viel unterwegs sind und höchste Ansprüche an ihr Bluetooth-Headset haben, sollten das Voyager Pro in Betracht ziehen. Ein weiterer Pluspunkt ist die Möglichkeit, das Headset dank Multipoint-Technologie gleichzeitig aktiv mit zwei Bluetooth-Geräten zu nutzen. Das Headset unterstützt Bluetooth 2.1 + EDR.

Das Voyager Pro wird ab Mitte Juli für 99,99 Euro im Handel erhältlich sein.

Alternative:
Für rund 55 Euro erhalten Sie das inoffizielle Vorgängermodell des Voyager Pro, das Voyager 510 .

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