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Ricoh Aficio GX e3350N im Test

18.09.2009 | 10:38 Uhr |

Der Ricoh Aficio GX e3350N druckt statt mit Tinte mit Flüssig-Gel. Das Ergebnis sind wischfeste Ausdrucke, deren Qualität aber im Test nicht immer restlos überzeugte.

Besonderheit: Mit dem Aficio GX e3350N präsentiert Ricoh die dritte Generation der Gelsprinter-Drucker. Das Gerät druckt mit einem Flüssig-Gel, das besonders schnell ins Papier einsinkt. So ist der Ausdruck nicht nur nach sehr kurzer Zeit trocken, sondern auch besonders wischfest. Beides konnten wir im Test nachvollziehen.

Ausstattung: Der Ricoh Aficio GX e3350N bringt eine automatische Duplex-Einheit sowie die Schnittstellen Ethernet und USB mit. Außerdem beherrscht das Ricoh-Modell die Druckeremulationen PCL 5c sowie PCL 6, kann alternativ auch als GDI-Gerät betrieben werden. In die Papierkassette passen maximal 250 Blatt. Die Ablage hat eine Kapazität von 150 Blatt. Das Schrift-Display des Ricoh Aficio GX e3350N ist zwar klappbar, rutschte beim Testgerät aber leicht aus der Halterung.

Verbrauch: Ab Werk liefert Ricoh den Drucker mit Starter-Kartuschen für rund 500 Seiten pro Farbe aus. Auf Basis von Standard-Kartuschen kamen wir auf 7,4 Cent für das farbige Blatt - dieser Seitenpreis ist noch okay. Die 1,8 Cent für die Schwarzweißseite wiederum sind günstig. Im Energiesparmodus zeigte das Messgerät 3,5 Watt an. Ausgeschaltet ging der Ricoh Aficio GX e3350N auf 0,6 Watt. Beide Werte sind für Bürogeräte vertretbar.

Tempo: So richtig Gas gab der Drucker im Economy-Color-Modus, bei dem er Farben in Entwurfsqualität und Text in normaler Deckung aufs Blatt bringt. Dabei arbeitete er aber ziemlich laut. Stellten wir den Ricoh Afcio GX e3350N auf Standard-Auflösung um, erreichte er nur mittlere Tempowerte. Für die zehn Seiten Grauert-Brief benötigte er 2:49 Minuten. Und auch unser zehnseitiges PDF war mit 4:38 Minuten nur durchschnittlich schnell fertig.

Qualität: Bei gemischten Dokumenten mit Text- und Grafikanteilen spielte der Gelsprinter seine Stärke aus - vorausgesetzt, man stellt im Treiber den Qualitätsmodus ein. Verringerten wir die Auflösung, wurden die Farben blass. Die Texte wiederum hatten recht raue Buchstabenränder. Außerdem ist der Drucker für Fotos nicht geeignet: Dafür produzierte er zu helle und deshalb recht unnatürliche Farben. Zudem beherrscht das Gerät keinen randlosen Druck.

Fazit: Der Ricoh Aficio GX e3350N bringt vor allem Ausstattungsmerkmale mit, die im Büro wichtig sind. Der Drucker ist flexibel ansteuerbar und spart dank Duplex-Einheit und speziellem Druckmodus Papier und Tinte. Dafür muss man aber Kompromisse in der Druckqualität machen.

Alternativen: HP Officejet Pro 8000 Wireless - ein ähnlich ausgestatteter Bürodrucker mit WLAN-Schnittstelle und Randlosdruck.

Varianten: Ricoh Aficio GX e3300N - Gelsprinter-Variante mit geringerem Arbeitsspeicher und ohne PCL-Treiber.

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