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Sony DSC-HX1 im Test

16.12.2009 | 11:37 Uhr |

In der Sony DSC-HX1 kommt ein CMOS-Chip zum Einsatz - bisher ist dieser Sensortyp vor allem DSLRs vorbehalten. Unser Test zeigt, dass auch Kompaktkameras davon profitieren.

Sony spendiert der DSC-HX1 einen CMOS-Sensor, der mit 9 Megapixeln arbeitet. Eine weitere Besonderheit ist der so genannte "Schwenkpanorama-Modus". Ist er aktiviert, macht die Kamera während eines Schwenks Serienaufnahmen und fügt diese zu einem Panoramabild zusammen.

Bildqualität: Die Auflösung der Sony DSC-HX1 verlief über den gesamten Brennweitenbereich nahezu konstant und ließ auch zum Bildrand hin nur minimal nach. Das resultierte in einem hohen mittleren Wirkungsgrad. Die Eingangsdynamik war sehr gut. Somit hat die Kamera keine Probleme, auch kontrastreichere Motiven mit vielen Details aufzunehmen. Die Ausgangsdynamik war dagegen nur mittelmäßig - die Sony DSC-HX1 setzt also zwischen den hellsten und den dunkelsten Bildbereichen nur eine begrenzte Anzahl an Helligkeitsstufen ein.

Der Empfindlichkeitsbereich der Sony DSC-HX1 beginnt bei ISO 125. Und bereits bei dieser niedrigen Einstellung ermittelten wir bei der Rauschmessung ein nur ausreichendes Ergebnis. Schuld daran war die Scharfzeichnung, die bis ISO 400 zu aggressiv arbeitete und dadurch das Bildrauschen verstärkte.

Ausstattung: Um das 20fach-Zoomobjektiv verwacklungsfrei nutzen zu können, bestückt Sony die DSC-HX1 mit einem optischen Bildstabilisator. Die bewegliche Linsengruppe im Objektiv bewirkt, dass die Kamera kürzere Belichtungszeiten einsetzt. Das 3-Zoll-Display lässt sich nach oben und vorne kippen, was das Einfangen von Motiven aus schwierigeren Positionen erleichtern kann. Im Videomodus arbeitet die Sony DSC-HX1 mit der Full-HD-Auflösung 1440 x 1080 Pixeln bei 30 Bildern pro Sekunde.

Handhabung: Die Sony DSC-HX1 löste schnell aus und war nach einer Aufnahme nahezu sofort wieder betriebsbereit. Mit 503 Gramm inklusive Akku und Speicherkarte liegt sie vom Gewicht her im Mittelfeld der Bridge-Kameras.

Fazit: Sony bringt mit der DSC-HX1 eine überdurchschnittlich gut ausgestattete und schnelle Bridge-Kamera. Leider machte die zu starke Scharfzeichnung die ansonsten sehr gute Bildqualität zunichte, denn durch sie produzierte die Sony DSC-HX1 bereits bei geringer Lichtempfindlichkeit deutliches Bildrauschen.

Alternative: Die Fujifilm Finepix S100FS kostet etwa 50 Euro mehr als die Sony DSC-HX1. Sie erzielte bessere Ergebnisse hinsichtlich Scharfzeichnung und Bildrauschen. Dafür müssen Sie jedoch Abstriche bei der Ausstattung machen (etwa 14,3- statt 20fach-Zoom und 2,5- statt 3-Zoll-Display).

Varianten: Sony DSC-HX1 schwarz

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