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Olympus SP-800UZ im Test

09.05.2010 | 09:34 Uhr |

Mit 13,8 Megapixeln und 30fach-Zoomobjektiv gehört die Olympus SP-800UZ zu den besser ausgestatteten aktuellen Digitalkameras. Lesen Sie im Test, wie sich das Modell hinsichtlich Bildqualität geschlagen hat.

Im Gegensatz zu früheren SP-Modellen besitzt die SP-800UZ von Olympus einen Bildschirm im 16:9-Format. Das kommt vor allem der Videofunktion zugute, die im gleichen Format mit 1280 x 720 Bildpunkten und 30 Bildern pro Sekunde arbeitet. Um die Digitalkamera mit einem hoch auflösenden Fernseher zu verbinden, steht ein HDMI-Anschluss zur Verfügung.

Bildqualität: Die Olympus SP-800UZ erzielte einen nur ausreichenden Wirkungsgrad von 52,4 Prozent. Das entspricht umgerechnet einer Auflösung von 3,7 Megapixeln. Positiv anzumerken ist jedoch, dass die Auflösung zum Bildrand hin nur wenig nachließ - das ist besser als ein Wert, der in der Bildmitte sehr hoch ist und dann stark abfällt. Hinsichtlich Bildrauschens schnitt die Olympus SP-800UZ größtenteils befriedigend ab. Bei ISO 800 war der Messwert ausreichend, bei ISO 1600 ungenügend.

Ein- und Ausgangsdynamik waren ebenfalls befriedigend. Das bedeutet, dass die Olympus SP-800UZ bei kontrastreichen Motiven Details in den Lichtern und Schatten verliert. Darüber hinaus stellt sie eine nur befriedigende Anzahl an Helligkeitsstufen zwischen den hellsten und dunkelsten Bildbereichen dar. Vor allem die Wiedergabe von Schwarz wurde ab ISO 400 immer schlechter.

Ausstattung: Das 30fach-Zoomobjektiv liefert eine Brennweite von 28 bis 840 Millimetern. Damit sind sowohl Weitwinkelaufnahmen als auch extreme Vergrößerungen möglich. Der interne Speicher ist 2 GB groß - das ist sehr viel und ein Alleinstellungsmerkmal der Olympus SP-800UZ. Im Speicher abgelegt ist auch die Software [ib] zum Verwalten der Bilder. Zur Bildstabilisierung verwendet die Kamera eine mechanische Methode. Ihr Sensor ist also beweglich gelagert und gleicht ungewollte Bewegungen aus.

Im Gegensatz zu früheren SP-Modellen besitzt die SP-800UZ keine Halbautomatiken. Sie können neben der Programmautomatik lediglich eine intelligente Vollautomatik, Motivprogramme und Spezialfunktionen wie den Beauty-Modus (retuschiert Gesichter) oder den Panorama-Assistenten einsetzen.

Handhabung: Die Belichtungskorrektur ist nur über das Menü zugänglich - eine direkte Taste wäre hier besser. Für die Navigation lässt sich ein Drehring einsetzen, der zugleich als Vier-Wege-Steuerknopf dient.

Fazit: Die SP-Reihe von Olympus stand lange Zeit für sehr gut ausgestattete Bridge-Kameras, deren Bildqualität überdurchschnittlich hoch war. Das aktuelle Modell, die SP-800UZ, enttäuschte auf beiden Gebieten: Zum einen verzichtet Olympus bei ihr auf Halbautomatiken und einen direkten Zugang zur Belichtungskorrektur. Zum anderen zeigten die Tests deutliches Bildrauschen und eine relativ niedrige, wenn auch gleichmäßig verlaufende Auflösung.

Varianten:
Olympus SP-800UZ silberfarben
Olympus SP-800UZ schwarz

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