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Samsung WB5000 im Test

04.01.2010 | 09:39 Uhr |

Nach langer Zeit hat Samsung mit der WB5000 wieder eine Bridge-Kamera mit Superzoom im Sortiment. Im Test konnte uns das 12-Megapixel-Modell jedoch nicht ganz überzeugen.

Vier Jahre nach der preisgekrönten Pro 815 bringt Samsung mit der WB5000 eine weitere Bridge-Kamera auf den Markt. Der Hauptunterschied zu damals: Die WB5000 wiegt und kostet gerade mal die Hälfte. Außerdem spendiert ihr Samsung eine höhere Auflösung, mehr Zoom sowie eine HD-Videofunktion mit 1280 x 720 Pixeln und 30 Bildern pro Sekunde. Das Display ist dagegen "nur" 3 Zoll groß.

Ausstattung: Die Samsung WB5000 bietet neben Blenden- und Zeitvorwahl auch einen komplett manuellen Modus und nimmt RAW-Bilder auf. Der optische Bildstabilisator sitzt im Schneider-Kreuznach-Objektiv. Der digitale Verwacklungsschutz arbeitet über zwei unterschiedlich belichtete Bilder mit gleicher Blenden- und ISO-Einstellung - eines unterbelichtet mit kurzer Verschlusszeit für die Schärfe, eines richtig belichtet, aber unscharf, für die Farbinfos. Beide Fotos montiert die Samsung WB5000 zu einer optimal belichteten Aufnahme zusammen.

Das so genannte "Perfect Portrait System" soll dank Gesichtserkennung, Lächel- und Blinzelautomatik, der Hautretusche "Beauty Shot" sowie Rote-Augen-Korrektur für optimale Porträts sorgen. Des Weiteren verfügt die Kamera über eine automatische Kontraststeuerung und den "Frame Guide". Diese Funktion ist vor allem nützlich, wenn Sie selbst im Bild sein möchten und eine dritte Person auslösen soll. Um den Motivaufbau zu bestimmen, legen Sie vorher den Bildausschnitt fest. Das Display zeigt diesen Ausschnitt halbtransparent an, so dass der tatsächliche Fotograf die Kamera nur noch daran ausrichten muss.

Handhabung: Der elektronische Sucher gefiel uns gut. Auch ist die Samsung WB5000 für eine Bridge-Kamera relativ leicht. Das Bedienmenü ist intuitiv, die wichtigsten Funktionen über die Fn-Taste direkt zugänglich. Für die Belichtungskorrektur steht bei der Samsung WB5000 sogar eine eigene Taste zur Verfügung. Das drehbare Wählrad, mit dem Sie durch das Menü navigieren, erinnert an das Bedienkonzept einer Spiegelreflexkamera.

Bildqualität: Bei langer Brennweite produzierte die Samsung WB5000 eine deutlich geringere Auflösung als im Weitwinkel- und im Normalbereich. Das hat zur Folge, dass herangezoomte Bilder schnell verwaschen und unscharf erscheinen. Insgesamt erzielte die Kamera einen befriedigenden Wirkungsgrad.

Bei der Messung der Ein- und Ausgangsdynamik erzielte die Samsung WB5000 gute Ergebnisse. Das bedeutet, dass die Kamera selbst kontrastreichere Motive mit vielen Details, aber ohne zulaufende Schatten und ausgebrannte Lichter abbildet. Außerdem produziert sie viele Helligkeitsstufen zwischen den hellsten und dunkelsten Bildbereichen. In punkto Bildrauschen schnitt die Samsung WB5000 größtenteils ausreichend ab. Lediglich bei ISO 800 ermittelten wir etwas weniger Bildfehler, so dass es für die Note "befriedigend" reichte.

Fazit: Mit der WB5000 schafft Samsung ein erfolgreiches Comeback auf dem Gebiet der Bridge-Kameras. Zwar hatte die Bildqualität ihre Mängel - vor allem hinsichtlich Auflösung und Bildrauschen. Die Balance zwischen toller Ausstattung und guter Bildqualität gelingt Samsung bei der WB5000 aber deutlich besser als bei der Pro 815, deren Bildqualität bei damals rekordverdächtiger Ausstattung noch zu wünschen übrig ließ.

Alternative: Die Fujifilm Finepix S200 EXR ist etwa 30 Euro teurer als die Samsung WB5000 und hatte in Sachen Bildqualität die Nase vorn. Auch sind beide Kameras in etwa gleich ausgestattet. Großer Nachteil des Fujifilm-Modells: Es ist gut doppelt so schwer wie die Samsung WB5000.

Varianten: Samsung WB5000 schwarz

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