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Brockhaus multimedial 2007 Premium

17.10.2006 | 08:35 Uhr |

Die neueste Ausgabe des Brockhaus multimedial Premium kann mit einem virtuellen Planetarium aufwarten.

Ein virtuelles Planetarium ist die wesentliche Neuerung bei der 2007er-Premiumausgabe des bekannten Multimedia-Lexikons. Sternen-Freunde können damit einen Blick ins Weltall werfen, die Milchstraße erkunden und um die Erde kreisen. Wenn Sie den Mauszeiger über einen Planeten, einen Stern oder ein anderes galaktisches Objekt ziehen, erscheinen dazu knappe Informationen. Mit dem Kontextmenü der rechten Maustaste lässt sich die Ansicht beeinflussen, also beispielsweise können Sie Sternbilder ein- und ausschalten.

Der Anwender kann unter vorgegebenen Touren auswählen, die zum Beispiel die Sternbilder, die Milchstraße oder Asteroiden erklären. Wenn Sie schon immer einmal wissen wollten, wie die Sternenkonstellation am Tag Ihrer Geburt aussah, können Sie das mit dem Planetarium auch realisieren. Dazu geben Sie einfach das gewünschte Datum ein, schon zeigt der Brockhaus den Sternenhimmel dazu an. Das klappt allerdings nur mit Datumsangaben nach Christi Geburt. Die berühmte, vom griechischen Gelehrten Thales von Milet vorausgesagte Sonnenfinsternis aus dem Jahr 585 v.Chr., die angeblich eine Schlacht zwischen Lydern und Medern beendete, können Sie damit also nicht nachstellen.

Ein weiteres kleines Manko: Man sieht den Sternenhimmel nicht so, wie ihn ein Betrachter von der Erde aus sehen würde. Sondern man bleibt als Beobachter immer an einem Standort im Weltall, man schaut also auf die Erde beziehungsweise düst quasi wie ein Raumfahrer durch das All.

Für den Wechsel zu einem Standpunkt auf der Erde wäre ein weiteres Bedienkonzept erforderlich gewesen, wie der Brockhaus-Verlag auf Nachfrage der PC-WELT erläutert. Dabei müsste man zusätzliche Fragestellungen berücksichtigen, beispielsweise: Wie stark soll der jahreszeitliche Einfluss mitberechnet werden? Welcher Horizont wird angezeigt? Was ist mit der "Lichtverschmutzung" in Städten, die viele Sterne gar nicht mehr sichtbar erscheinen lassen? Durch welches Teleskop wird gesehen?

Insgesamt ist das Planetarium eine sinnvolle und gelungene Erweiterung des Lexikons, es erreicht aber nicht die Leistungsfähigkeit eines spezialisierten Programms wie Redshift . Dafür ist das Brockhaus-Planetarium aber ausgesprochen leicht zu bedienen.

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