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Fujifilm Finepix HS10 im Test

24.06.2010 | 08:45 Uhr |

Fujifilm verwendet bei der Finepix HS10 nicht - wie erwartet - den EXR-Sensor. Stattdessen sticht die Bridge-Kamera dank ihres 30fach-Zoomobjektiv und ihrer Full-HD-Videomodus aus der Masse heraus. Lesen Sie, ob auch die Bildqualität überzeugte.

Fujifilm Finepix HS10: Testbericht

Die Fujifilm Finepix HS10 bietet einige tolle Ausstattungsmerkmale. So lässt sich der 3-Zoll-Bildschirm um etwa 90 Grad nach oben und etwa 45 Grad nach vorne kippen. Der Brennweitenbereich des 30fach-Zoomobjektivs beginnt bei weitwinkligen 24 Millimetern. Der Motion-Panorama-Modus montiert automatisch Serienaufnahme während eines Schwenks zu einem Panoranabild zusammen.

Ausstattung: Die Fujifilm Finepix HS10 dreht Videos mit der Full-HD-Auflösung 1920 x 1080 Pixeln und 30 Bildern pro Sekunde. Zudem nimmt sie währenddessen Stereoton auf. Zum Starten der Aufnahme steht ein extra Knopf auf dem Kameragehäuse zur Verfügung. Zudem lässt sich die Videofunktion der Fujifilm Finepix HS10 mit 1000 Bildern pro Sekunde nutzen. Ihre Auflösung reduziert sich dabei jedoch auf 224 x 64 Bildpunkte.

Die Kamera speichert Fotos auch im RAW-Format ab. Ein Programm, mit dem Sie die Bilder in ein anderes Format umwandeln können, liegt der Fujifilm Finepix HS10 bei. Ein beweglich gelagerter CMOS-Bildsensor soll Unschärfen vorbeugen. Wer mehr Einfluss auf die Belichtung haben möchte, kann sich über Blenden- und Zeitvorwahl freuen.

Bildqualität: Das Bildrauschen der Fujifilm Finepix HS10 war gut bis sehr gut. Auch die Eingangsdynamik war sehr hoch. Das bedeutet, die Kamera nimmt auch kontrastreiche Motive auf, ohne dass Details in Lichtern und Schatten verloren gehen. Weniger gut fiel jedoch die Ausgangsdynamik aus: Sie war nur befriedigend, wodurch die Fujifilm Finepix HS10 eine nur begrenzte Anzahl an Helligkeitsstufen zwischen den hellsten und den dunkelsten Bildbereichen darstellt. Sattes Schwarz kann die Kamera nur bei ISO 400, 800 und 1600 produzieren.

Die Auflösung der Fujifilm Finepix HS10 war lediglich ausreichend. Vor allem bei kurzer Brennweite ließ der Messwert von der Bildmitte zum -rand stark nach. Insgesamt ergab das einen Wirkungsgrad von 54,2 Prozent, was umgerechnet einer Auflösung von 2,9 Megapixeln entspricht.

Handhabung: Ist der Ruhemodus der Fujifilm Finepix HS10 aktiviert, werden der Blitz und eventuelle Töne bei der Menü-Navigation oder beim Auslösen unterdrückt. Die Bridge-Kamera ließ sich sehr gut bedienen. Allerdings gehört sie mit 732 Gramm zu den schwereren Modellen.

Fazit: Die Bildqualität der Fujifilm Finepix HS10 war ordentlich. So waren die gemessene Auflösung und die Ausgangsdynamik zu niedrig. Das Rauschverhalten der Kamera erwies sich dagegen selbst bei hoher Lichtempfindlichkeit als vorbildlich. Hinzu kommt eine tolle Ausstattung, deren Höhepunkte die Full-HD-Video- und die Serienbildfunktion sowie das Superzoomobjektiv mit Weitwinkelbrennweite sind.

Alternativen: Die Kodak Easyshare Z950 IS ist nicht ganz so gut ausgestattet wie die Fujifilm Finepix HS10. So bietet sie unter anderem "nur" ein 10fach-Zoomobjektiv mit einem Brennweitenbereich ab 35 Millimetern und macht Videos mit 1280 x 720 Pixeln. Dafür schnitt die Kodak-Kamera bei der Bildqualität - besonders beim Wirkungsgrad und der Ausgangsdynamik, aber auch beim Bildrauschen und der Eingangsdynamik - besser ab. Und sie ist etwa 130 Euro günstiger als das Fuji-Modell.

Varianten: Fujifilm Finepix HS10 schwarz

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