In unseren Tests haben wir die Platinen zwei "Boot-Prüfungen" unterzogen: Zuerst mussten die Kandidatinnen die Installations-DVD von Windows Vista von einem USB-Laufwerk aus starten. Dies bereitete keiner ein Problem, sobald die Boot-Reihenfolge entsprechend eingestellt war. Anschließend haben wir einen USB-Port des Boards mit einem USB-Stick bestückt, auf dem sich eine lauffähige Version von Windows PE befand.
Hier kam es uns jedoch nicht nur darauf an, ob die Platine vom Stick bootete, sondern auch, wie lange sie für den Start des Betriebssystems brauchte. Denn hier gab's zum Teil gewaltige Unterschiede. Besonders schnell fuhren die Biostar TP35D2-A7 und die Elitegroup P35T-A das Windows PE hoch. Deutlich langsamer verlief das Booten dagegen bei der Gigabyte GA-P35-DS3R, der EVGA Nforce 650i Ultra, der Foxconn P35A-S und den beiden Albatron-Platinen. Die Abit IP35 verweigerte sich komplett - sie bootete überhaupt nicht vom Stick.
Damit eine Platine jedoch überhaupt vom USB-Stick startet, bedarf es einiger Änderungen im Bios. Zuerst sollten Sie Ihren bootbaren Stick bereits unter Windows anschließen, damit das Betriebssystem ihn erkennt. Starten Sie dann den Rechner mit angestecktem Stick neu. Danach können Sie im Bios unter "Advanced Bios Features" die Boot-Reihenfolge so ändern, dass der Stick erstes Boot-Device ist. Manche Boards bieten dafür die Optionen "USB HDD", "USB FDD", USB Zip" und "USB CDROM" - wählen Sie hier "USB HDD". Können Sie Boot-Festplatten oder andere Laufwerke direkt auswählen, sollten Sie den Namen des Sticks in der Auswahlliste finden und aktivieren beziehungsweise an die erste Stelle der Liste setzen. Damit sollte dem Booten von USB-Stick nichts mehr im Wege stehen.
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