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Sony DSC-H20 im Test

11.08.2009 | 14:39 Uhr |

Die Sony DSC-H20 ist eine besonders leichte Bridge-Digitalkamera. Im Test zeigte sie sich nicht von ihrer besten Seite, und auch die Ausstattung ließ einiges vermissen.

Die DSC-H20 ist das bisher leichteste Modell aus der H-Serie von Sony. Im Gegensatz zu ihren Vorgängerinnen besitzt die 10-Megapixel-Digitalkamera keinen optischen Sucher, und auch sonst hat Sony bei der DSC-H20 auf einige Ausstattungs-Merkmale verzichtet - etwa die Halbautomatiken.

Ausstattung: Dafür bietet die Sony DSC-H20 neben den üblichen Autofokus-Modi "Multi", "Center" und "Spot" die Möglichkeit, die Fokussierebene auf einen, drei oder sieben Meter festzusetzen oder unendlich zu wählen. Das optische 10fach-Zoomobjektiv der Digitalkamera stammt aus dem Hause Carl Zeiss und erhält Unterstützung von einem optischen Bildstabilisator.

Kreative Köpfe können bei der Sony DSC-H20 ihre Aufnahmen zu einer Diashow mit Musikuntermalung zusammenstellen. Dazu steht ein spezieller Ordner im internen Speicher zur Verfügung, in den die Digitalkamera Musikstücke ablegt und - bei Bedarf und Internetverbindung - auch herunterlädt. Außerdem bietet die Sony DSC-H20 verschiedene Optionen zum Bearbeiten der Bilder. Die Videofunktion arbeitet mit 1280 x 720 Pixeln und 30 Bildern pro Sekunde. Zum Abspielen der HD-Clips auf einem hochauflösenden Fernseher besitzt die Digitalkamera einen Komponenten-Anschluss.

Bildqualität: Die Sony DSC-H20 erzielte einen hohen Wirkungsgrad. Die Auflösung der Digitalkamera verlief bei kurzer und mittlerer Brennweite sehr gleichmäßig und ließ zum Bildrand hin kaum nach. Nicht ganz so gut waren die Messwerte im Telebereich. Hier verlor die Sony DSC-H20 zum Rand hin fast 30 Prozentpunkte. Auch in Sachen Bildrauschen überzeugte uns die Digitalkamera nicht. Von ISO 80 bis ISO 400 erlangte sie nur befriedigende Ergebnisse, bei ISO 800 bis 3200 waren die Messwerte ausreichend beziehungsweise mangelhaft. Grund für die Bildfehler war unter anderem die viel zu aggressive Scharfzeichnung der Sony DSC-H20, die das Bildrauschen verstärkt. Allerdings konnten wir der Digitalkamera eine homogene Helligkeit nachweisen.

Handhabung: Mit 280 Gramm gehört die Sony DSC-H20 zu den leichteren Bridge-Kameras. Sie verfügt über eine Gesichtserkennung mit dreistufiger Lächelautomatik (leicht, normal, stark), die sich über einen extra Knopf unterhalb des Ein-/Ausschalters aktivieren lässt. Ist sie aktiv, löst die Digitalkamera automatisch aus, sobald das anvisierte Gesicht lächelt. Negativ: Wichtige Bildparameter wie die Lichtempfindlichkeit oder die Belichtungskorrektur lassen sich bei der Sony DSC-H20 nur über das Menü ändern - für eine Bridge-Digitalkamera wären extra Knöpfe passender.

Fazit: Mit den Digitalkamera-Modellen der H-Serie zielt Sony auf anspruchsvolle Anwender. Denn die Bridge-Kameras sind meist überdurchschnittlich ausgestattet, sehr schnell in der Reaktion, dabei einfach zu bedienen. Leider konnte die DSC-H20 keinen der drei Punkte befriedigen. Ihre Ausstattung und die Bildqualität waren nur mittelmäßig. Vor allem hinsichtlich des Bildrauschens enttäuschte uns die 10-Megapixel-Digitalkamera. Auch die Handhabung der Sony DSC-H20 hatte ihre Schwachstellen.

Alternative: Die Fujifilm Finepix F200EXR kostet etwa 20 Euro mehr als die Sony DSC-H20 und bietet in etwa die gleiche Bildqualität. Allerings ist die 12-Megapixel-Kamera besser ausgestattet und gefiel uns hinsichtlich der Bedienung auch besser als die Sony DSC-H20.

Varianten: Sony DSC-H20 schwarz

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